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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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201-202
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Die Schleichen Ilnruhs.

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sich mit Raspar Glaubitz-Reihe sMühlengutbei Glogau) über das Ehegeld ihrer zusammen-gegebenen Rinder H, die leider nicht genanntwerden. 25. 2. 3» stellt Adam namens seinerFrau DelenL Anforderungen an „seinenSchwager" Wenzel-Liebschütz, ebenso für „denblöden Bruder" seiner Frau, wird aber ab-gewiesen^). — Daher also die Beziehungen zuDaniel, dem Bruder Wenzels.

25 2 30 nahm Hans Waldows Frau — hiernicht Lnetha, sondern Neueren da genannt

— ihren Bruder „wegen ihrer s- SchwesterUrsula kogau und ihres Bruders Joachim"in Anspruchs). Die Sache wird einer Rommissionüberwiesen. Zugleich wird bestimmt, Adamsoll ein Verzeichnis seiner Gläubiger vorlegenund sein Schwager Bans Waldow „aufHerwigsdorf" soll die 2000 Thlr. Raufgeldrestinzwischen herbeischaffen^). Adam und Joachimbestreiten 28. 5. 30 dem Vetter Heinrich-Niednitz das Besitzrecht der dortigen Wasser-mühleb). 21. 8. 30 ernennt das GerichtBeauftragte zur Schlichtung zwischen Ad am 6)und den Herwigsdorfer Gläubigern. 18. 9. 30holt Adam die versäumte Auslassung vonDrentkau an Daniels Rinder nach?). 23. 9. 30klagt der Rriegshauptmann Hans Raspar Schönauals Gatte der Anns Nkmrla Poppschütz,vordem Gattin eines U. —anscheinend des2. mit Namen unbekannten Sohnes vonPhilipp-Döringau — gegen Adam und Joachim wegendes Freihauses. Es wird ihr laut früheren Urteilszugesprochen, es steht ihr nach ihreni Lhevertragcvom 24. 10. 1619 zu, ihre Abmachungen mitAdam, Joachim und den Billendorfschen Erben

— das sind die des Philipp von Gorb — sindunwirksam, auch der si Albrecht durfte darüber,weil es Lehen ist, nicht verfügen^). Sie kannnur wenige Monat Gattin des unbenannten U.gewesen sein, denn schon 29. 4. 20 quittiert sieals Witwe U. dem Hans Braun - DeisslansDeichslau bei Steinau) und den Vormündernder noch unmündigen anderen Rinder des fMoritz Braun über völlige Abfindung^). DasVerwandtschaftsverhältnis wird noch rätselhafterdurch ihre Bezeichnung als Tochter einerUnwürdin geb. Glaubitz. Anscheinend war aberder ungenannte Philipp-Sohn von einer Braungeboren, denn Brauns sitzen fernerhin aufDöringau. 7. 11. 03 quittiert Adam namensZiZarbura u., Witwe von Baltasar Berg überihr von Sigmund Berg-Nikisch laut Leibgedingevon Pfingsten 1585 gezahlte Abfindung^).

von Adam ist nun nichts mehr bekannt.Sein mit ihm beim Leichenzuge Philipps vonGorb genannter Sohn Sigmund hatte in

>) A. Brsl. Glog. III 12 g 840.°) Ebenda ist 14.

Ebenda IS.

0 Ebenda 12 a sss.

Ebenda Sagau III 11 s.°) Ebenda Glog. III ig k 82.D Ebenda isi egg.

°) Ebenda Sagau III Ii s.°> Ebenda Wohlan III is v igs.

Breslau studiert und sich dort in Joh. Sprem-bergers Stammbuchs) mit schön bunter Wappen-zeichnung und der Devise: RRbilitus sola estuniag. virtus-Adel ist nichts weiter als Tugend,9. 4. 1617 »anno guo inASntss rsruniviaissitudiiiss" verewigt. Diese Zeit der großenUmwälzungen erfaßte ihn selbst rasch genug.Bezeichnend für damalige Auffassung des Rrieger-berufs, daß wir ihn als Sohn eines gut undganz protestantischen Hauses, sg andre,

in der kaiserlichen Truppe wiederfinden, vonihm rührt wahrscheinlich auch der Stammbuch-eintrag Her2), der für Jakob von Zinnenburgzu Wiesau bei Lger lautet: „^.ri üisu aornp1g.irö,rois ssrvir, ^uiriuis rriul kuirs sst rrronüssir. Zur Stetzt vnd Immer währendengedächtniß schreib dieß im quartier Wiese, MonatJulio 1628 Sigißmund von vnruh Equ. Siles."Dazu fügt er noch provencalisch: ^ i4vvs vionst Vsrtu! Er war also ein feingebildeter jungerMann voll guter Vorsätze, aber er machte Schuldenbei seinem Rittmeister vom kaiserlichen RegimentHebron, Wenzel Stwolinski von PauRdorf undDeutschen, dem Vater Adam 11. 8. 1629 für300 Thlr. bürgen mußte. Sigmund saß späterauf einem Anteil Liebschütz, dann Drenrkau undhatte eine Brause zur Frau. Denn als HansFriedrich Brause-Polzig 9. 9. 1654 starb, ist dieGrabrede^) auch ihm als Schwiegersohn gewidmet.13. 12. 1649 war Sigmund dort belehnt, aber8. 5. 1654 mußte er zeitweise fliehen, weil erseinen Reitknecht an der Gderfähre erstochenhatte, von seinen Nachkommen ist nichts bekannt.

Wir kommen zu ssdlzjlipp, dem vierten der5 Söhne des ersten Alb rechts. Er übernahmin der Brüderteilung 19. 2. 1603 Niedergorbund heiratete alsbald Salome Lest, Tochter desValentin L.-Wiesau, Schwester der an VetterHeinrich- Mednitz verheirateten Sofie.Philipp muß eine Heroorragende, ungemeingewinnende Persönlichkeit gewesen, überall hilfs-bereit, dabei ein echter Unruoch, sorglos undwenig an sich selbst denkend. Schon früh über-nahm er die führende Rolle unter den SaganerStänden, unbekümmert um die Feinde, die ersich machte und die ihm in der Mannesblüte eintragisches Ende bereiteten.

Salome, kinderlos, setzte schon 10. 7. 1606ihren Philipp zum Alleinbesitzer ihrer Habeein, sich nur Niftelgerade im Wert von 10 Thlr.vorbehaltend^). 3. 4. 1607 quittieren sie beideden Lestschen Erbverwaltern über 3500 Thlr.völlige Abstattung5). 2g. Ii. 1608 vermachtSalome, als ob sie ein frühes Ende geahnt,ihrem Manne auch alle ihre Rostbarkeiten^).

28. 9. 1606 war Philipps Bruder Joachimvom Freistadter Rrämer Hans Franke um38 Thlr. verklagt. Philipp übernimmt sofort

N Stadtarchiv Breslau.") MuseumSarchiv Prag.2) A. Mirstcnstein Slg Möllern.N Archiv d. Germ-Witts. Nürnberg.->) A. VrSl. Glog. III. IS k. ISS.°) Hzgl> Arch. Sagau.