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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
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255-256
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Die Schleichen Dnruhs.

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Heinrich gelesen werden, so wären dies 2von den 5 Bielwieser Brüdern. Heinricherwirbt 14. 3. 95 von Jakob Saune 4 Markj. Zins für seine Frau NgnesH. 2V. 5. 97übernimmt Hannos in Schönau von Beneschv. Donyn für 159 Mark Prager Groschen, dieder ihm schuldet, dessen Gut und Vorwerk Rak-schütz i. Iveichb. Jaucr samt dem BuschdasGeczenke" genannt^). Zugleich tritt ihm Donynalle seine Rechte an Seichau ab, die früherPeter U.s gewesen sindch. Hauptmann JankoAottwitz verreicht darauf Seichau dem Hannos.19. 9. 1393 bekennt vor Hzg. Eonrad zu SulauAr. Militzsch Zobamies Ü. Erbherr von Breseund Roschdorf, daß er den Breslauer Vikaren19 Mark j. Zins auf seine Güter verkauft hatund im Anschluß daran betrauenJohannesund sein Weib" sowie die Bauern vonRoschdorf die Advokaten Mathias Goldberg u.Franz Aothebos mit der förmlichen Durch-führung^). Brese kann Briese Ar. Licgn'tz oderBresa Ar. Reumarkt sein, Roschdorf bei Raubten. 9. 11. 1399 ist ein Peter in Schönau beiGoldberg als Archipresbyter von Goldbcrz er-wähnt"), dasselbe Airchaufsichtsamt, was derSagau - Grünberger Andris gleichzeitig inFreistadt bekleidete.

!vem daran gelegen, kann sich aus allen diesenEinzeldaten des 14. Jahrhunderts unschwer denAnfang einer Stammtafel der Glogau-LübcnerII.'s zusammenstellen. Das 15. Jahrhundertbringt schon reicheren, zusammenhängenden Stoffzur Fortführung. Zuerst kommt N i ck l a s,anscheinend der 2. von den 5 Bielwieser Brüdern,als Zeuge 27. 9. 1493 in Rühen vor^).Glausvon Glesersdorf vnru genannt"heißt er 8. 12. 1499, als er zu Brieg 19 MarkZins auf Bielwiese im Steinanschen an Nicolausin Paticz verkauft?), als Zeuge in Motschelnitzbei verkauf dieses Vorwerks 19. 5.1497 Nickel^),in Brieg, wo er 29. 12 1497 abermals 19 MarkZins auf Bielwiese dem Subcustos der BriegerHedwigskirche verkauft^), was der BreslauerVffizial Leonhard Frankenstein beurkundet,R i c o l a u s vnru Lrbherr auf Bele -wese". Seiner Witwe Dorotbea stellen dieHerzöge Ruprecht Wenzel und Ludwig zu Lüben17. 7. 1419 eine Schuldurkunde über 229 Markans, die sie ihnen geliehen^). Der Sohn Ibansvon Gläsersdorf ist als Zeuge 19. 19. 1419 zu-sammen mit Wolfs schon bei den Sagan-Grün-bergern erwähnM). Wiederum dessen Rachkommennehmen 21. 1. 1K92 in Freistadt von SalomeSchweidnitz aus Glogau ein Darlehn auf ihrenungesonderten Besitz Gläsersdors auf, wobei sie

Ebenda e. SS.

Ebenda a 12.

Ebenda O. A. Seichan,ü BrcSl. Diiizes. Archiv, llrk. d. Brsl. VikarienKommunität.

2> Ztschr. s. schlcs. Gesch. ss. SS4-40».

°> A. Brsl. II. soo d 42.

A. Brsl. Brieg. Hedwigstift IS».

S) Ebenda v. SM d. Ig.

Ebenda Brieg Hedwigstist lös.

Ebendenda BrcSl. Diözcs. A. Glog. Domvf.»1 Ebenda v. 107. Bl. m.

als Olekel, Ibans und I,LUtke (LeutkeLeuthold) aufgeführt werdenH.

