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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
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Abschnitt II.

Tie Aarotinger (Mruoch'e.

Wie vorher angedeutet, scheint die heutigeFranche Eomtö, die alte burgundischeUrei-gen f s ch a f tdas Gebiet gewesen zu sein,wo zu König Ehilperichs und der späteren Me-roivingcr Zeiten die vorfahren derer, bei denensich nach und nach der Unruch-Name einbürgerte,heimisch waren. Dümmler in seiner Geschichtedes (Kstfränkischen Reichs, Bd. 2. S. l-s. ff.spricht zwar nur von dem Grafen Eberhard,Knrochs Sohn, der Ludwig des Frommen jüngsteTochter Gisela zur Frau hatte und schonder dritten geschichtlich auftretenden Knrnoch-Gencration angehörte. Aber er sagt dabeiausedler fränkischer Familie, die dem kaiserlichenHanse sehr nahe stand und wie es scheint mitjenen im Westreiche so einflußreichen Adalhardenzusammenhing. Der reiche Güterbesitz sSbe»bkirds in den Gauen an der mittleren undunteren Maas und in Flandern sowie die Stif-tung des Klosters Eysoing bei Ryssel, das einstseine Ruhestätte werden sollte, läßt schließen,daß unter den salischen Franken der Ursprungseines Geschlechts zu suchen ist." Für Dümmler,da er nur ostfränkische Geschichte schrieb, trataber nur ein Teil der über Eberhard und seinevorfahren vorhandenen, geschichtlichen Angabenin den Vordergrund. Andere Forscher und Fach-gelehrte haben auch von demselben Eberhard,weil er nicht nur ein kaiserl. Schwiegersohn,sondern auch ein hervorragender Mann undVater eines Königs, sowie durch seine TöchterJudith und Hedwig Ahnherr der Hohenzollernund des sächs. Kaiserhauses war, weit mehr alsüber seine vorfahren geschrieben. Dabei habensie jedoch festgestellt, daß Eberhard auch imheutigen Frankreich, in Schwaben, der Lombardeiund im Friaul große Landbesitzungen hatte.Davon waren die letzten drei erst in den letztendrei Generationen erworben oder verliehen, dieBesitzungen im Herzen des alten Frankreichskönnen dagegen mit mindestens gleichem Recht,wie die an der Maas und Flandern für heimat-liches Erbgut angesehen werden.

In seinen Jahrbüchern des fränk. Reichsunter Ludwig d. Frommen geht Simson einenSchritt weiter als Dümmler und sagt Bd. 2.S. zs-t ff. von EberhardeSohn des Grafen

Unruoch . . . entstammte er einem edlen, mitdem kaiserlichem Hause vcnvmidteitfränkischen Geschlecht" usw. Wittedie älterenHohenzollern und ihre Beziehungen zum Elsaß"(Straßburg ssys), der sich naturgemäß nur umKlarstellung der Abkunft der Zollern bemüht,sagt S. ss:Mit ziemlicher Sicherheit läßt sichnun auch die älteste Familienverbindnng derBurhardinger nachweisen mit einem Geschlecht,das von Haus aus filinkischer Abkunft, in mancherHinsicht ähnlich gestellt war, wie die Hunfridinger.HEs sind die Anruocbinger, als deren Nach-kommen (auch) die Grafen von Achalmund Krach anzusehen sind," von denen übrigenswieder die Hänser Fiirstenberg u. a. m. ab-stammest. Schmidt, Geschichte der Hohenzollern(Tübingen (SS-H geht auch darin noch einenSchritt weiter, indem er als ältesten Urahn derHohenzollern den Hunfrid bezeichnet, der so?zum Grafen über Rätien und Jstrien eingesetzt,etwa S2H stirbt, worauf Jstrien zu KnruchsMaikgrafcntum Friaul geschlagen und Hunfridsmittelster Sohn Burchhard durch Verleihungdes Scherragaus entschädigt wird. Darin ist dieHerrschaft Balingen mit Zollcrn jedochK n rnchs Eigent u m verblieben, bis Burch-hards Großneffe Adalbert des EberhardKnruchs Tochter Anbltb heiratete, die ihm Ba-lingen sammt Zollern als Mitgift zubringt.

Schmidt sagt nun aber auch, daß Hunfriedder Sohn des an Karls d. Gr. Hof hochmächtigenPalastmeistcrs unbekannten Namens gewesen sei,während er nach anderen (Miellen eher als einSohn Bernhards, also Vetter Karls des Großenerscheint. Gleich nahe muß Karl dem Großender Knruochsohn namens Heinrich, auch ZSnricb,Erich oder Heirich genannt, gestanden haben,dem er i. I. ??s die hochwichtige MarkgrafschaftFriaul anvertraute. Dort hatte bis dahin (vgl.Abel, Jahrbücher des Fränk. Reichs unterKarl d. Gr. Bd. I, S. ss?) der longobardische

-z Man beachte die Schreibweise, da die Hnufrieds auchilnfrid und die Unrochs ans HunrocnS geschrieben vor-kommen. Weshalb Witte die mehrheitliche Beiwortsformstets mit der Endunginger" bildet, ist nebensächlich;er konnte ebenso gut sagen: die Burchhards, Unfrids, Un-rochL.

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