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Die Achlesischen Nnruhs.
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Gtto hatte nur Nieder-Gchelhermsdorf geerbtund war damit 12, 1. 1677 belehnt. Nach Ab-sindung der Schwestern gehörte ihm auch dasMittelgut und durch seine Heirat mit AnnaMarjanne Kockwitz (auch Margarethe genannt)mag er die Mittel zum Erwerb des Gberguteserlangt haben. Gder sie brachte es ihm anserster Ehe mit einem Gersdorf zu, denn Vttohatte auch einen Stiefsohn Georg LhrenreichGersdorfH, der aus Gchelhermsdorf abgestattetwird. —
26. 1. 84 war Btto kriegischer Vormund derSusanne Gräsin Hohberg, Gattin des JohannGeorg Kittlitz^z, Z. 7, 84 zeigt er sich alsVormund der Drentkauer Knobelsdorfs^).Mehrfach ist er Urkundzeuge, so auch 36. 6. 89beim Ehevertrag der Barbara Elise Kreckwitz-Iuppendors mit Hans Rotenburg-KülpenauH,11. 16. 91 bei der Lessel'schen Erbteilung zuplothoro^). In Gchelhermsdorf wohnte auchGttos Schwiegermutter Sabine Kockwitz geb. Dyhr,die 16. 12. 91 sich von der Kottwitz-BrunzelwalderVormundschaft für abgefunden erklärt^). von1693 ab kommt er nur noch in seinem 14. 4. 93eröffneten Testament vom 9. 12. 97 vor. Erwar 16. 12. 97 gestorben. Anna MargaretheKockwitz, Witwe U.-Gchelhermsdorf als Mutter,Gtto Fridrich Sckopp-Bttendorf und GeorgGotthard Dyherr-Bber-Herzogswalde werden Vor-münder?). Die Söhne sind iBrdmaiin, GbriltokGeorg und Gtto. die Töchter iSleonore,Sabine, klkargaretbe und Tberete sollen je3666 Thlr. erhalten. Für alle mutet dieVormundschaft 16. 16. 98 Lehn.
Der im Testament Lrdmann genannteälteste Sohn Lrdmann Frldricb war schonJuni 95 zum Rektor Ehristian Weise aufsZittauer Gymnasium geschickt, wo er 4. 16. 95eine schöne lateinische Rede hielt. Dann meldeteer sich zum Eintritt ins sächsische Heer undschreibt, frei von servilen Phrasen aus Roßwein9. 8. 99 an den Kurfürsten in Dresden, er habesich resolviret, den Vorschlag anzunehmen undwolle ihm fortan treue Dienste leisten. So wurdeer Kornet und brachte es schließlich 2. 2. 1736zum Kapitän. Nebenher wurde er 4. 7. 62 zurVereinfachung der Vormundschaft Pächter vonGchelhermsdorf, denn auch Christof Georgwar auswärts im Kriegsdienst, so daß Erbteilungausgeschoben blieb. Die Mutter nahm 14. 6. 1761auf'das Gut 1000 Thlr. auf«), für ErdmannFridrich selbst wurden 23. 3. 63. 14666 Thlr.eingetragen, sein Erbanteil^). Er hatte zu Iauer1. 2. 62 Z5va Zuliane, Tochter des fReibuitz-Gerlachsdorf geheiratet und wurde 7. 7. 04 mitSchloß und Niedervorwerk Gchelhermsdorfbelehnt.
p A. Bresl. Testamente U.-i Ebenda Glog. m 21 d gl.Ebenda O- A. Drentkau.Ebenda Knlpenau.6) Ebenda Glog. III Ion 382.Ebenda iio.
Ebenda sis.
6 Ebenda sin res.a) Ebenda ISS.
Christof Georg war 1.4.64 zu Haus undließ sich bescheinigen, er sei schon vor seinerMündigkeit in ausländische Kriegsdienste getreten,dann niemals zu Hans gewesen, von keinerHeimrufung benachrichtigt. Doch schritt man17. 4. rasch zur brüderlichen Teilung, wobei erMittel-Vchelhermsdorf übernahm, Btto mitGeld abgefunden wurde, denn Gber-Gchelherms-dorf ward durch die Erziehungskosten, väterlicheSchulden und Schwestcrnabfindungen fast ganzverbraucht^). Die Mutter beanspruchte und bekamauch 14006 Thlr. Eilig reiste Christof Georg26. 4. zu seiner Truppe zurück, Vollmacht zurück-lassend, während Fridrich Skopp Vertreter derMutter wurde. So ward 7. 7. 04 auch ChristofGeorg belehnt und für Btto Lehnsvorbehaltauf Fridrich Helwigs Garten eingetragen. Gttowar 5. 6. 1689 geboren und huldigte 3. 7. 1710.Für ihn ließ Lrdmann Fri brich 5600 Thlr.,Christof Georg 2066 Thlr.^s, jeder dann nochbedenklich viele sonstige Posten eintragen. Alsder Vormund Skopp starb, trat Carl SigmundStößel 11. 2. 06 an seine Stelle. Streit mit demPfarrer legten die Brüder 36. 1. 69 bei. 12. 9.69zum erstenmal, dann öfter verpfändete ChristofGeorg sein Mittelgut der Isaak Rotschild'schenKreditmasse, während Lrdmann Fridrich seineDarlehne vornehmlich beim Glogauer Domkapitelentnahm. Dazwischen mußte Rudolf Gersdorfaushelfen. Es kam zu ansehnlicher Belastungder Güter allerlei Geldgebern gegenüber.
Erdmann Fridrich vom Amt zun« Vormundder Zöcklauer U.'s ausersehen, lehnte 15. 7. 1710dringend ab, er sei mit denen nicht imgeringsten verwandt^).
Schon 26. 6. 1713 mußten die Brüder, umnur 300 Thlr. noch zu leihen, dem PfarrerMartin Schmidt ihren beiderseitigen ganzenBesitz verpfänden^). Das nächste Mal mußteFrau Eva Juliane schon als Mitschnldnerineintreten. Da half ihnen auch ein kleiner Erb-anteil an Kasel nicht viel. Das Gut selbst erbteBali. Frdr. Grünberg, die Vollmacht zur Auf-lassung vollzogen 36. 6. 13 — dabei erfahrenwir die vollen Namen — außer den 3 BrüdernU. Barbara Sabine Stößel geb. U.,Anna Nleonore Lossow geb. u., HeleneTbcrele u. und Gg. Hur. Gersdorf. Die jüngsteSchwester war also noch unverheiratet, nurMargarethe fehlt hierbei.
Immer häufiger drängen sich die Schuld-eintragungen, beide Brüder scheinen als Gffiziereunendlich viel zu verbrauchen. 4. 4. 1715 ver-kauft schließlich Lh rf. Georg seinen ererbtenBesitz an David Schwemmler für 40066 Thlr.schles. und 166 Dukaten Schlüsscgeld, reicht 14. 6.den Kaufvertrag zur Genehmigung ein undsendet 19. 6. den Autrag nach, ihm Lehn aufGeorg Hoffmanus Garten vorzubehalten. Er dm.Frdr. borgt fleißig weiter. Chrf. Georgbietet 1. 1. 1717 sab basta für Külpenau
>> Ebenda O. A. Hcrmsdorf.
2) Ebenda Glog. III 2ib 171.
3) Ebenda O A. Zöcklau.
4) Ebenda Hermsdorf.
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