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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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199-200
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Die Schleichen Unruhs.

200

das er 17. 6. 07 gegen Muschten von KasparWaldow eintauschte^).

Hans war mit Wrkula Haugwitzheiratet. Dem Hader mit den Knobelsdorfs zuentgehen, tauschte er 19. 11. 07 seine 7 Bauernin Herwigsdors mit den 6 aus, die BaltasarKnobelsdorf in Großenbohrau hatte^). 9. 10. 08ist er Vormund der Altgabeler Erben^). Schon13. 1. 10 quittiert seine Witwe Ursula völligeAbstattung aus ihres Vaters Kaspar H.-HartauNachlaß mit 1000 Thlr.H, Hans starb alsoLude 1009. Aus seine Nachkommeuschast gehenwir später ein. Der Vater Albrecht muß sehrhochbejahrt gestorben sein, denn seine Söhnewaren nun auch schon bejahrt.

Des jüngeren Alb recht Frau DeleneNostitz-Tschechau überläßt im BeistandSigmund Tests von Simsen ihren beiden SöhnenNlbrecbt Nbrabam und Dans Sbriltok, dasie keine Töchter hat, ihre Niftelgerade für50 Thlr., nur den Nießbrauch sich lebenslänglichvorbehaltend^). Erst 18. 10. 1614 wurden abernoch Iwillingssöhne: DelNNcb Gtto undlldbilipp lSrnlt geboren. Kaspar Stiller hieltseine Tausrede über den aussätzigen Nasmon soschön, daß er sie in Leipzig bei val Am EndeErben drucken ließ°). Dieser Heinrich Gttowurde 21. 7. 37 für Liebschütz mitbelehntH,kommt aber sonst nicht mehr vor, sowenig wieHans Christof, der früh gestorben sein muß.Philipp Ernst taucht einmal 1677 in Mednitzauf, doch nur als Pate erwähnt. Auch AlbrechtAbraham scheint dem 30jährigen Krieg zumGpfer gefallen.

Der Vater Albrecht war in Sprottau

18. 9. 1613 von Lorenz Böhm verklagt, bleibtwegen „Leibesschwachheit" aus, wird aber ver-urteilt, Böhm 200 Thlr. für erlittenen Schadenund Leibesschmerzen und 1100 Thlr. für seinGut zu zahlen^). Es handelt sich um einen Land-kauf in Langheinersdors, wobei also Albrechtseiner Heftigkeit zu sehr Laus gelassen. Auch

19. 12. 18 kann Albrccht, von seinem BruderAdam verklagt, in Glogau wegen Krankheitnicht erscheinen^). Hier heißt Adam „aufLuisdorf". Die Gläubiger des s- Albrecht„und seines Sohnes Adam" verkauften 20.3.1672deren hinterlassenen Anteil Herwigsdors anMüller von Müllenaut»), dann erwarb ihn26. 4. 78 Zoh. Tobias Freiherr Knobelsdorfs).

Da von 1619 ab Philipp im Besitz vonHerwigsdorf ist, läßt sich annehmen, daß Albrechtkurz vorher starb und Philipp es aus den, Nachlaßkaufte. Dann hatte es Schwager Waldow.

Adam sahen nur bereits aus Gchelhermsdorf.Dort erbietet er sich 22. 5. 1614 dem Amt zum

l> A. BrSl. 15 k 175.

2) Ebenda 200 203.

2> Ebenda 17 284.

9 Ebenda 15 >c 808.

Ebenda 225.

°> Stadtbibl. Breslau.

9 A Brest. Glog III 10 b.

Ebenda 13 s 433.

2) Ebenda 745.

n>) Ebenda 15 in 401.

u) Grundb. Mittel-Hcrwigsdorf.

Kauf der Gbcrgerichte samt dem freien Bierschankzu Gchelhdf.H. Die Gerichtsbarkeit zu über-nehmen, war er durch Studium auf der UniversitätFrankfurt 1593 vorbereitet^). 13. 7. 14 verkaufter sein Gchelhdf. an Christof Gersdors-Schwartza^),der ihm dagegen sein Anteil Drentkau 30. 7. 14überläßt. Aber das Bberamt verbietet 13. 8. 14die Auflassung, so lange Adam nicht „wegenseiner StcuerresteH und des am GchelhermsdorferSchäfer begangenen Mordes Richtigkeit gemacht."von Drentkau aus bittet Adam Februar 1615um Abrechnung des Restes an Gbergerichts-zinsen^). 20. 2. 18 vergleicht er sich mit HansLöben-Koppen wegen 500 Thlr. rückständiqenDarlehns. Aus Lülsdorf quittiert er ChristofGersdorf-Schweinitz — hier Görschendorf ge-schrieben^) — über das Kaufgeld 24. 5. 19. Erhatte nun also aus seines Bruders Hans-Großenbohrau Nachlaß Luisdorf erworben. Erverpachtet es aber seiner Gemeinde und läßt denVertrag 12. 2. 20 bestätigen H. Er hatte nämlichDrentkau an den neumärkischen Vetter Daniel-Liebschütz verkaust und dieser, seit 29. 9. 1614auch mit Guhla bei Krassen belehnt, hatte dies16. 10. 1619 „mit seinem Vetter Adamb imKeyserischen" — wie der Küstriner Lehnsschreiberschrieb — gegen dessen Besitz an „Leuterßdorff"(Leitersdorf) vertauscht^). Diesen Besitz kannAdani nur durch Heirat mit einer Märkerin,wahrscheinlich einer Löben, erlangt haben. Erheißt nun Adam „von Gurb (Herkunft) auf Guhlaund Lußdorf". Mit Luisdorf ward er 15. 3. 20belehnt^), nach Erledigung der WallensteinschenLandeshoheit nochmals 6. 4. 34.

In seines Bruders Philipp Leichenzug1. 2. 1621 werden wir Adam noch zu erwähnenhaben. 20. 2. 25 klagt er gegen „seinen SchwagerChristos Logau" um Anrechte^) auf Herwigsdorsals Lehnsvetter. — 17. 9. 25 hat Adam einenProzeß „mit dem Juden Benedict Israel"^).18. 12. 25 erlangt er gegen Christof Logau-Kahlaeinen Haftbefehl und Zwangsverwaltung desstreitigen Glltleins zu Hertwigswalde^j. (?)Kahla bei Liebenwerda war für Glogau sächsischesAusland, dadurch erklärt sich der Haftbefehl undLogaus Antrag, die Sache vor das Prager Appell-gericht zu bringen, da er zu dem Manngericht„schlechte Confidenz" hat^). 7. 6 29 klagtAdam gar um die halben von Philipps Frauhinterlassenen Niftelgerade, als zu seines BrudersErbmasse gehörig^).

11. 8. 29 muß er für seinen Sohn SigmundSchulden verbürgen^). 20. 9. 29 verständigt er

-i A. Brsl. O. A. Hcrmsdorf.

2) Friedlin. Univ -Matrik.

!>) A. Brsl. Glog. III 15 Ir 553—5.

Ebenda O. A. Hermsdorf.

Ebenda.

°) Ebenda Glog. III 151 82.

7> Ebenda 105.

S) A. Berlin R. 4 13 u. C. M. 15 480.

s> A. Brsl. Glog. III 15 I 189.

Ebenda 12 g 7.

"1 Ebenda 07.

Ebenda 95.

Ebenda iio.

"> Ebenda 808.

>5) Ebenda Sagan. Iii 14 a ioo.