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Die Schlesischen Unruhs.
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darauf deutet, daß auch der Bruder unverheiratet,wohl ein Geistlicher war.
Bachkommen des Hannos, dem 1389 seinesBruders Peter Gut Seichau zufallen soll, sinddie drei noch ungesonderten Brüder Iheinze,Georg und Detleve, denen samt ihrer MutterAlte zu Schweidnitz 9. 2. 1449 Hans Zedlitz fürsich und namens seines Vaters mit ihrem Besitzdafür haften will, daß sie an ihren Zinsen ausSeichau keinen Schaden leidenH. Also warSeichau wohl an die Zedlitz übergegangen.
Der obengenannte Nickel, der aus einemAnteil von lvenig-lvalditz saß, kaufte 16. 2. 1444von den Brüderpaaren Nickel und Seysrid undHans und Seysrid Nechern „allen ihren Besitzzu lvenig-lvalditz und Herzogswalde",Ar. Bnnzlau^), 1 Jahr später auch das unweitam kleinen Bober östlich Bunzlau belegeneThomaswalde") und 1. 3. 1459 läßt sich derwohltuchtige Nickel 14 Ruten zugekauftesPflugland, das er zu Herzogswalde unter seinenPflug geschlagen, als Lehn bestätigen^). Nickelselbst kommt noch 1461 als „von lvenig-lvalditz"vor, von 1475 ab die Söhne^ /Ildelchior ansHerzogswalde, ZiZaltalar aus Thomaswalde undZeronizmus bis 1493 auf lvenig-lvalditz, vonwo er noch 15. 3. 1510 als Zeuge und VormundinAesselsdors erscheint, als T h ri sto s von Borawseiner Frau Euphemia 29 Mark jährl. Zinsauf Aesselsdors zu Leibgedinge bestellt").
1476 setzt Jeronymns seiner Frau DedwigZvitwengedinge auf lvenig-lvalditz fest und ihrenBruder oder Ghm Aittlitz zum Pfleger ein,daneben noch Bernhard Talkenberg-lvilkersdorf.
12. 3. 1483 kommen Jeronymus und GeorgSchellendorf überein, ihren alten Streit durch denHerzog, den lveisen, schlichten zu lassen, wozuJeronymus auch seinen Bruder mitbringen will").Aber als 28. 7. 1488 bei Thomaswalde Böhmenund Ungarn sich eilte Schlacht lieferten, stürmtein U. — jedenfalls Jeronymus selbst — dasdicht an lvenig-lvalditz stoßende Schellendorf'scheVorwerk Neuen und äschert es ein. — SeinSohn Ivans gibt seiner Frau Dorothea 1598Baltasar Talkenberg, Sohn des Bernhard T.,zum Gedingepfleger. Danebett erscheint wiederein 'ldieroNRMUS auf lvenig-lvalditz.
Ivans ist in Jauer 14. 2. 1513 Zeuge, alsMertenAittlitz seinem Bruder Asman dasvorwerkGersdorf verkauft?), ebenso Hieronymus14. 19. 1618 in Löwenbera, als die Stadt dasGut Sirgwitz kauft und 1519 noch einmal"). —Hans wieder 10. 11. 1519, als Hans Spillmerdem Langenölser Pfarrer Vinzenz lvunsch einenBauern verkauft"). Ebenso in Löwenberg
13. 8. 1521, als Nickel Reibnitz seine Frau ver-
1) A. Brsl.-Schweidn. I. III IS - 1S7.
"1 Ebenda 6.
m. Wernicke, Nrk. z. Gesch. Bnnzlau-LöwcnScrg.A. BrSt.-Schweidn. I. III res 163.
9 Ebenda. Neues Landbuch III 1S9.
°> Stadtarch. Löwenbg., Stadtbuch II 137.A. Brsl.-Schwetdn. I. III, Weißes Reg. 36.Ebenda, Neues Landbuch III 189.
2) Ebenda S4g.
Die Unruglier.
lcibdingtH, 19. 5. 23 bei einer Altarstiftung2).7. 7. 24 bezeugt in Löwenberg Hans als„Hoferichter" den verkauf eines Grundstücks vomTomthur zu Löwenbcrg an Gunzel Raussendorf").2. 6. 31 in Schweidnitz Hans als Manngerichts-beisitzer!), auch 9. 19. 31, als Nickel Hocke zuSchüttlau ein Landstück verkauft"). 6. 4. 33verreicht er seiner Fran Dorothea sein ganzesZvingewalditz zum lvitwengedinge unbeschadetseiner Zusagen an Hans Haugwitz von Grünau").
— 1535 in Bunzlau vermacht Hans „zu wenigenlvalditz" 399 ungar. fl., die Haugwitz vor Antrittdes Erbes an lvenig-lvalditz zahlen soll, anzwei Fräulein-Töchter von Hans Llanckenstein-Linderode?) bei Sarau. Hier treten also Be-ziehungen mit Niederlausitzer Familien zu Tage,zugleich die Kinderlosigkeit des Hans. ImManngericht zu Schweidnitz bezeugt Hans11. 7. 1536 eine verleibdingung"), zugleich be-kräftigt er nochmals, daß Hans Haugwitz-Grunaualles erben soll"). Mit der Stadt Löwenbergtrifft er 1549 das Abkommen, daß in seinemDorf zum Schaden der Stadt kein Salz verkauftwerden soll. Damit erlöschen die Nachrichten.Nach Hans Tode gibt es keine Zvenig-lvalditzerU.'s mehr, von Melchiors Nachkommen aufHerzogswalde, am (ZZueis bei Naumburg, sindbisher keine Nachrichten entdeckt. Zu denen desBaltasar-Thomaswalde dürfte aber derTbriltol auf Lobendem, 3 Meilen östlicher ausLiegnitz zu belegen, gehören, der uns als Stifterdes riesigen, neuen Stammes Birnbaum erscheint.
Hier bleibt nur noch nachzuholen, daß Dans
— augenscheinlich auch ein Nachkomme derLübener — sein pilgramsdorf, zwischen Löwenbergund Goldberg gelegen, 1479 an Peter Schweinitzverkaufte^").
13. 7. 1474 kaust der obengenannte HansZedlitz von Seichau der lvitwe dos Dbammo ll.alles ab, was ihr noch an Aolbnitz gehört").Dieser Thammo war jedenfalls ein Nachkommedessen, von dem die Urkunde 24. 2. 1414 sagt:Damme vnru, des f Ikuel (Rudolf) Sohn vonAolmenitz verzichtet aus alle Ansprüche gegendie drei Brüder Langenau, sonderlich wegen der50 Mark, die Georg v., sein Stiefvater, als seinVormund an sich genommen^). War dies etwader Liegnitzcr nachmalige Hauptmann und Agnesvorher Gattin des Rucl v. gewesen?
1497 kaufte ein UV") — näheres leider nichtangegeben — von Benesch Dohna die GüterSeichau bei Jauer und Rakschütz bei Neumarkt.
Zu Lüben 39. 6. 1407 war Mklas vnrawVormund und Zeuge des Kaufes von 2 Mark
1) Ebenda IV 90.
2) Ebenda 186.
2) Ebenda 237.
4) Ebenda 398.
6) Ebenda, Weißes Neg. b9.
6) Ebenda 171.
7) Ebenda Braunes Reg. 4t.2) Ebenda 154.
9) Ebenda 164.
Lucä, Sinap. usw.") Schloßarch. Hermannswaldau.
A. Brsl. Brieg III 19 e. 91.12) Gesch. d. Donyn II 26.