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Bekenntnisse
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38 A. Augustinus Bekenntnisse.

auch einigermaßen förderlich hielt, um zu dir zu ge-langen. Denn so scheints mir, wann ich, so viel ichkann, das Betragen meiner Eltern überdenke. Auchward zu jeder Freude der Zaum ohne mäßigendeStrenge mir nachgelassen bis zu den wilcesten Aus-schweifungen. Und in allen war dicker Dunst, mirverbergend, mein Gott, die Heitre deiner Wahrheit,und meine Bosheit schoß wie aus Fett hervor.

Diebstahl bestraft dein Gesetz, o Herr! und dasGesetz, was eingeschrieben ist in die Herzen der Men-schen, selbst nicht durch die Bosheit auslöschbar. Dennwelcher Dieb ertragt geruhig den andern? Auch nichtder Reiche den durch Armuth gedrungenen Dieb. Undmir gelüstete es, Diebstahl zu begehen; und ich begingihn, durch keine Armuth gedrungen noch Noth, sondernaus Verachtung der Gerechtigkeit und aus Lust zurBosheit. Denn ich stahl, was ich in Ucberfluß hatt',und besser noch. Auch nicht der Sache wollt' ich ge-nießen, deren ich durch Diebstahl begehrte: nein, nurdes Diebstahls selbst und der Sünde.

Ein Birnbaum stand in der Nachbarschaft unsersWeinbergs, schwer von Obste, was aber nicht durchGestalt, nicht durch Geschmack verführend war. Diesabzuschütteln und wegzutragen gingen wir schändlichenJünglinge hin um Mitternacht, (so lange hatten wirder abscheulichen Sitte gemäß im Spielhause geweilt)und nahmen ungeheure Lasten mit hinweg, nicht zumSchmause, sondern um sie, nachdem wir etwas davon ge-nossen, den Säuen vorzuwerfen, nur damit wir das aus-richteten, was uns darum gefiel, weils unerlaubt war.