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Die Schleichen Unruhs.
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Der Sohn Gtto SlgNtUNd war 17. 11. 1693geboren, 1712 wird er als Schüler der Ritter-akademie Liegnitz erwähnt. 7. >2. 14 fordert erBeiehnungH und muß sie auch erhalten haben,denn bald beginnt, ähnlich wie bei seinem VetterErdmann Fridrich eine schier endlose Reihevon Schuldeintragungen. Anderes ist kaum vonihm zu hören. 23. 5. 13 beginnt die Reihe mit1969 Thlr. vom Amtsexpeditor Frisch- Nureinmal ist er Verleiher, indem er bei EonradTroschke auf Schwarnitz 3699 Thlr. — wahr-scheinlich Schwestervermögcn — 29. 8. 1713eintragen läßt"). 31. 3. 19 wird er nochmalsmit Lawalde und Drentkau belehnt. Inzwischenhat er schon wieder 1999 Thlr. vom heil. Kreuz-kloster Glogau entliehen, 1499 Thlr. von AdvokatErtel, 799 Thlr. von Paul Niche, 499 Thlr.von Elise plesswig. 29. 7. 19 gibt er AndreasBürger in Grünberg einen Schuldschein über174 Thlr. für entnommene lvaren, die er nichtbezahlen kann, 3. 3. 29 leiht er vom „JudenDavid Salonion" 799 Thlr., 23. 9. 29 vom„Judenältesten David Salomon in Großglogau"3885 Thlr., 4. 3. 24 vom „Juden SamuelJosef Singer" 1199 Thlr. Nun bricht es zu-sammen, 29. 7. 24 Gläubigerversammlung.12. 7. 25 bittet er demütig, ihm Lawalde nichtzu versteigern, man gibt ihm Frist, er weiß dieSache hinzuziehen. Bei llrsul. Elise Stosch geb.Seefeld ist er 3. 12. 25 in Döiingau (Döhringau-Dyherrngau) Tcstamentszeuge, erbt aber nichts.1. 7. 26 greift sein Schwager „Arnold aufLässichen" ein, das Gberamt Breslau beschäftigtsich schon mit der Sache^). 16. 8. 26 verpachtendie Gläubiger Lawalde und Drentkau anSchwager Arnold. Zu den Gläubigern istinzwischen noch Katharine Friderike U.geb. Glaubitz, eine Großenbohrauerin, gekommen.Endlich aus Malchwitz 19. 5. 28 bevollmächtigter seinen Schwager Knobelsdorf, ihn beim ver-kauf von Lawalde und Drentkau, zu dem er denandern Schwager Arnold ermächtigt hat, zuvertreten, damit ihm Lehnrechte vorbehaltenwerden. Diese nie versagende Hoffnungssuchtbei leichtsinnigstem Schnldcnmachcn ist bezeichnendfür Gtto Sigmund.
Lawalde und Drentkau erscheinen 13. 7. 1729im Besitz von Johann Sigmund Rotenburg.Das weit über 499 Jahr im Besitz der Familiebefindliche Stammgut ist endgültig vertan.
Berücksichtigt man nun, daß Gtto SigmundsSchwager Schlichting bei Bredow-Kavalleriestand, so kann man auch zu dem Schluß gelangen,daß der 1763 von den Kleisthusaren abgegangne,schon auf Külpenau erwähnte GberstwachtmeisterGtto Sigmund der Lawalder ist und nurgleichzeitig mit dem „Major bei Münchow"Gtto Sigmund in Külpenau seine Zuflucht ge-funden hat. Ebenso kann man aber auch ihnin dem gehaltlosen Gbersthofmeister vermuten.
Lawalde ging 1762 auf einen in Besitz vonpoln. Kessel gekommenen Stosch auf Golzen bei
>> A. Brsl O. Sl. Lawalde.
2> Ebenda Glog. III. 21 a ISS,
2) Ebenda A. A. III. 16 n. 27.
Züllichan über, der dazu sein Golzen an einenRothenburg-Klcmzig und einen lvindel verkaufte.
Noch eines Lawalder U,s haben wir zu ge-denken, dessen Abstammung bisher unklar blieb.Als Gstern 1689 in Drentkau ein Rotenburggetauft wurde, waren Paten: Gbriltok äLaltntnrll.-Gllntersdorf, Gtto Gottlleb Gchelhermsdorfund Hans Fridrich- Lawalde. Wenn GttoGottlieb der auch Gtto Sigmund genannteGchelhermsdorfer sein sollte, so ist doch ChristofBaltasar entweder ein sich in Güntersdorfals Besuch aushaltender Neumärker U. oder,was wahrscheinlicher, ein aus Lawalde-Günters-dorf stammender Christof Baltasar, und derselbe,der 1695 als Leutnant bei der BrandenburgischenSchöning-Kavallerie in Ungarn mit gefachtenhaU) (vgl. Akschn. VII).
e. Der Gkogau-Zükencr Stamm.
Als Herzog Heinrich II., der sich Erbe desKönigreichs Polen, Herr von Glogau und Posennennt, den Glogauern neue Gerechtsame, u. a.zum Salzhandcl 1. 8. 1315 verlieh, war Dansvnru Zeuges, ebenso in Glogau 26. 11. 1318„des Herzogs Getreuer" und 22. 3. 1319 beiVerleihung von Sinsfreihciten an den FreistadterBürger Nico! Bresnitz u. s. w.3) Dann wiederin Glogau 26. 11. 1319, als die Stadtgerecht-same vom 16. 7. 1299 bestätigt werden^), 19. 4.1329 bei einer Stiftung für das großpolnischeKloster Paradies^) und 17. 7. 1324, als Schloß-vogt Thomas seinen Besitz in Brostau mit einemjährlichen Zins von 2 Malter Dreikorn (Buch-weizen) und 1/2 Mark für Nicol Fuhrmann belastet.
Der folgenden Generation scheint derAobannesanzugehören, der als erwählter Vertreter derRitterschaft von Glogau 25. 9. 1334 an demVerbund teilnahm, wonach sich die GloganerMannen (d. i. Ritter) verpflichten, die GlogauerBürger in ihrem Rechte, „wo es hanget undlanget", zu vertreten^). 1336 bezeugt er zuGlogau Conr. Gottbergs Landschenknng Swos-per an das Kloster PrimenM)
Der Herzogin Agnes huldigt 21. 9. 1357UllMNUS U. von Tophersdorf als LübenerRitter, dessen Schafscheerenwappen schon imAbschn. I besprochen isp). In Lüben ist er 3.3. 59 Zeuge, wie Elise Peterswaldt ihr GutNeytberg an Peter de Prato aufläßp), nocheinmal 1359 bei einem Zinskauf der BriegerKreuzherren^) und 1369 dreimal bei andernAnlässen. 24. 2. 69 verschreibt er sein GutSchwarza bei Lüben seiner Frau Mnrgkiretbezum Leibgedinge, falls sie Witwe wird, und setztihr Neter u. von Gläsersdorf neben Theodor
tz Gcl> Krtegs-Kanzl. Berlin.
") Grünhagen Regelten III. 3520.
-> Ebenda v. ssss.
Ebenda v. »Mg.
9 Ebenda V. 4050.
e) Sladtarch. Glogau libsr nigsr I. 47 u. MinsbergGesch. Glogau S47.
7> Grodarch. Posen.
°1 A. Brsl. Orig. Pergament.
9 Meitzen 0ock. äinlora. Brsl. 63.
r°) A. Brsl. Bricg. III. 1b n. 27.