In Schweidnitz ist wieder ein Dellirleb1422 als Schöppe im AmH. Der Ende des14. Jahrhunderts auf Aolbnitz Ar. Jauer sitzendeliludoli wird nachher erwähnt werden, augen-scheinlich auch ein Nachkomme des SchweidnitzerRatmanns Jakob auf Seifersdorf. Als Gattineines Stosch wird 1425 eine U. erwähnt^.

In Liegnltz wird Georg (Jorge, Jörge)1418 bis 1428 in einer langen Reihe von Ur-kunden erwähnt, derwoltochtige"-edelgeborne,vielfach auch seinetoguntsame Fraven Nyse."Diese tugendsame Frau Agnes war anscheinendeine Schwester des Goldbcrger Hptm. Stosch.Georg, sein Schwager, war von 1424 ab desHerzogs Amtshauptmann in Liegnitz, daher seinvorkommen in 47 Urkunden erklärlich. SeinerFrau Agnes sichert Hzg. Ludwig II Ent-schädigung für Rückgabe der Speerlehnstücke zu,die der weiblichen Erbfolge verschlossen warenH.Peter, der 1429 in die Universität Erfurt eintritt,scheint ihr Sohn zu sein. 31. 7. 1425 wird FrauAgnes als verstorben erwähnt. Sie hat demHerzog 499 Mark Prager Groschen geliehen, erstellt ihren Erben dafür Stadteinkünfte sicher.11. 2. 1429 schwörtHintze Glaubitz dem GeorgBürgschaftnach Laut des gekauften Urtels, dasdie Liegnitzer Ratmannen niit beider Einwilligung"einholen ließen5), nämlich vom MagdeburgerSchöppenstuhl, der für das im ganzen Bsten fürdie Deutschen geltende Sachsen- oder MagdeburgerRechr als entscheidende Auslegungsstelle gegoltenzu baben scheint, wie später die Sorbonne Parisfür das Rechtsleben der westlichen Völker.

Zu Guhrau waren schon 4. 12. 1419 Jorgeund Pickel sGebrüder?) Zeuge gewesen, alsHerzog Bolko von Teschen und Glogau dieStadtgerechtsame bestätigte °). Stammt nunJorge von den Gläsersdorf-Schwcidnitzer U.'s,so ist Nickel der Urheber größeren Glanzes desHauses Wenig-Walditz. Doch davon nachher.Zuvor fesselt uns Georg als wenig glücklicherAriegsmann. Die Hussiten wälzten sich heran,er und Stosch als Hauptlente waren ihnen gegenGoldberg entgegen gezogen, vor ihrer Uberzahlweichen sie aber 19. 5. 1427 ohne Angriff aufLiegnitz zurück, von den Hussiten scharf bedrängt,dabei unrühmlich viel Volks verlierend. Densüdwärts abziehenden Hussiten folgen siebeobachtend von fern?), von Nachkommen diesesGeorg kommen noch /Pligdalene und Gregornur einmal vor. 23. 4. 1452 kauft MagdaleneJungfrau vnruwinue von Jakob vom Hofe19 Mark Zins auf sein Gut Reichenau. DenZins soll ihr Bruder Gregor und nach diesemdas Heiligkrenzkloster Schweidnitz erben^), was

Ü Dr. Wernickc, llrkdl. Beitrg. Herold 1SSS.

A. Fürstenstein, Slg. Möllern.

2) Schirrmaster, Lieg» Urk. u A. Brsl. Licgn. III. 12.>. Heyne, Denlm der kath. Kirche Schles.

6) Stadtarch. Liegn. Schöffcnbuch Bl. S.

A. Brsl. Depos. Guhrau 27.i) Sinap. Lucü, Zedier u. a. m.

A. Brsl.-Schweidn. I. III 15 s 2S1.