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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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249-250
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Die öchlesischen Unruhs.

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m IItter Frau Aoblimie Sofie LbriNlane geb.v. K. wieder verehelichte Hofkammcrrat vonvolckwin.

von den 3 Brüdern aus der LawalderGlanzzeit bleibt uns nun der jüngste: IbansFrldrtcb zu betrachten, dem iu der freienBrüderteiluug zu Grünberg 29. 11. 1681 dasStammgut Lawalde zugefallen war nebst AnteilDrentkau. Zvir sahen ihn, den kaiserl. Kapitänbereits als Vormund der Kinder Baltasars.Auf dem Nachbargut Schweinitz war er 23. 11.1689 Zeuge der Eheberedung zwischen HansKöslitz und Urs. Nlarj. Freiin KittlitzH. Sonsthat er sich zu solchen zeitraubenden Geschäftenfür andre wohl selten verstanden, es finden sichkeine weiteren Spuren davon.

Noch ungeklärt ist das Verhältnis derLawalder Ausläufer nach Drentkau und Lieb-schütz. Dort saßen zweifellos einzelne LawalderU.s, häufig zugleich mit einzelnen U.s aus demNeumärkischen und aus dem Sagan-Grünberger,auch dem Sorau-Niedcrlausitzer Stamme, ohnedaß die spärlichen liickigen Nachrichten den Zu-sammenhang klar stellen, Häufig kommt aufDrentkau wie Liebschütz der Name SigmundU. vor, immer spielen Lehnrechte der Lawalderu. a. vettern hinein. 22. 2. 1695 soll im Streitzwischen Hans Frdr. Lawalde und Ehrn.Knobelsdorf um den von Sigmund hinicr-lasseuen Anteil Drentkau ein Schlicbcnheim demAmt berichten^). Knobelsdorf hat es anscheinenderworben, Hans Frdr. will das rückgängig undsein Vorrecht geltend machen. 2. 11. 96 sollSchliebenheim das untersuchen, 5. 3. 97 soll erdie von Hans Frdr. für Riickgewähr gebotnen199 Thlr. annehmen. Der Ausgang ist nichtbekannt.

Hans Frdr. errichtet 15. 19. 1697 seinTestament und hinterlegt es 19. 19. beim AmH).Er nennt sich darin:ans Lawalde Drentkauund Gr.-Bücke". Dies ist das Buckow beiZüllichau der Neumärker, wo später auch dieBirnbanmer U.s zeitweise auftreten. HansFrdr. scheint einen Teil davon in Pfandbesitzgehabt zu haben. Er setzt zu Erben ein: seineKinder Gtto Sigmund. Lltlnbctb, DvaIbclcne» Anna Lbarloltc. Leonore undZolz.-mne klldnrjaiine, sämtlich unmündig, daherzu Vormündern: seine Frau /Idnrjnime Falken-hai n - Eonradswalde, seinen Bruder (!) t t o-Vchelhermsdorf und seinen Schwager SigmundFalkenhain-Seichau und Rotkirch. 14. 4. 93werden diese Vormünder amtlich eingesetztHans Frdr. war also kurz vorher gestorbenund muten Lehn für ihre KliindclH. Aber<Z)tto war inzwischen auch gestorben und Sig-mund F. vielleicht auch. Statt ihrer werden alsVormünder Rudolf F.-Riemberg und Ernst NicolHock-Schüttlau verpflichtet. Dabei wird nun eistder 29. 11. 81ohne Notar" geschlossne Erb-

-) A. Brsl. Glog. III. IS II. I4S.9 Ebenda O. A. Drentkau.

H Ebenda Testamente ll.-) Ebenda Glon. «I. w n. SSS.9 Ebenda O. A. Lawalde.

vergleich vom 29. 11. 81 in Rechtskraft gesetztH.Die Drentkaner Einzelfiächcn werden zu eineniVorwerk vereinigt, bis dahin waren es Baner-güter, ein nur dürftiges Dasein bietend, aber inHans Frdrs. Augen wertvoll, denn er wußte,daß das Glück seiner Nachkommen an derheimatlichen Scholle bing. Darum sagt er letzt-willig, da er nur den einen Sohn habe, könnejeder Vaternach Rittersart" die Töchter leichtvom Lehn verdrängen, das solle jedenfalls ver-hütet werden. Aber der Sohn selbst beachtetedas nicht.

29.6.1792 leiht die Witwe 3999 Thlr. dem Ehrf.Gttib. Knobelsdorf-Hirschfeldau, Kunzeudorf undGörbigsdorf, wovon 1999 Thlr. 1711 abgezahltwurden, über den Rest nach ihrem Tode 1715dem Sohn Btto Sigmund eine neue Urkundeausgestellt wurde^j. 19. 3. 1796 will dieWitwe ihre Untertanen Ehrf. und David Lothebestrasen lassen, weil sie üble Nachrede überihren toten Herrn geführt Habens, von ihr istnur noch bekannt, daß sie eine gute Wirtin war.Zu ihrem Nachlaß gehören auch 8999 Thlr. aufRückersdorf eingetragene Forderungen^, sowie899 Thlr. die ihr Gatte für sie 8. 7. 93 beiAbrh. Rabenau auf Eossar Nmk. hatte eintragenlassen.

von den Töchtern heiratete Elisabeth um1796 den jungen G o tt lo b-Großenbobrau.

Lva Helene, geb. 22. 8. 1682, f 3. 3 1759wurde 15. 19.1799 Gattin Frdr. Adam Knobels-dorf'? auf pirnitz u. Liebenzig geb. 25. 4. 1689,f 8. 1. 1736. Er stammte aus Herwigsdorf.Mit ihrer Beisetzung wurde die Gruft in derneuen Gnadenkirche in Freistadt eingeweiht.

Anna Eharlotte erscheint noch 1724 alsunverh. Mitgläubigerin ihres Bruders, wobeisie ihr Geld schwerlich gereitet haben wird.Später wird sie in Nachrichten zweiter Hand alsGattin eines Arnold auf Lossen bei Grünbergerwähnt, vielleicht ist das aber Verwechslungmit Eleonore. Aber urkundlich ist sie 15. 7. 1729als Frau eines Glaubitz genannt.

Die im Testament Leonore genannte Tochterheiratete 1719 Earl Ludwig Frhr. Arnold aufLäsgen (auch Läschen und Löschen geschrieben)bei Sarau. Als er 8. 11 1716 ein neu erbautesSchloß" in L. bezog, dichtete Pfarrer KlartinLogau sie pomphaft au, ihn als weisen Salomo,sie als Abigall feiernd^).

Johanne Marjanne, die jüngste, heiratete13. 2. 1729 zu Golzen-Nmk. den preuß. Gberst-wachtmeisicr bei Bredow-Kavallerie, wolff Fried-Helm Schl ich tin g-Logau, der 12. 4. 1736 zuArneburg starb.

Der Form halber wurden die sämtlichenGeschwister 39. 9. 1791 auch für Güntersdorfmitbelehnt, ohne jemals Rechte daraus geltendmachen zu können.

-> Ebenda Glog. III. Ion. SI-I.

A. Brsl. Sagau III. 9. 8S.l!> Ebenda O. A. Lawalde.ll Arch. Lobkowitz-Raudnitz.»> Fürstenst. Slg. Möllern.