Die Schleichen Unruhs.
uninündigen Bruder Hans Fridrich, verkauftaber Fürstenau schon 6 Tage spater an SigmundWilh. SchlichtingH, und bevollmächtigt 24. 1. 02Advokat Niche zur Auslassung. 13. 5. 02 kaufter von Hans Frdr. Falkenhain für 27000 Thlr.Polach (Ar. Lüben) unweit Raubten^). 7. 6. 03verpachtet er sein Schloin, wo die Mutter nuuschon gestorben scheint, an Hel. Aath. Aalkreuthgeb. Aottwitz"), verkaust es 11. 3. 05 für18000 Thlr. an Balt. Tob. Anobelsdorf. Am„zur Erkaufung eines andern Guts im Fürsten-tum Glogau sich fähig zu erhalten/ behält ersich ein ideelles Anteilsviertel vor, womit ernoch 4. 7. 08 belehnt erscheint. Oktober 06quittiert er über das Aaufgeld.
Bereits 1702 heiratete er Illolina LlilabetbPannewih, Tochter des P. — Petcrwitz undHohenliebenthal und der Anna Sabine Schweinitz-Schmochwitz. Die in Polach 13 6. 1703 geboreneTochter Anna Mtlabetb ward Gattin einesLiedlau-Zissendorf und wird 1730 in Freistadteinmal als Pate erwähnt. Der 22. 5. 1711geborene Sohn Fridricb Milbelm wurde14. 3. 33 Tornet im sächs. Aürass.-Rgt. PrinzFridrich und starb dort bald darauf. AndreAinder sind bisher nicht ermittelt.
Balt. Sigmund, der Vater, war 10. 11.1703 in Brödelwitz Gg. Frdr. FalkenhainsTestamcntszeuget), ebenso 4. 3. 06 in Al. Aotzenaubei Aath. Stosch gb. Aottwitz auf Areidelwitz"),dann wieder 11. 3. 13 in Ober Tschirna beiSab. Elis. Grünberg gb. Stosch'''). 27. 6. 14bezeugt er Hur. Mlh. Pannewih den Aauf desGutes Töschwitz von Joach. Berg.?). 28. 7. 14ist er Testamentszeuge der !vw. Skopp gb. Nostitzauf Lessewitp). 27. 8. 23 übernimmt er dasAirchenvorsteheramt in Raubten"). 12. 10. 24ist er erbetener Aurator der Frau Marie Tleon.Schweinichen gb. Braun, die mit ihrem ManneHans Schw.-Gafron auf dies Gut Gelder auf-nimmt^"), ebenso 24. 10. bei Ausstellung einerVollmacht. Die Folgen solchen „überall dabei"-seins äußern sich. Zuerst 22. 6. 25 nehmen erund seine Frau 500 Thlr. auf Polach vomWohlauer Ratmann Joh. Albr. GäbleiM), 24. 6.28 von Rosine Mowroski-Stroppen 2000 Thlr.aup"). Zum Überfluß kauft er 28. 4. 29 nochdas verschuldete Stumberg^), „ruß aber gleich27. 6. 29 daraus 1200 Thlr. aufnehmen, 19. 7.noch 1000 Thlr., 17. 3. 32 fernere 500 Thlr.,darum verkauft er Polach 15. 7. 29 an Salt.Nie. NibelschütpH. Aus der U. Zöcklaner Subh.-Masse hat er auch Geld geliehen. Dieser wirt-
0 Ebenda O. A. fZürstcnau."! Ebenda Wohl. III. Ii! I. Z8. 40.9 Ebenda O. A. Schloin.9 A. Bröl Wohl. III. 18 o. los.9 Ebenda Glog. III. 15 o. 124.°) Ebenda Wohl. III. Ig «. igö.9 Ebenda IS I. tss.
9 Ebenda is o. 12g.
9 Ebenda is ck. 421.
>9 Ebenda 17 s. 50.
