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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
181-182
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Die Schlesischen Unruhs,

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Absage an Herzog Baltasar vom 13. 1t). 1467und Parteinahme für Hans' Erben vor. Dafürwurden sie, da Baltasar durchdrang, vertrieben.Hans führt wieder den Beinamen Sweychen,auch Sweiuichen, der auf seinen Sohn IkasparHünern überging. Davon später.

Zu Freistadt ist 21. 3. 1452 Molkram

Urkundzenge^).

Nickel und Mathis Gebr. auf Rückersdorfhatten noch 1453 den auf ihrem Besitz haftendenAltarzins abgelöst^).

Auf Reichenau nördlich Priebus, KreisSagan saß 1458 auch ein U.H

Der junge Rückersdorfer Kaspar, BruderMelchiors, war 1467, wahrscheinlich infolge derGreuel des Hzg. Baltasar mit der auf dessenSeite stehenden Geistlichkeit in Streit geraten.Der erzbischöfliche Vffizial zu Gnesen verkündetden Geistlichen von Breslau, Licgnitz, Glogau usw.Kaspar sei in den Bann getaut). Das wirdihm zwar nicht viel geschadet haben, aber estrieb ihn doch aus der Heimat nach Hünern,wo sich die ersten U^grabsteine durch den aus-drücklichen Zusatzvon Rückersdorf" kennzeichnen.

Lbrlltott vnrw bezeugt in Freistadt 16. 1.1468, daß Jeronpmus Breithar 4 Mk. Zins aufZöcklau und Iyris von Hans Prüfers erwarb.Dieser Glogauer Patrizier Breithaar war derSchwiegervater des Paul 11, der in Freistadt15. 4. 1476 gemeinsam mit dessen Witwe undmit seinen eigenen Schwestern, der an einenStislaw verheirateten Anna und der Gattindes Patriziers Lodwig, Hialbarina eine Altar-und patronatsvikarstelle stiftet, die sogleich samtEinkünften dem Melchior Lodwig, Neffen desPaul verliehen wird-').

Mlerner, wohl Sohn des obigen wernher-Walwitz bezeugt 1475 Hcinr. Waldows Gedinge-stiftung für seine Frau, also wahrscheinlichSchwester von Werner.

AAolkram und Andres, dievnrwen Gc-vettern, zu Herwigsdorf gesessen" bezeugen 29. 9.1479 in Freistadt die Verleihung von 6 Zins-stellen an Hans Kockwitz^).

1488 wird ein Anteil Rückersdorf noch voneinem Qlemens u. besessen^), anscheinend alt.Sohn des seit 1467 verschwundenen Mathis,dessen andrer Sohn Maltalar als Stiftsvogtdes Saganer Klosters 15. 7. 1566 einen Auf-wiegler Philipp Scholz einsperren ließ, worausein volksauflauf entstand^). Der nächste Rückcrs-dorfer ist DANS, der seiner schon 31. 8. 1569 insSprottauer Magdalerinnen - Kloster getretenenSchwester Margarethe 9. 2. 1511 auf seinRückersdorf 66 Mk. Silber verschreibt, was29. 3. 1512 eingetragen wirtM). Daneben war

>> Worbs, Gesch. Sagan.

-) A. Brsl. D. 167. Bl 82,

Ebenda, Urk, SS. Freist, Pfarre.6 SIg. Rat Hcinr. Sag.

Worbs. Arch. schl, Gesch. 17S.ff Brsl, Diöz, Arch, Glon. Dom.

Ztschr. f, Gesch. Schlcs.

8) Arch, Karolath»1 Hzgl, Arch, Sagan.

>°1 Stenzel. i, 4Z0.

A. Brsl. BnschingmP.

noch ein Mathias, wohl 3. Sohn des Mathis,auf Rückersdorf, seit 1496 Klostervogt von Sagan,der sich die Klerikalen zu Feinden gemacht hatteund auf dem Rechte bestand. Dabei spielt auchdie Messe Zands dsi Zenitrix eine Rolle.Sein Hauptgegner Kais. Amtshauptmann GeorgKönigsfelder ließ den alten Mathias im August1516, ahnungslos auf der Landstraße reitendüberfallen und hielt ihn unter vorwänden8 Wochen lang im Kloster eingesxerrtH.1519 ist wieder ein HZaltalar Klostervogt.19, 9 19 schließt er mit Georg Specht einen<Pacht)vertrag2). Der letzte Rückersdorfs» aufdem Stammsitz ist wieder ein Clemens^)- wirerfahren aber nur, daß der Sohn seines SchäfersSimon Petzoldt 16. 2. 1536, zum Abt desKlosters Sagan als Simon II eingesetzt wird.Nachzutragen bleibt jedoch, daß 1D8 ein Dansmit Rückersdorf, Mednitz und Gbergorb belehntwap). Die Herkunft ist nicht angegeben, manchesspricht aber sür die Annahme, daß er ein Nieder-lausitzer, also Nachschub war, nur mitbelehntmit Rückersdorf, während er selbst auf Mednitzseßhaft wurde, ohne daß von dort etwas zuhören ist. Eigentliche Nachrichten von Mednitzbeginnen erst 166 Jahre später. Es ist daherratsam, von hier an, wo Rückersdorf verschwindetund die sonstigen Nachrichten zusammenhängenderwerden, die einzelnen Äste besonders, jeden gleichbis zum Schluß vorzuführen. Zunächst denAusläufer von Rückersdorf, den

-Ast Hünern.

Der in den Bann getane Kaspar erscheintnoch einmal 11. 8, 1495 als Qalpar tünrbueS vvelnlcben genannt als Urkundzeuge bei ErnstTschammer in Gr.-Gsteip). Er scheint zusammenmit dem vertriebnen Hans sich in Hünern beiHerrnstadt angekauft zu haben. Auf diesen be-zichen wir 2 Schreiben des Herzogs von Briegvom 23, 16, und 13, 12. 1568, womit erHansvon Hundern"-) zur mündlichen Erledigung einesStreites vorfordertbei Verlust alles so du itzounter uns hast." Hans hatte also noch anderenBesitz unter anderen Herrn. Als sein Sohn er-scheint in Vels 13. 1. 1511 Ikalpar?) und istZeuge, wie Frdr. u. Sigmund Kanitz Grundstückein Dampfen kaufen, ebenso 16, 3, 11 bei Be-lehnung Heinrich Berchs von Nassidel mit Neu-dorp)," Kaspar war damals 23 Jahre alt,denn sein Grabstein in Hünern sagt, f 6.1.1544,56 I. a. Nach den Grabsteinwappen war seineMutter eine Warkotsch-Langheinersdorf. Noch1538 war er in Winzig Urkundzeuge^) und 3.

u, Stenzel 1. 443.ff Hausen. Arch Dresden,ff Stenzel 1. 4?g.

6 Hzgl. A. Sagan.ff A. Brsl. Mündel Urkd. 22.

°) A. Brsl. Person. 1l.ff Ebenda v. 390 a 254.

»> Ebenda Dep. Oels 671.ff Ebenda Lctgn, III 12 b 139.

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