253
Die Schlesischen Unruhs.
254
de Redin zum Kurators. 16. 6. 1361 bezeugter den verkauf von 4 IM. j. Zins auf Reinhards-dorf^). — 13. 1. 62 bürgt er mit andern fürBurgold Benetindorf auf 25 Mark Darlehn^).
An demselben Tage ist ein Dans — ohneden Zusatz „von Toppersdorf" — Zeuge desVerkaufs von Eloptow^. Dies scheint wiederder Sohn des Hannus zu sein, der fortanmehrfach als Jeannes vorkommt. VaterHannus aber verkauft 3V. 1. 1362 zu Lübeneine Zinsrente aus Schwarza an den Vikar derBreslaner Kreuzkirche, Subcustos Heinrichs).Dann ist ZlZernbnrd U. de Toppersdorf 19. 12.1362 in Breslau Zeuge einer Jinsurkunde^).Aber der alte Hamms lebte noch, 1376 verreichter, ausdrücklich als der „Aide" bezeichnet, seinemSohne IbkMnoSvnruweunddessenFrauNdilbeidnebst Kindern einen für 35 Mark Prager Groschenwiederkäuflichen Zins von 5 Mark j.* auf seinGut Prusnitz?). Hans, der junge, den derSchreiber 13. 1. 1365 Johannes vnruwe 3 5.1366 Jean n es de Vnru nenntch, verkauftJakobsdorf, worauf er wohl bis zum Tode desVaters gesessen, 2. 16. 1376 an Konrad, denErbvogt von Jauerns Schon 2. 6. 1368 wirdHans von Wenig lvalditz als Beisitzer desManngerichts erwähnt^).
In derselben Gegend kauft Peter 27. 12.
1366 von Peter und Nico! Bresnitz 3 Hufenmit Wohnhaus in Vberau bei Lübens), undbezeugt 23. 9. 1368 zu Brieg den verkauf vonZinsrente auf Michelwitz seitens Gnnthir vonHasilbach an Peczko Günther^). 26. 8. 1371ist Peter in Lüben Urkundzeuge als Hzg. Lud-wig I von Brieg usw. die jungen HerzögeHeinrich VI u. VIII von Glogau zu ungesonderterRcgicrnngsgemeinschaft auf 3 Jahr verpflichtet^),5. 12. 1386 desgl. in Liegnitz, als lözg. Ruprechtder Barbara von Liegnitz die Besitzung Dorn-busch ins Kloster mitgibt^) u. 1387 verkauft ersein Vorwerk Drackendorf bei Haynau an HeinschkeGrobil's (Gröben) Söhne ^).
Nun treten aber noch ein Ibeintlcbel undein MttAlcVKe N. auf. Heintschel kauft
1367 in Brockendorf 4 Mark j. Zins von HansBrokat und richtet 1368 seiner Frau Margaretheein Witwengedinge aus, Peter Hocke u. Wolfhard„von der roten Kirche ' (Rothkirch!) zu Pflegernberufend. Dem Nitsche setzt Herzogin Agnesfür treue Dienste 16 Mark auf den Zoll inLandeshut, alle Jahr zu Michaeli zu erheben,
>> A. Brsl. Brieg III. Ig k, 20.
6 Ebenda 149.
2) Ebenda 7g».
Ebenda 118.
1 Ztschr,f. schief. Gesch. ö.tS.A.Brsl. Brieg III. 19 » 8t9 Ebenda Iii.
^ Sinmcrk.: Man beachte lt°/«>
7) Ebenda Schweidn. I. III. IS. o. 1Z.
9) Ebenda Brieg III. 19. ». 179 u. Depos. Nickisch-Roscncck.
Ebenda Schweidn. I. III. IS. a. 8.
Ebenda Büschiiigmp.
"> Ztschrf. f. schief. Esch. o. 71.
17) Stengel Cod. dipl. 8. 277.
Grünhg. Reg. I ISS.
"> Schirrmacher Liegn. Urkunde.