>0 Ebenda 71.
-9 Ebenda 271.
>9 Ebenda Glog. VIII I. n. x.Ebenda Wohl. III. is v. I.
schaftlich ohnehin kritischen Zeit war Balt. Sgmd.nicht mehr gewachsen. So verlor er auch Slum-berg und zog sich in das kleine „Bombay" ge-nannte Hausgrundstück vor Winzig zurück, woer 74 Jahr alt 9. 5. 1746 starb. 11. 2. 49folgte ihm 70 Jahr 28 Wochen alt RosinaElisabeth.
Die zuerst an einen kiedlau verh. AnnaElisabeth war 1730 Gattin des Joh. Leop.Rähder auf Räschen bei Guben geworden, woBalt. Sigmund mit dem neuen Schwiegersohn18. 7. 30 vom Glog. Bürgermeister Joh. Nepom.Ertel 1500 Thlr. aufnahmH. Das wiederholtesich bis 1739 noch mehrmals, dann ist alles still.
Für Ledeburs Angabe, Polach sei schon 1697in Ü.schen Besitz gewesen, hat sich bisher keineUnterlage gesunden.
Dans Frldricb, der bei Balt. SigmundsHuldigung 1701 noch unmündige Bruder, über-nahm Güntersdors, wo nur wenig von ihm zuhören ist. Wenigstens bewahrte er sich aberden Besitz bis an sein Ende. 13. 3. 13 berichtener und der Drentkauer Rotenburg über die ihnenaufgetragene Siegelung des Grünbergschen Nach-lasses in Drossehaide^). 21. 4. 17 bezeugt ereinen vergleich seines Bchelhermsdorfer Vettersmit David Schwemmler"). 23. 3. 33 wehrt ersich gegen einen Auftrag des Amts, in Poln.Aessel bei Stosch etwas auszurichten, für dieAusführung fordert er doch 28. 12. 34 seineGebühren^). 1. 6. 36 stellt er als Aurator desblödsinnig gewordenen Vetters Christof Georg-Aülpenau Sicherheit"). 15. 12. 36 ist er Zeugeeines Tausches von Gütern der Nachbarn").1742 lag er mit seinen lebhaft über Bedrückungklagenden Bauern in Separationsstreit, der erstdurch Rezeß voni 21. 8. 43 und Protokoll vom2. 6. 44 beigelegt wurde?). Noch mehrfach alsAurator für Aülpenau tätig, häufig neue Schuldenaufnehmend, heißt er 1750 in der Vasallentabelleschlichtweg! „Hans Fridrich- Güntersdorf66 Jahr alt." Das alte Grundbuch sagt dann:Hans Fridrich, so angeblich unverheiratet ist,hat das Gut lt. Brüderteilung vom 14. 4. 1701für 32000 Thlr. schief, angenommen. Dannfolgt/ Besitzer (Otto Sigmund Schkopp, der dasGut von den Hans Fridr. U.schcn Intestaterbenmit kgl. Genehmigung 4. 11. 1755 für 40000Thlr. gekauft. So ging das Haus Lalzer-Güntersdorf zu Ende und die letzte Scholle derLawalder A.s in andre Hände.
Der Bruder Christoph Fridrich wird nureinmal im Landsassenverzeichnis 1718 aufGüntersdorf erwähnt. Er und Gtto Ernstwerden in irgend welchem Kriegsdienst ihrLeben gelassen haben.
Das Haus Ochelhermsdorf umfaßte unterGtto Fridrich alle drei noch heute getrenntenGüter Ober-, Mittel- und Niederhermsdorf.
>> Ebenda Glog. III. 21 a. 127.
9 Ebenda O. A. Drossehde.
9 Ebenda Hermsdf.
9 Ebenda Poln. Kcffcl n. Kabran.
9 Ebenda Glog. III 21 ». 4s.
9 Ebenda O. A. Gaffron.
9 A. Berlin ». go I. u. so L. ss.