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Bekenntnisse
Entstehung
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60
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6<1 A. Augustinus Bekenntnisse.

Willkühr die Versfüße stellen, sondern anders bei an-derem Sylbenmaaß, und in selbigem Sylbcnmaaßenicht allenthalben jeden Fuß. Und die Kunst selbsthatte nicht Anderes anderswo, sondern Alles zugleich.Aber ich sah nicht, wie die Gerechtigkeit, der die gutenund heiligen Menschen dienten, weit vortrefflicher underhabner Alles in sich faßte, was Gott gebot, und inkeinem Theile sich veränderte, und doch in verschiede-nen Zeiten nicht Alles zugleich, sondern das Eigen-tümliche verordnete und geböte. Und ich Blindertadelte die frommen Vater, die nicht allein die Gegen-wart so verlebten, wie es Gott befahl und ihnen ein-gab, sondern auch die Zukunft, wie Gott sie ihnenoffenbarte, vorhersagten.

Ist es zuweilen oder irgendwo Unrecht, Gott zulieben aus ganzem Herzen, aus ganzer Seel', ausganzem Sinn', und seinen Nächsten zu lieben, wiesich selbst?

Darum sind die Schandtaten gegen die Naturallenthalben und stets zu verabscheuen und zu bestrafen,wie jene der Sodomiter. Wenn auch alle Menschenderlei begingen, so wären sie auch alle des nämlichenLasters schuloig nach Gottes Rathschlusse, gemäß demdie Menschen nicht so gebildet sind, daß sie auf jeneWeis' einander genießen sollten. Selbst der Verein,worin wir mit Gott leben sollen, wird verletzt, wenndie Natur, deren Schöpfer er ist, durch der WollustAusschweifung besudelt wird. Verbrechen aber gegendie Sitten der Menschen sind nach der Sitten Ver-schiedenheit zu meiden, damit die Übereinkunft der