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Bekenntnisse
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54 A. Augustinus Bekenntnisse.

sondern unwürdig schien sie mir, wann ich sie mitCiceros Würde verglich. Denn meiner Aufgeblasenheitwiderstand ihre Art, und meine Spahkraft drang nichtin ihr Inneres. Doch sie wars, die mit den Klei-nen wachst: ich aber verschmäht' es, der KleinenEiner zu sein, und geschwollen vor Stolz schien ichmir groß.

Daher siel ich unter Menschen voll prunkendesUnsinns, fleischliche, redselige, in deren Munde Fall-stricke des Teufels waren und ein klebriger Leim, ge-bildet aus der Mischung von Sylben deines Namens,und des Namens unsers Herrn Jesus Christus, unddes Trösters, des heiligen Geistes. Alle diese Namenwichen nicht aus ihrem Mund: aber nur Laute warensund Zungenschall: ihr Herz war des Wahren leer.Und sie sprachen: Wahrheit und Wahrheit! Undmanche sagten mir von ihr, und nirgends war sie inihnen. Sondern Falschheiten redeten sie, nicht nurvon dir, der du wahrhaft die Wahrheit bist; sondernauch von den Anordnungen in dieser Welt, deinenSchöpfungen, wo ich auch jenes, was PhilosophenWahres darüber sagten, Übergehn mußt' aus Liebe zudir, mein bester Bater, du Schönheit alles Schönen!O Wahrheit, Wahrheit! Wie sehnte sich auch damalsdas Innerste meines Gemüthes nach Dir, als hausigund vielfach dein Name mir vorgetönt ward mit blo-ßer Stimm' und in vielen Ungeheuern Büchern! Dieswaren die Schüsseln, worin sie mir, nach dir hun-gernd, Sonn' und Mond vorsetzten, deine schönenWerke, aber doch nur deine Werke, nicht Du, und