A. Brsl. Schweidn. I. III. 15. ». 7g.
aus, mit 166 Mk. ablösbar, also zu 16°/g. Das be-kundet sie zu Schweidnitz Sonntag Exurge 25. 2.1375 und fertigt Eantate 26. 5. 75 das Dokumentzu Schweidnitz ausH. Dieser Nitsche-Wenig-Walditz und seine vettern Hans und HeinrichHake-Thomaswalde b. Bunzlau beenden 17.9.1377ihre Fehden mit den Städten Bunzlau undLöwenberg durch einen vergleicht), vielleichtderselbe, aber als Nickel vom Schreiber in dieUrkunde eingetragen, hatte in Breslau vor HerzogLudwig 2. 5. 1374 eine Zinsstiftung für dasKollegiatstist Brieg bezeugt^). Für die Unter-scheidung zwischen Nitschke und Nickel spricht,daß nun auch hier ein 1376 als Bürger vonReichenbach genannter Zakob U. die Erscheinungeinleitet, daß überzählige Nachkommen Städterwerden, wie in Freistadt und Sagan usw.
Immer neue Nachkommen treten hervor:Herzog Heinrich von Glogau und Steinau urkundet13. 8. 1334, Leutolt von Lüben habe all sein Gutzu Bielwiese den Gebrüdern Veter, ikiclas,Ikenilcb (? Reinhart?), Andres und Vbilipp,die vnrue genannt, verkauft^). — 26. 12. 1384ist (dieser oder der obige?) Peter Zeuge inGlogau bei Stiftungen für die Dompfarrei^).In Schweidnitz verkauft Bernhard Zedlitz 1386(leider ohne Angabe des Tages) den BrüdernMul und Dimnos U. 5 Mark jährlichen Zinsauf Seichau im Weichbild Jauer°).
Daß zwei verschiedene Peter nebeneinanderlebten, geht daraus hervor, daß Herzogin Agnes
17. 11. 1389 zu Schweidnitz dem Damios allesverleiht, was ihm Rechtens aus seines BrudersPeter Besitz zu Seichau zufallen werde?). Unterden 5 Bielwieser Brüdern war neben Peter keinHannos. Außerdem zeigt sich hier, daß Hannosschon bejahrt und Peter ohne Söhne ist. DerSchweidnitzer Jakob ist aber nicht nur Stadt-bürger, sondern auch Besitzer von Scifersdorfim Reichenbach'schen, denn darauf verkaust er
18. 11. 1396 dem Heinrich Gruna 4 Mk. 13 Gr.jährlichen Zins8). Der obige Nickel half HerzogHeinrich von Lüben mit Bürgschaft aus, vor demLiegnitzer Rat läßt ..Franze der Jude" die Urkundedarüber aufnehmen, daß Nickel für die demHerzog geliehenen 66 Mark Bürge ist'ch.Ebenda bekunden 14. 2. 1393 „Nössit, Judinne,Merkit, Jndenweib und Nochmann, ihr Sohn",daß Gregor Wende sich seines Teiles derBürgschaft, die er mit Peter vnru, Wolfczanvon Falkinhain u. a. m. für Hzg. Heinrich vonLüben eingegangen, abgefunden habe^). 13. 8.94 ist Deinricb in Schweidnitz Zeuge, wieNickel von der Peitau sein Vorwerk Nieder-Peitau dem Reichenbacher Augustinerkloster ver-kauft^). Darf der obige Name Renisch —
1) A. Brsl. Schweidn. Z. III 15 ° 10t 10g.
7> Stadlarch. Löwcnbg Orig. Urk.
3) Meitzen Ooä. äipl. 8 357.
4) A. Brsl. v. 390 a 246.
6) Bresl. Dom-Archiv. Urk. d- Glog. Dompf.
Bresl.-Schweidn. I. III 15 ä 51.
7 Ebenda 104.
8) Ebenda i>5.
v) Liegn- Stadtarch. Stadtbuch I 32.
4») Ebenda 39.
") A. Brsl. Schweidn. I. III. 15 o.