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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
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219-220
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Die Schleichen Unruhs.

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amtlich angewiesen, davon abzustehen^), Dennochvermachte sie ihr Zöcklau 13,8, 1712 dem Mannes,dann starb sie bald, nachdem sie ihm noch zweiKinder geschenkt, deren Namen jedoch unerwähntbleiben, Ernst war ihr Vormund, Er unddie Vormünder der Tallendorf Kinder, der Neu-salzerAmtmann Franz Irico und Euseb, KalkreuthSiegersdorf setzten 20, 3. 13, AdamSigmundförmlich ins Eigentum^), worauf er belehntwurdet) Dies ist die letzte Nachricht von Ernst,der nur noch 9. 9. 19, als Testamentszeuge beiHans lvolf Braun-Jölling zusammen mit AdamSigmund und Gottlob Lrdmann nocheinmal aufgetreten war. — Die Tallendorf Vor-münder hatten darauf gedrungen, die Verpachtungan Thrf, Rudolf weitergehn, erst nach Ablaufder Pacht Adam Siegmund in Besitz treten zulassen. Aber Jrico starb. Kalkreut ließ sich durchAdvokat Ertel vertreten, Bürgermeister Keller-Freistadt trat auf Adam Sicgmunds Seite, sowurde der verfall unaufhaltsam. Acht Tagenach der Belehnung nabm er 3999 Thlr. aus°>,23, S, IS wieder 799 Thlr. 18, 7, 15 noch 269Thlr,, 8, 5. 19 von den Freistadter Karmeliternnoch 269 Thlr,, und vom Amtskonzipisten Hunger899 Tylr., endlich vom Heiligkreuz Nonnenkloster8, S, 21 noch 2099 Thlr/)

Inzwischen hatte er Warbara MllabetbTiesel-Rackwitz geheiratet und mit ihr vonSgmd, Nostitz 3999 Thlr. entliehen,?) Der

2, Ehe entsprossen noch 14. 7. 23 JulianeAmalie und 1725 kkdargar. Tbarl. Klilabetb,

Seiner ewigen Geldnot zu steuern, verkaufteer 12. 12, 25 die fernab bei Alt-Tschau liegendeMooswiese an Ehristof Erdmann Nassow/)1727 starb er und im Zusammenbruch kam seinZöcklau zum Zwangsverkauf, Dabei zeigte sich,daß auch der lvendstadter Hans Sigmund-Piscorsine geliehene Gelder zu fordern hatte/)sowie daß Frl. Anna Sabine und ihre schonf Schwester Anna Tbarlolte — wahrscheinlichdie Töchter der ersten Frau — zu den Gläubigerngehörten, Hans Sgmd. Leßwitz hatte das Gut

3, 6. 1728 erstanden. Anna Sabine, mittler-weile Gattin Franz Sgmd. Skronsky's ge-worden, erhielt 5, 9, 31 vom Gericht 189 Thlr,,19. 11. 33 noch 89 st. rhein, ausbezahlt. Denganzen Rest der Masse 54 Thlr, 14 Gr, 8 Pf.erhielt die jüngste Tochter Marz, Eharl.Elisabeth, der lvittwe Barb, Elisab,Tiesel in Rackwitz wurde Rechnung gelegt. —Unsägliches Elend leuchtet aus des KuratorsHans Braun Bericht über den s. Zt. vorgefundnenZustand des Gutes hervor. Den alten Riesen-stein hatte er dort, wohl als Zwangsverwalteraufsuchen wollen, ihn aber tot gefunden und

0 Stadtaltcn Freistadt,A, Brest, Testamente,Ebenda Personal, II.'> Ebenda Wog. III, lö. o 407.

Ebenda 21 a, l82 4,'> Ebenda VIII, l. x,'1 U, Brest, III, 21, a, ist,°> A, Brest, O, A, Zöcklau,tz Wrundakten Zöcklau,

„auf dem ganzen Gute nichts als das leereSterbelager."

Um so erfreulicheres bieten Entwicklung undVerlauf im letzten Zöcklauer Zweige desTbrtltok Zoacblm, dessen Frau Deiene Seel-strang schon oben als Käuferin der Niftel-gerade von Kaspar's IVittwe BarbaraSeelstrang 12, 5, 1667 erwähnt ist. Das jungepaar hatte 1669 Hans Fridrichs Anteil Gladis-gorb gepachtet, wo der älteste Sohn AdamAlbrecbl um 1664 geboren wurde. Späterwurde ein Teil von Vbergorb, dann von Großen-bohrau in Pacht genommen und dort eine TochterAnna Ädarjanne geboren, die unverheiratet8, 3. 1796 in Gladisgorb starb. 28, 11, 71 beider Taufe des 2, Sohnes Georg Srnlt heißtder Vater zwar Thrf, Joachim auf ZehelH (spr.Deckel!), womit aber wohl nur seine Herkunftangegeben wird,

Helene'? Vater Christian Albr. Seelstranghinterließ ihr einen Teilanspruch und Miterbrechtan Niedergorb. Das verkauft sie 39. 6. 73 anJoachim'? IVittwe Barbara Dyhr, derenSohn Joachim Abraham dabei Zeuge ist/)sür 699 Thlr,, die aber auf Niedergorb stehenblieben. Nur die ihr zugesallenen Möbel konntesie fortnehmen, ihre Hypothek ward erst 13. 4.83 eingetragen/) Als jedoch 4 Jahr späterZahlung gefordert wurde, zog JoachimAbraham die Sache hin und antwortete demmahnenden Amt 18, 4, 89, Thrf. Joachimmöge doch angeben, woher die Mittel genommenwerden möchtenH, Dies bezeichnet so recht diebeiden vettern, aber auch die Gründe, warumdes einen Nachwuchs die schweren Zeiten kräftigüberdauerte, der des andern verschwand, JoachimAbraham, auf glänzendes Dasein und äußereEhren bedacht, glaubt sich frivol über wirtschaft-liche Pflichten hinwegsetzen zu können, währendThrf. Joachim still und fleißig sein Heil inder Arbeit findet. 18. 12, 83 wurde er Mit-belehnter für „Kaspar Rudolfs Anteil"an Großenbohraip), ohne jedoch in Besitz zukommen. Der Name Kaspar R. scheint ver-schrieben, vielleicht Tarl Rudf. 18, 6, 92 tratener und seine Frau die ihnen auch an Vbergorbzugefallnen Anrechte an Joachim Abrahamal/), doch entweder nur pacht- oder zeitweise,oder die Zahlung blieb wieder aus. Daher dienun verwitwete Helene zu Zöcklau 19. 1, 99ihre Rechte an Vbergorb, da sie sich alt undschwach fühlt, ihrem „mittleren Sohne EhristofRudolf" abtritt?), von diesem ist schonerwähnt, daß er EvaLlisabeth RiesensteinZöcklau und Zyrus geheiratet hatte und dadurchNachbar von Ernst und Adam Sigmund war.Außer den nun schon genannten 4 Kindernhatten Ehristof Joachim und Helenenoch 5 Töchter.

') Kirchenb, Rcinswalde,

-> A, Brcsl, L. I, XII, Va-i».

»1 A, Brsl, Sagau, III. I II. 16Z.

«> Ebenda s a.

Ebenda O, A, Eiroßenbohrcm.

°> Ebenda B, I, XII.

') Ebenda Sagan III. ö I. S7.