Zweites Buch.
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nach Karthago das Nöthige bereitet ward, was ichmehr dem Hochdenken als dem Wohlstande des Vatersverdankte, eines sehr geringen thagastischen Bürgers.—Doch wem erzähl' ich dies? Nicht Dir, mein Gott,sondern vor dir erzähl' ichs meinem Geschlechte, demGeschlechte der Menschen, wie Vielen oder Wenigenauch diese meine Schrift in die Hände fallen möge.Und wozu dies? dazu, daß ich und jeder, der diesliest, erkenne, aus welcher Tiefe zu dir zu rufen sei.Und was ist näher deinen Ohren, als ein bekennendesHerz, und ein Leben, das nach dem Glauben ist? —Denn wer pries nicht damals meinen Vater, daß erüber die Kräfte seines Vermögens auf den Sohnwandte, so viel zu einer weiten Reise der Wissenschaf-ten halber nöthig war? Denn viel reichere Bürgerthaten das nicht für ihre Kinder. Jndeß kümmert'es nichts den Vater, wie ich erzogen würde, oder wiezüchtig ich lebte, wenn ich nur Beredtsamkeit mir er-würbe, oder vielmehr dich verlöre, mich entfernend ausdeiner Zucht, o Gott, der du bist einzig, wahr undgut, Herr deines Ackers, meines Herzens.
Als ich aber in jenem sechszehnten Jahre, vonaller Schule befreit aus häuslicher Noth, in Mußebegann bei meinen Eltern zu fem, überwuchsen meinHaupt die Dörner der Lüste, und keine ausrottendeHand war da. Ja, sogar als der Vater mich zum- Jüngling geworden und voll ruheloser Jugcndkraft imWade sah, meldete er es, gleich als freuet' er sich schonauf künftige Enkel, froh der Mutter, froh in der Trun-kenheit, worin die Welt dich ihren Schöpfer vergessen