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Bekenntnisse
Entstehung
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55
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Drittes Buch.

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nicht die vorzüglichem Werke! Denn deine geistigenWerke sind die vorzüglichem vor jenen körperlichen,obwohl leuchtend und himmlisch.

Aber auch nicht nach jenem Vorzüglichem, son-dern nach dir selbst, o Wahrheit, worin kein Wandelist, und keines Augenblicks Beschattung, hungert' unddurstete mich: und vorgesetzt wurden mir in jenenSchüsseln blendende Gebilde. Besser wars noch, jeneSonne zu lieben, die wenigstens unsern Augen wahrist, als jene Falschheiten, wobei unsre Augen den Geisttauschen. Und doch ich daraus, weil ich in ihnendich glaubte; begierig zwar nicht, weil du meinemMunde nicht schmecktest, wie du bist: Denn jene leereDichtungen waren nicht Du, und mich nährten sienicht, erschöpften mich vielmehr. Essen im Schlaf istsehr ahnlich dem Essen der Wachenden: nur wer-den die Schlafenden nicht erquickt, denn sie schlafen.Aber sie waren dir auf keine Weis' ahnlich, o Wahr-heit, wie du jetzt zu mir gesprochen hast: denn es wa-ren körperliche Vorspielungen, falsche Körperlichkeiten,denen an Gewißheit jene wahre Körper vorgehn, diewir mit fleischlichen Augen sehn, sein es himmlische,sein es irdische. Mit Thier und Gevögel sehn wirsie; und zuverlässiger sind sie, als wenn wir jene unseinbilden. Und wiederum ist in ihrer Einbildung mehrZuverlässigkeit, als wenn wir Größeres und Unendli-ches aus ihnen schließen, was durchaus nichts ist, sowie jenes Eitle war, womit ich damals genährt ward,und nicht genährt ward.