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Die Birnbaumer Unrugs.
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Hader zu Hellem Brande entfacht zu haben unddaß er gar 2 Söhne neben 2 Töchtern hatte,führte augenscheinlich zu offner Feindschaft. NurGeorg scheint mit ihm nicht ganz verfeindetgewesen zu sein, denn er bestellte ihn 1630 zumetwaigen Vormund seiner Rinder; belanglos,weil Georg ihn überlebte. Ts litt Thristofnicht in der Nähe. Die Mähr, daß seine Frauihm gar nicht ehelich verbunden sei, ist sogar indie Thronik übergegangen, genug, er zog aufdas andere Ufer der Ivarthe und kaufte 7. 6.1633in Zahnsfelde bei Laudsberg a. W. das kleineMühlengut fürH 4233 st. — 3000 Thlr., lieh sich1634 von Mathias Manccke^) auf piglowitz noch3000 st. und benutzte die Gelegenheit, daß derLehnsherr des Zahnsfelder Hauxtgutes, ThristofPlaten, der hitzköpfig den Knecht JakobSchwabellen zu Friedeberg getötet hatte, fliehenmußte, um 24. 6. 1634 sein Gut für 6000 Thlr.auf 18 Zahr von der Lehnskammer in Pfand-besitz zu nehmen. 3000 Thlr. zahlte er sofort,den Rest in drei Jahren ab. Gr schreibt sichwieder Unrucb, ebenso als er 24. 8. 1642 dieZahnsfelder Windmühle für 600 Thlr.H vonWitwe Marie Rülecke geb. Liebenthal kaufte und14. 10. 1644 für 3000 Thlr. pommersch zu18 sgr. i) von Thristian Borck-Prochenau dasNachbargut Wormsfelde in Pfandbesitz nahm,um seinen älteren Sohn iValtalÄr selbständig zumachen. Gr lieh auch Geld aus, denn HeinrichNeumann-Nickern htzpoth. ihm 200 Thlr.13. 12. 1643. Auf dem Lehnsamt Rüstrin ließThristof für seine Thefrau Katharina Röckeritz600 Thlr. Eingebrachtes, dazu 300 Thlr. Besserungund ein reichliches Witwengedinge 16. 4. 1643eintragen.
Sein Sohn Lbrlltol blieb bei ihm in derZahnsfelder Wirtschaft, die er erbte, als derVater 1648 starb. Die Tochter Dltlabetb maran Apollo Rülecke auf Grabow und Soldinverheiratet und Hattos 2000 Thlr. mitbekommen,die ihr MannH ihr 13. 5. 1632 hypothezierte,ebenso 3. 7. 1632 noch 2300 Thlr., die sie--) ihm30. 3. 1640 geliehen hatte, als er seine MutterScholastika geb. Brandt bei ihrer Wieder-verheiratung mit Hauptmann Laue zu Himmelstättabfinden mußte. Die andere Tochter /Idargarctbescheint unvermählt geblieben, vielleicht hat siebei dem bald folgenden Zusammenbruch derBrüder die beiden vom Vater zu eigen erworbenenMühlengrundstücke geerbt und davon gelebt. Siehalf dem Bruder Thristof, als er Zahnsfelde1648 übernahm, mit 300 Thlr. aus, die^) er22. 9. 1632 eintragen ließ.
Aber der verfall war unaufhaltsam.Baltasar-Wormsfelde lieh zunächst von dererwähnten Scholastika Brandt-Laue 29. 3. 1648zur Trbregelung 300 Thlr., dann 173 Thlr.22. 7. 1630^) vom Rüstriner HandelsmannZohann Templiner. Tr muß aber schon anderweitüberschuldet gewesen und durch die Drangsale
t) Lehnsaktcn Kammcrgcr. Berlin.-> Pos. Grod. Urkd.b) Mülverstedt.
