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Bekenntnisse
Entstehung
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57
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Drittes Buch.

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als ich dich, mein Gott, (denn dir bekenn' ichs, derdu dich meiner erbarmtest, auch des Nichtbckenncnden!)als ich dich nicht nach der Erkenntnißkrast meines Gei-stes, worin du mich den Thiercn vorragen lassen woll-test, sondern nach dem Sinne des Fleisches suchte!Du aber warst innerlich, als mein Innerstes, und hö-her, als mein Höchstes. Ich tras auf jenes frecheWeib, die, gemäß Salomons Spruch, auf einemStuhle sitzt vvrdcrThüre, sprechend; esset hier fröhlichverborgnes Brod, und trinkt verstohlnes süßes Wasser!Sie verführte mich: denn sie fand Einen, der außersich in dem Auge seines Fleisches wohnte, und nur überdas sann, was er mit diesem Auge verschlang.

Denn anders wüßt' ich nichts von Jenem, wasist. Und es prickelte mich gleichsam, mich thörichtenBetrügern hinzugeben, wann sie mich fragten: woherdas Böse? und ob Gott umschlossen wäre von kör-perlicher Form, und Haare hätt' und Nägel? und obGerechte zu nennen waren, die mehrere Weiber zu-gleich hätten, und Menschen erschlügen, und Thier'opferten? Dadurch ward ich Unkundiger verwirrt;und abweichend von der Wahrheit schiens mir, ichwandelte zu ihr, weil ich nicht wußte, daß das Bösenichts wäre, als Abwesenheit des Guten, eine solche,daß dessen gar nichts da ist. Was sollt' Ich erblicken,dessen Blick mit den Augen nur auf Körper, mit demGeiste nur auf Einbildungen ging?

Und ich wußte nicht, daß Gott ein Geist wäre,dem keine Glieder sich ausdehnten in Läng' und Breite,und der keine Masse hatte, weil. Masse kleiner ist in

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