307
Die Birnbaumer Uiirugs.
303
von Alexander Rotenburg und Eva Schlieben,von der 1638 Alexander, der Stifter des ZweigesBauchwitz, dann noch ISva geboren wurde, dieBoguslaw Bojanowski auf Golenczyn, dannBojanowo und Bärsdorf heiratete und 1694ohne Rinder starb.
Schon 1613 — ( nach der Ehronik, 1626 nachdem Kirchbuch) — baute Georg eine eigenexroiestantische Kirche in Birnbaum-Großdorf, diennt diesem Dorf 1692 abbrannte. Er machteseine „Peregrination" durch Deutschland undkiolland, blieb auch kurze Zeit am polnischenHof, widmete sich dann aber nur seinem Besitz,den er um die Güter Karge, Bauchwitz, Pieskeund Neugörzig vermehrte. Dennoch muß er auchHeerdienst geleistet haben, denn bei Hyporhezierung seines 3666 Thlr. Lhegeldes auf Deutsch-und Polnisch-Neikow für Eva Rotenburg28 6 1662 — prolongiert 68 und 64 — heißterH „Bbstltnt." G. Die>e Hypothek ipielt noch1676 eine Rolle unter den Erben, da erst 1766 Thlr.abgezahlt, für den Rest aber 676 Zinsen auf-gelaufen waren. 1636 setzte er. wie schon erwähnt,seinen Bruder Ehrist>>s zum NDtvormund nebenseimr Frau. Außerdem wird auch Wallalar,der Sohn des Bruders Baltasar^), 1632-33mehrfach als Bevollmächtigter erwähnt. Dieserhatte dem mit Ursula Schlichting verheiratetenVetter Johann Broniewski 11 366 st. zugesagt,anscheinend Abfindung als Sohn von GeorgsSchwester. Georg verbrieft ihr deshalb 1632diese Summe.
Der Bruder Baltasar starb schon 1624, denn11. 16. 24 entsagten seine „Erben" vor dem AnitGl-rgau ihren Ansprüchen auf Birnbaum. Erst1634 findet die Erbregelung zwischen seinenSöhnen Baltasar und Sigmund einer- undden beiden Gheimen Ehristos und Georgandererseits statt, woraus zu schließen, daßSigmund nun mündig geworden, also etwa 1613geboren war, nach der Ehronik erst 1616.
Baltasars andere Söhne Aok». Carl undAdam Abrabam treten^) zuerst 1644 rcchts-hand'lnd auf. Da der Jahnsfelder Ehristos1643 f, ernennt Georg zu Vormündern seinerRinder 2. Ehe 1649 Nikolaus Bronjewski undSigmund, beides Neffen. 1666 überweist erseinem ältesten Sohne E h r i st o s 2666 st. FürGeorgs Frau hypotheziert Siamund Knobelsdorfauf Tappet) 23. 3. 1661 566 Thlr. auf 6 Jahr— Prolongiert 57. In Georg scheint die An-hänglichkeit an die alte b>eimat noch sehr lebendiggeblieben zu sein. Als der Vater 1697 Neu-Tschauverkaufte, hatte er den Söbnen, damit sie dortlehnssähig blieben, 6 lveißgroschen Erbzins aufBalzer Thänisch Gärtnernahrung vorbehalten.Damit wurden Georg und Baltasar^) zuGlogau 28. 4. 1616 belehnt, 21. 12 1621 leistetGeorg nochmals den Huldeid darauf.
Der Hauptträger der beimatlichen Beziehungenwar aber der Bruder HZaltalar umsomehr, als
St. A. Berlin R. t Bd. ZS.
") A. Posen Grod Urkd.
-) St A Berlin R. -t Bd. SS.
st Arch. Breslau.
er dadurch der Heimat seiner Frau Anne MarieStentsch ans prittag bei Grünberg nahe blieb,deren Eltern auch Sabor besaßen. 9 i. 1667verkaust er als Herr aus Sador seine Lehnsrechteaus Alt- und Neu-Tschau an Valien Lest-ThamdH.Aber schon 26. 6. 1611 kaufte er^) von DanielPreuß' Sohn INax-milian die väterlichen Anteilevon Alt- und Neu-Tschau zurück und wurdedamit belehnt. Daniel Preuß-Blankenau hatteihm in seinem 23. 5. 1611 eröffneten Testamentein Vorkaufsrecht eingeräumt^). 29. 11. 12verkauft Baltasar einen Untertan von Tscbauan Freiherrn H E. Springenstein^). 22. 9. 1613kaufte er 4 Bauer- und Gärtnerhöse^) von Neu-Tschau hinzu, die dem Adam U. von Liebschützgebören, dessen Bruder Wenzel ihn dabei ver-tritt. 27. 2. 15 wird in Glogau sein Streit umdie Schölzerei in Tschau mit G. Neumann ge-schlichtet^). Auch Thamm hatte er 9. 1. 1617von Valien Lest erworben, die Regelung seinesNachlasses 11. 16. 1624?) erstreckt sich auch daraufund findet dort statt. Die Vormünder vonBaltasars Rindern Kaspar Braun-Walwitzund Joachim Stentsch führen dabei ein 24. 6. 1626zwischen Baltasar und Georg getroffenesAbkommen durch, wonach Georg dem Bruder13666 st. Abfindung für Birnbaum schon 1623zu zahlen hatte. Baltasar, der für schönePferde zu viel Geld ausgab, hinterließ großeSchulden, u. a. 7666 Thlr. an Dyhr-Sabor, wofürdie Vormünder seiner Rinder, Georg-Birnbaumund Kaspar Braun-Walwitz ihm 19. 6.25 Thammverpfänden müssen^). 1. 4. 26 nimmt das AmtGlogau die Fürsorge für Baltasars Witwe AnnaStentsch, die das verschwundene beweglichevermögen beansprucht, in die Hand^).
Diese Verhältnisse führten dann nach Baltasarsfrühem Tode zur erneuten brüderlichen Teilungin Birnbaum 1627, wodurch Sigmund dieAnwartschast aus INuchocin und später aufSchweinert zufiel, in Schlesien aber nicht nurEhristos Jahnsfelde und Georg, sondern auch ihreNeffen Baltasar, Sigmund, Johann Earlund Adam Abraham INitbelehnung mitThamm, obwohl über den Besitz noch 11. 6. 37Klage gegen Joachim Fridrich Dyhr-Saborschwebte^), und dem neuerdings hinzu erworbenenNieder-Hartmannsdors bei Priebus erhielten.1668 verkaufen- die Gläubiger Baltasars seineNachlaßgüter Thamm nebst Zubehör an HansNico! Nostitz-Wiesau. Die Birnbaumer Erbretternwidersprechen vergeblich wegen Ausfalls ihrerForderungen^).
Der junge Sigmund zog auch nach INuchocin,später nach Schweinert. Sein Bruder Baltasardagegen blieb in Schlesien und behielt Nieder-
>> A. Brsl. Glog. III lü k SS9.
Ebenda 15 j.
2) Ebenda 15 kl 359.
<) Ebenda 442.
6) Ebenda i5p.
6) Ebenda 13 s 491.
Ebenda 15 1.
2) Ebenda 21 d 4.
" Ebenda Sag. III 3 a.
50) Ebenda Glog. III 13 k 284.
55) Ebenda 15 IN 175 tt. 12 b 11.