'1 St. A. Berlin N. 4 Bd. St.Die Unrugljcr.
des 30jährigen Krieges ruiniert worden sein,denn 1649 hatteH er sein Wormsfelde an denschwed. Gbersten, Rommandant von Landsberg,Tarl Dittrich von Rut verpachtet. (Tin zahmerHirsch tat dort viel Schaden). — 21. 10. 1630berieten bereits die Gläubiger die Sachlage, wieauch 30. 6. 1632. Denn nun war Baltasar„wegen Übeltat flüchtig außer Landes" und dadie Borcks das Pfandgut nicht einlösen konnten2),ward Baltasars Pfandrecht an Wormsfelde für3730 Thlr. dem Templiner zugeschlagen.
Thristof jun. in Zahnsfelde war 1634 inGreifswald als^) „Rasi-ssin dorsiir slllorüskslckt"immatrikuliert gewesen. Gleich nach des VatersTod lieh er 300 Thlr. von Zoachim wrechen13. 4. 1648, 16 3. 1634 prolongiert^, Pfingsten1648 wieder 300 Thlr. vom Ratsverwandten undHandelsmann Georg Ziesemer zu Alt-Stettin,was 6. 7. 43 eingetragen und 1631 auf 6 Zahrprolongiert wurde. Während die vettern jenseitsder Warthe vom 30jährigen Krieg wenig odernichts zu leiden hatten, war die LandsbergerGegend wiederholt hart mitgenommen. Um dieWeide nutzen zu können, lieh sich Thristofvom") obigen Templiner 29. 9 1648 soaenannteWehrschafe, d. h. auf Anteil; von 430 Stückwar 16 Thlr. Zahresertrag gewährleistet, dannfolgten Gelddarlehne 18.10.1649 zuerst 300 Thlr.,dann bis 1631 noch zusammen 730 Thlr. WeitereVerpfändungen^) untersagte die Lehnskammer19. 11. 1652. Da blieb denn nur der verkauf,den6) der Kurfürst 4. 2. 1634 erlaubte. 2. 3. 1655traten Geschwister und Gläubiger zusammen 5),Thf. Kurie, Gbristwachtmeister und Kommandantvon Landsberg, erstand das Pfandrecht anZahnsfelde. Vom verbleib der Brüder undSchwester hat sich nichts gefunden.
Georg, geb. um 1390, f 3. 10. 1632, hatte1620 Birnbaum übernommen und heirateteAnna iSlilabetb Lest aus dem Hause Wiesau,der er 1621 den Mitbesitz von Birnbaum undGroßdorf als Leibgedinge verschrieb, von ihrstammt der Sohn Cbriltol, der zum eigentlichenStifter des Zweiges Birnbaum wurde, sowie dieTöchter Anna /Idarie, die Thrn. Dziembowski-Kranz und die 14. 7. 1623 geborene iSva Zolle,die 13. 9. 1641 Alexander Rotenburg-Deutschund Polnisch-Nctkow heiratete. Tr konnte sieder Kriegsunruhen halber nicht so bald heim-führen und blieb mit ihr einstweilen in Neu-Görzig. Sie starb 30. 9. 1642 in Birnbaumvier Tage nach der Geburt eines Sohnes. ZhreGrabrede nennt als ihre Ahnen väterlicher SeitePromnitz-Küpxer, Dyhr-Herzogswalde und Nise-meuschel-Reichenau, mütterlicher Seite Nothosfgenannt Krnmmenan-Aslau (Bunzlau), Loß-Hermsdorf und Kittlitz-Zauche.
Ttwa 1637 heiratete Georg als zweite FrauSva Mllabetb Rotenburg-Beutnitz, Tochter
>> Magnus Annale».
St. A. Berlin R. 4 Bd. S1.
H fZricdldr. Univ. Matr.
'1 St. A. Berlin R. 4 Bd. S4.
->) Ebenda Bd. so.
°) LehnSaktcn Kammerger. Berlin.
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