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Bekenntnisse
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50 A. Augustinus Bekenntnisse.

zu können. Einige Betrübniß ist also gutzuheißen,keine zu lieben. Denn dies bist du, o Herr und Gott,der du die Seelen liebst, und, von keiner Betrübnißerreicht, weit reineres und unwandelbareres Mitleidenhast, als wir. Und wer anders vermag das?

Doch ich Elender liebte damals die Betrübniß,und strebte nach ihr, wann bei fremdem und falschemund vorgegaukeltem Unglücke desto mehr mir derSchauspieler gefiel, und desto mehr mich hinriß, jemebr Thränen er mir entpreßte. Was Wunder aber,wenn ein unglückliches Schaf, von deiner Heerde ver-irrt, und sich entziehend deiner Obhut, mit haßlicherRäude bemakelt ward?' Daher die Liebe der Betrüb-niß: nicht solche, die mich inniglich durchdränge, (dennich wünschte nicht zu erdulden, was ich sah) sondernderen Darstellung mich gleichsam auf der Oberflacherieb, worauf aber, wie auf Zcrkratzung mit Nageln,entzündeter Geschwulst und Fäulniß und scheußlicherEiter folgte. Solch ein Leben, wars ein Leben, meinGott?

Und von weitem umschwebte mich deine getreueBarmherzigkeit. In mancherlei Bosheit versenkt' ichmich, und folgte gottlosem Borwitze, welches mich,dich verlassend, in die tiefste Tiefe stürzt', und in An-hänglichkeit an den bösen Geist, dem ich meine bösenThatcn opferte: und in Allem schlugst du mich. Ichwagt' es sogar an Tagen deiner Feier Fleischesbegierzu hegen innerhalb den Mauern deines Tempels, undzu schaffen Früchte des Todes. Deßhalb schlugst dumich mit schweren Strafen, doch nicht nach meinem