Drittes Buch.
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ter dem Stalle thun sähe, was beim Tisch unerlaubtist, und darüber ärgerlich würde, daß nicht alles gleichwäre, da es doch dieselbe Wohnung, und dasselbe Ge-sind' ist: — Also sind diejenigen, die unwillig werden,daß in jenen Zeiten den Gerechten erlaubt war, wasin diesen nicht erlaubt ist, und daß Gott nach denZeitumstanden Jenen anderes und anderes Diesen ge-bot, indem sie beide derselben Gerechtigkeit dienten;daß sie es sehen müssen, wie im nämlichen Menschenund am nämlichen Tag' und im nämlichen Hausedies dem einen und das dem andern Gliede schicklich,und dann nach einer Stund' unerlaubt sei, was seitlangem erlaubt war; und daß in diesem Winkel zuge-lassen oder geboten sei, was in jenem mit Recht ver-boten und bestraft werde.
Ist Gerechtigkeit abwechselnd und wandelbar?Das nicht: aber die Zeiten, denen sie vorsteht, zehnnicht gleiches Schritts: denn sie sind Zeiten. Weilaber die Menschen, deren Leben kurz ist auf der Erde,nicht mit ihrem Sinne vermögen, die Eigenheiten zuvereinen voriger Jahrhunderte und andrer Völker, diesie nicht aus Erfahrung kennen, mit jenen, die sie ken-nen: hingegen im nemlichen Körper, oder Tag' oderHause leicht sehen können, was jeglichem Gliede, wel-cher Zeit, welchen Theilen und Menschen etwas schick-lich sei; so sind jene ihnen anstößig; diesen unterwer-fen sie sich.
Dies wüßt' ich damals nicht, und merkte nichtdarauf; und allenthalb siels in meine Augen, und ichsah es nicht. Lieder sang ich ja, und durfte nicht nach