13 Scharmützeln wider die Tartaren" siegreichgewesen und die Verfolgung „bis zum StädtelAlaska, 30 Meilen hinter Wilda", hatte von12000 Tartaren wenig davon kommen lassen.An 30000 Bakmat (Pferde) waren den Pohlenzugefallen, denn ein jeder Tartare braucht zumwenigsten 3 Pferde zum Ariege, Diesen Sieghat der König der Stadt Danzig bald kundgetan und dahin mit einem Schreiben gedachtenII. gesendet. Zu Ende lautet dies . , , und wasLuch der selbe unser Kümmerling Peter HervestU. dieser neuen Zeitung sagen wird, dem gebetGlauben, denn er hat persönlich in den Schar-mützeln mitgestritten. Datum Ivildo Freitagnach assuinpeionis Mä. 1506 (21. 8)
Ls ist wohl derselbe PcterH, der namensdes Polenkönigs Sigismund 9. 7,1511 in Königs-berg dem Grden und der Stadt eine Warnungvor der Wahl des Markgraf Albrecht vonAnspach-Bayreuth zum Grdenshochmeister über-bringt, ohne etwas auszurichten und derselbe,dein Markgraf Georg von Schwedt aus (Uberbergbei Wriezen vom 21, 3, 1526 einen Empfehlungs-brief an den nunmehrigen Preußenherzog Albrechtin Königsbergs) mitgibt, daß er ihm zur Be-friedigung seiner Ansprüche „an den KöniglichenHof zu pohland" verhelfe.
Li» Türkwitzer U, scheint der Hilarius,NaZ. artiura zu sein, der 1,0.1520 als Kapitularbei der Wahl des Bischofs Jakob von Salzasin Breslau mitwirkt.
Jener L r n st - Hermensdorf (Herinsdorf beiTroppau) hatte einen Sohn Dans, der 1545hinterließt): l. Andreas, der auf Bdersch beiKatscher (Reg.-Bez. Gppeln) mit den VorwerkenErnsthof und Freihuben noch 1553 vorkommt,
2. auf dem benachbarten Schlausewitz "Menzel,dein Ferdinand 6, 10. 1540 Kanonikat undPräbende am Dom zu (vlmütz verliehen hatte,
3. Aakob, der auf Ticffengrund bei Troppauseit 1544 genannt wird und von dem vielleichtder Martin abstammt, dem 13. 5, 1660 seinAdel in Ungarn bestätigt wurde"), endlich Ikiklas»der wohl das väterliche Hermsdorf überkam undzu Breslau 7.8.1541 sein Schulzenzut Kamniel-witz dem Domkapitel verkauft und über dasKaufgeld quittiert hatte'-).
Bachforschungen in Ungarn nach Martinsverbleib und Nachkommen sind bisher vergeblichgewesen, weder deutsch noch ungarisch„Oyngtalansag" benannte u.'s waren dort zufinden. Und doch sind nicht wenige U.'s nachUngarn übergesiedelt.
Zu Neiße 13.1.1677 als Sohn eines Georgund seiner Frau Katharina war ZobannGeorg U. geboren, der zuerst Kaplan an derDreifaltigkeitskirche in Winzig, dann Pfarrer in
') Joachim Polit. Albr. u. Brdbg. Lpz. I 17.
A. Königsberg,o) Ztschr. s. Gesch. PP. SI. 30Z.
6 A. Breslau. Person. U.
Adelsarchin Wien.
Bresl. Dtöz. Arch. Nrt. B. B. et d.
Raubten, später Kurator in Winzig und um1710 in Rothschloß bei Brieg wurdeH'
Auch in Polen sind die bisherigen Spurender in Oiepokojszickl übersetzten u.'s nochrecht undeutlich, viele mögen andre Namenangenommen und in altpolnische Stammwappcn-Gemeinschaften Adoption gefunden haben. DieSpuren der Niepokojszicki's, die als Fort-pflanzung der altschlesischen U.'s gelten dürften,spalten sich. