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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
247-248
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13000 Thlr.ft, für 18000 Thlr. ersteht er es.von dort aus beschwert er sich 22. 4. 17, daßNachbar Nassau seine räudigen Schafe ausRülpenauer Weide triebe. 10. 0. beantragt erAuflassung, die 22. 0. 1717 förmlich stattfindet,alsverreichnng". 1718 verzeichnet in angen-scheinlicherNamcnsverwcchslungdieConsignationaller Landsasscn Kr. Grimberg auf RülpenauHans Georg 11. lutheri ch" auf Vchlhdf.ebenso Grdm. Fridrich, der weiter borgt.Dabei muß er ein gewandter, kluger Herr gewesensein, denn häufig ist er Beistand in allerleiDiagen. So beantragt Chrf. Grdni. Nassau, ihnund Bens. Riessenstein Tzyris (hier schonZyrus")niit Schlichtung eines Streits mit Untertanen zubeauftragen. Der statte liebenswürdige Herrhatte nur keine Ahnung vom Geldwert. Am24. 5. 1730 starb er als kurs. sächs. und kgl.pol. Hauptmann im Grs. Friesen-Regt. zu Sarauund wurde dort 20. 5. beigesetzt. Seine Witwestarb 20. 0. 1755 auf Schloß und BurglehnLehnhaus zu Gchelhermsdorf und ihrerBeisetzungdort wurde einLeichenposm" gewidmetes. IhreRinder waren: Lrdmute Auliane, die 22. 11.1724 Andreas Wilhelm Ldlen v. Waldmann,Frhr. v. Grunfeld u. Guttenstädt heiratete^).Dann nur noch Tbriltok Gtto geb. 14. 2. 1717.Gr stand 13. 0. 37 in Guedlinburg als Sergeantder Comp. Bredow einmal Pate. Dann ver-lautet nur noch von ihm, daß er 11. 4. 40 denAdvokat Berger bevollmächtigt, statt seiner denHuldeid für das ererbte Lehn Gchelhermsdorfzu leisten, was dann auch 23. 5. 40 geschah.

Gbrlltot Georg hatte 13. 7. 1707 ZobanneMilabetb Schweinitz, geb. 11. 12. 1080 zuHausdorf, Tochter von Hans Thrf. Schw.-Haus-dorf u. Metschkau u. Urs. INarj. Nimptsch,geheiratet, von 4 Töchtern lilrlula Mariannegetft. 7. 5. 1708, Zodanne Margarethe gctft.8. 0. 1700, Dorotbee Sulanne getft. 20. 4.1712 u. Delene Gbarlotte starb diese jüngstesehr früh als Rind. Da den Vater das Unglücktraf, gehirnlcidend zu werden, beantragt HansF ridri ch-Güutcrsdorf als Kurator 17. l. 34die Zulassung der 3 mündigen Fräulein zurHuldigung und Belehnung mit Rülpenau, wozusie 8. 2. 37 Ioh. Joachim Rosa bevollmächtigen.Ueber ihre weiteren Geschicke ist bisher nichtsermittelt.

Auch 2 Söhne waren geboren: Dans Gbriltotgeb. zu Freistadt 4. 2. 1713, den der Gnkcl undVormund Hans Fridrich 2. 0. 30 zur Be-lehnung anmeldet. Gr heiratete dann TheodoretSrnttine Braun, die als Witweohne Söhne"1758 auf Rülpenau zurückblieb und dort noch1777 in den Vas.-Tabellen stchv). Der jüngere,20. 2. 1717 in Freistadt getaufte Gtto Sigmundwurde Soldat. Als Major im Regt. Münchow1. 10. 1700 bei der Verteidigung von Schweidnitzschwer verwundet nahm er den Abschied, nach-

N Ebenda Knlpcnau.

Stadtbibl. Breslau.Ö A. Sahr.

N Kirchbuch Quedlinburg.0 A. BrLI. Va«. r. III. Mb.

dem er, wie es scheint, noch versucht hatte, obseine Verwundung ihm vielleicht noch denRavalleriedienst ermögliche. Denn während inVasallental ellen nur steht: Major bei Münchowgewesen, sagen die MilitärpensionslistenH: 1703Gtto Sigmund 11., als Gberstwachtmstr. vonden Rleist-Kusaren nach Rülpenau abgegangen,-f 15. 7. 1777. Gr hatte nach Dans Thristofsfrühem Tod Rülpenau für 14400 Thlr. und4000 Thlr. Abstand an die 3 Schwestern über-nommcn-ft und blieb unverheiratet. Der krankeVater lebte 74 Jahr alt noch 1752, scheint aberwie Hans Fridrich 1755 gestorben zu sein.

Der 3. Bruder von Grdm. Frdr. u. Thrf.Georg, meist nur Gtto genannt, aber auchGtto Sigmunds 7. 0. 1080 getauft, der beider Grbteilung 1704 mit Geld abgefunden und1710 zur Huldigung zugelassen wurde, ist der,den wir dem älteren Wendstadter HeinrichChristian 4. 0. 1712 Heidersdorf und Guhlauabkaufen, aber schon 1715 wieder verkaufensehen. Zum Rauf hatte er sich von Ant. Hart-mann-Stroppen 1000 Thlr. geliehen, die er ihm15. 0. 1713 mit Ginwilligung HeinrichChristians eintragen ließ^). 7. 4. 14 ließer sich einen Grundbuchauszug geben, 30. 0. 14für Adam Schreibersdorf noch 1000 Thlr. ein-tragenH und 21. 8. 1710 quittiert er bereitsHeinr. Gottfr. Röbel das Raufgeld für denBesitz"). Wohin er sich nun gewendet, ist unklar.Sehr gewandt zeichnete er als Student in Breslau20. 0. 1708 in Max Conrads Stammbuchs) eineWidmung und ein schön getuschtes, aber falschgezeichnetes Wappen der Familie U. ein. Mankann auf ihn die Briefe beziehen, in denenGtto Sigmund" 11. 30. 12. 1752 und zweimalim Novbr. 1753 aus Freistadt in Schlesienfranzösisch an Markgraf Rarl und an dasBerliner Rabinet um Rat und Beistand schreibt?).Gr sei durch Patent aus Wilhelmsthal 23. 0.1735 von Herzog Heinrich Wilhelm von Sachsen-Gisenach zum Gbersthofmeister der Herzogin-Mutter Maria Christine Felicitas Gnaden an-genommen, wobei ihmzu einigem Douceur"eine Iahrespension von 200 Thlr. zugesagt, aberniemals gezahlt wurde. Dringend fragt er ausBerlin selbst 8. 4. 1754, wie er wohl zu seinem

Rechte kommen könne. Gb er etwa

dort im thüringischen Frankenlande verheiratetund es seine Tochter war, von der ein seltsamerEintrag des Bayreuther Rirchbuchs 1770 Runde

gibt?!? Dieser sagt: Der Sohn der un-

verehel. Appollonia Marg. Wilh. Johanne, un-ehelichen Tochter des kaiserl. Werbers GottlicbSpantius zu Thurnau wurde getauft: JohannChristian Franz Ludwig Matthäus, wobeiPathen waren: Der Leutn. im Prß. Rür. Regt.Prinz Ldwg. v. wrtbg.Franz LudwigMatthäus" von Wittgenstein u. dessen

p Geh. Kricgs-Kzl. Berlin.

-> A. Best. Glog. III. IS s. Sil. Hnp. Buch.

?l. Brsl. Wohl. III. 17 d. 1<i2.

>> Ebenda 1S6.

0 Ebenda is s. Iis.

Stadtbibl. Breslau.

') A. Berlin IS L. n. 211.

Die Schlesischen Unruhs.