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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
217-218
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Die ^>chlesischen Unruhs.

sträng wegen neu angelegter Weinberge'). 1714wurde Hans Kaspars Anspruch auf Mahl-zwang abgewiesen?), 13, 5. 1715 nahm er Geldauf Gladisgorb aus?).

wir wenden uns nun zu den 3 ZöcklauerAdamssöhnen Christof Georg, Ernst undChristof Joachim zurück, von denen derletztgenannte zuerst heiratete, nämlich 28. 4. 1665Helene Seelstrang aus Gladisgorb. )Crnltnahm 1675 Illrlula Mtlabetb Braun, derenMutter Marz. Hedwig Kockwitz auf Döringauund Netschütz in ihrem Testament 19. 4. 1675(Beistände Joachim-Zöcklau und Kaspar-Großen-bohrau) „ihren künftigen Eidam Ernst' zumVormund ihres Sohnes bestimmte').

Qbriltok Georg heiratete 28. 11. 1674 desChrf. Seelstrang Witwe Margarethe DeleneSchweinitz?). SeineTochterAnna Margarethe,die als Gattin eines Schmolcke 24. 6. 1692das winningensche Gut Walwitz Ar. Sternbergfür 1679 Thlr. Darlehn aus 8 Jahr in Pfand-besitz nahm?) „anstatt der Zinsen zu genießen",scheint einer nicht bekannten ersten Ehe zu ent-stammen. Der Sohn 2. Ehe Georg tCrnltstudierte 1695 in Frankfurt a. G., scheint frühgestorben. Christos Georg entlieh 9. 6. 1681vom Freistadter Arzt Christof Becker 224 Thlr.,wofür er ihm die Zöcklauer Zyrusgrundwieseverpfändete?). Es scheint ihm sehr dürftiggegangen zu sein. Zusammen mit Chrs.Joachim hatte er 28. 8. 1676 ein ZöcklauerAckerstück an Röber-Tzyris verkaufen wollen,aber erst 3. 12, nachdem auch E rn st demHandel beigetreten?), gelang es. So wurde dievon Adam begonnene stückweise Aufzehrung vonZöcklau fortgesetzt. Im Brüdervergleich vom29. 16. 1670 hatte Christof Georg mitdem kleinen Anteil Zöcklau die Verpflichtungübernommen, dem in Kriegsdienst tretendenBruder Ernst 2000 Thlr. Abfindung mit 6 ?/gzu verzinsen, konnte es aber im öden Jammerder seit dem Kriege Halbwüsten Wirtschaft nicht.12. 7. und 28. 10. 1674 ließ Ernst den Bruderamtlich mahnen, vergebensl Daher droht 8. 7.1682 das Amt Sagan mit Schuldarrest, wenner nicht zahlt?). Wahrscheinlich auch vergebens.Die letzte Nachricht von ihm ist, daß er undseine Frau 2V. 3. 1699 ihr Zöcklau für 100 Thlr.an Anna Rosine Fritsch geb, Hauff verpfänden'?).Bald darauf muß er gestorben sein, denn derU.sche Anteil Zöcklau wird 15. 9. 1702 demhuldigenden Neffen Georg iSrnIt, Sohn vonChristof Joachim verliehen").

Drillt war 7. 10. 87 Testamentszeugebei Hans Rudolf Landscron-Lessendorf'?). Mit

1) A. Brsl. Sagan III 8 ck.

2) Ebenda Ii I ti7. ist.Ebenda g a. S7.

0 A Brsl. Testamente.0 Kirchb. Mednitz.°) A. Berlin R. t. Bd. 219.') A. Brsl. Glog. VII 1 x.°) Ebenda B. I. XII.°> Ebenda O. A. Zöcklau.1°) Ebenda Glog. III 21 d. Iis.II) Ebenda ib p.

Ebenda n 82,

seiner Frau trat er 28. 3. 99 der obigen Ver-pfändung von Zöklau für 100 Thlr. bei'). 15.7. 1700 verpfändete er seine Rechte auf Zöcklauan seinen Neffen (Chrf.) Rudolf für 1280 Thlr?)23. 3. 1701 war er Barbara H elene Nassowgeb. U. gerichtl. Beistand, als sie einem GlogauerKaufmann für 1600 Thlr. unbezahlte Waren-entnahme ihre Anrechte auf Kockwitz verpfändete?).13. 7. 02 entlieh er fernere 2000 Thlr. vonLhrf.Rudol f.') In Bielitz bezeugt er 2 7.65Joh. Fab. Braun den Kauf dieses Guts vonCarl Ferd. Seer. 14. 7. 06 gibt er für 350Thlr., die ihm Kasp. Bens. Riesenstein-Zyruslieh, Zöcklauer Ackerstücke an diesen?), obwohler schon 9. 4. 1700 sein ganzes Zöcklau anCh r f. Ru dolf und seine Frau iSvalClilabetbRiesenstein für 300 Thlr. verpachtet hatte,wovon 280 Thlr. an Georg Ernst auf Schuldabzuführen waren.?) Ernst und Frau behieltenalso nur die Heimstätte und 20 Thlr. jährlich! !Trotzdem ließen sie 1. 9. 06 noch 500 Thlr.für Riesenstein eintragen?), der den s. Zt. vonAdam an Stößel verkauften Anteil Zöcklau 28.2 1688 erworben und seinem SchwiegersohnChrf. Rudolf 10. 3. 89 übergeben hatte. InGlogau 27. 1. 07 wurden für Riesenstein noch500 sl. rhein. eingetragen.?) Diese Borg- undHungerwirtschaft endete auch nicht, als derSchwager Joh. Fab. Braun-DLringau an UrsulaElise Braun und ihren Ernst ihre Abfindungaus Döringau 2. 3. 08 regelte?), denn diese3000 Thlr. waren wohl schon vorher verbraucht.In Glogau quittierte sie 3 Wochen später gerichtlichüber völlige Abstattung.'?) In dieser Not gabes nur einen Rettungsanker, Heirat des SohnesAdam Zlegmund, denn die Tochter MarjanneHedwig fand natürlich keinen Mann.

Adam Sigmund war in kurbranden-burgische Dienste gegangen und dabei mit demVberst Tallendorf bekannt geworden, der mitAnna Marie iSltlabetb Stentsch 1 Tochterund 1 Sohn hatte. Er besaß das Gut Wottersenim Lauenburgischen, auch die Frau war ver-mögend. In Rügen erlag er einer schwerenVerwundung. Die Witwe wurde dann AdamSigmund'? Frau") etwa Ende 1707. Ernstund Frau fanden sich bereit, an sie als Schwieger-tochter zu verkaufen. Für 8000 Thlr. schles. baarerwarb sie „das Dominium an Ernst's AnteilZöcklau" 12. 2. 08 und ward 9. 7 damit belehnt.'?)Die streng katholische Frau mag wenig froheStunden in Zöcklau verlebt haben. Ihren SohnPhilipp Anton Tallendorf wollte der Stiefvaterprotestantisch erziehen lassen, wurde aber mit Recht

-> A. Brsl. Glog. Iii si d iso.2> Ebenda 157

Ebenda Sagan III. 2 g.<) Ebenda Glog. III 21 b Iii».°> Ebenda 15. o 72.

Ebenda n I XII.

7> Ebenda O. A. Zöcklau.-) Ebenda Glog. III 21 a 17g.2) Ebenda O. A. Döringau.io) Ebenda Glog. III. 1b o. 169.") A. BreSl. O. A. Zöcklau.ii> Ebenda Glog. Iii. is. o. 1S5.