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Die Birnbaumer Dnrugs.
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oberamtshalber dar zu erfordert . . . auf unßernf. bischöfl, Hofe frue zue Neiß" ... In Neißehaben sich die Parteien wohl nicht gestellt odernicht geeinigt, aber in Glogau 3. 11. 92 kames zwischen Christof-Neu-Tschau — (dorthinwar er kürzlich gezogen) — und Hans Braun„dem älteren" zu Tscheplau zu einer Art Ver-ständigung H. Aber dem jungen lveibe warGlück und Leben verbittert. 17. 12. 93 klagtChristof, der wohl die Unglückliche zu sich ge-nommen, gegen Hans Br. die Rosten der Kranken-pflege und Beerdigung Sidonies ein^). Als deralte Braun gestorben war, konnte erst das AmtGlogau 27. 19. 1699 den über sein Testamententstandenen Streit zwischen seinen Söhnen undChristof — hier ausdrücklich „auf Birnbaum"genannt schlichten3). Dabei heißt der ver-storbene Hans Braun-Steinberg. Alan begreift,daß solche Vorgänge dem Vater Christof dieHeimatsstätten in Schlesien verleideten.
Nur einmal kehrte Christof erweislich indie alte Heimat zurück. 24. 19. 1394 war erHochzeitsgast in LiegnitzH, als Herzog Fridrich III.die Prinzeß Anna von Württemberg, Wwe. des
Herzogs Johann Georg v. Brieg, heiratete, beideren erster Hochzeit in Brieg 16. 9. 1382 erauch schon zusammen mit David Borwik geladengewesen war.
Für 46999 fl. poln. — etwa 99999 Markheutigen Silberwerts kaufte Christos 1597 vomkal. poln. Mundschenk Graf Johann GstrorogBirnbaum mit Großdors, Muchocin, StricheDzicnzielin und RedgoszczH. 1699 hypothezicrteer seiner Frau, Tochter des si Christos Promnitz,3999 fl. auf Muchocin und Dzicnzielin. 1693war auch Anna, Cbristofs 2 Tochter, schon anSebastian Braun-Broniewski verheiratet, denndieser hypotheziert ihr 4999 si. Mitgift und eben-soviel GegenvermächtnisH.
3 Söhne hatte die neue Birnbaumer Herrschaft:Tbriltok, der zwerghast klein war, Georg, vondeni der Hauptast Birnbaum fortgepflanzt wurdeund der Ast Bauchwitz abstammt und Kultlllar,der kauni 39 Jahr alt (It. Chronik) starb, aberStammvater der Seitenäste Grochow-Schweinertund Striche wurde. Der Birnbaumer Anfangstellt sich so dar:
C h r i st o f,verb.: Anna-Promnitz
Sidonie, verh.: Braun-Stbg.Christof, verh.: Rathar.
Röckeritz.
Anna, verh.: Bronjewski
Georg,verh.
I. Anna Llis.Lest-Wiesau
II. Lva Llis.Rotenburg
Baltasar, verh.: AnnaMaria Stentsch
s Margarete
I Christof, 1634 verschollen
l Baltasar, 1652 flüchtig( Elisabeth, verh.: Apollo Riilecke
/ Christof, Stifter des Bauxtastes BirnbaumI Marie, verh.: Dziembowski^ Sofie, verh.: Rotenburg: Alexander, Stifter des Astes Bauchwitz1 Lva, verh.: Boyen-Bojanowski
Baltasar, bleibt in Schlesien
Sigmund, Stifter des Astes Grochow-SchweinertJohann Carl
Adam Abraham, Stifter des Astes Striche.
Qbriltol „der Urältere", wie ihn die 1739angefangene Birnbaumer Chronik nennt, sollnach dieser 1612, nach Radtkes Jubelschrist zur399jährigen Feier der Gründung der evangelischenRirche in Birnbaum (1699 durch Christof) um1629 gestorben sein. 1692 hatte er einen Grenz-streit mit seinem märkischen Nachbar Rallichen —Rülecke-Grabow, wobei sich, da die streitigeGrenze^) zugleich brandenburgische Landesgrenzewar, Rurfürst Joachim Fridrich ins Mittel legte.Sonst wissen wir von Christof nur^) noch, daßseine Mutter eine Dyherrn, seine sonstigen AhnenRottwitz, Nechern, Rittlitz und Abschatz waren.Das beweist schon, daß Christof kein Lawalderwar, denn die dort allein für seine Geburtszeit(ca. 1359) in Betracht kommenden Frauen wareneine Lest und eine Schweinitz, während der Gattin
1) A. Brsl. Glog. III IZ <- 954.
"> Ebenda IS I 21g.
Ebenda 1s o 244 sös.
->> Wutke, Hans Schweinichcn Merkbuch.
2) St. A. Berlin.
«) Gedächtnisrede f. Anna N. ib5i. Stadtbibl. Breslau.
des Hans von Lawalde, Anna Dyhr, schon 1523das Witwengedinge errichtet wurde.
Christofs ältestem Sohne, dem kleinen (rmmis)Gbriltok, bereitete seine Mißgestalt ein freudlosesLeben. Man scheint ihn nicht für voll angesehen,ihm sein Lrbe nicht gegönnt zu haben, worausZwist und üble Nachrede entsprang. Unfähigeine Rüstung zu tragen, entsagte er seinem Rechteauf Birnbaum, nahm in der brüderlichen Teilung,die 1627 wohl bei Georgs Mündigkeit vor-genommen wurde, mit Schweinert sürlieb, da erledig bleiben wollte. Vielleicht ist ihm solchversprechen abgepreßt, damit die Brüder dasGut sicher wieder in die Hand bekamen. Daranlag ihnen umsomehr, als er ein kluger tüchtigerLandwirt war, der das damals unbedeutendeFischerdorf zu einem wertvollen Besitz um-gestaltete, dort 1616 eine Rirche baute unddas sogenannte „Hauland" Jezierze in hoheRultur brachte. Daß er nun in IKatbartNZRöckeritz doch eine Frau fand, scheint den
I) A. Posen. Grod. Urkd.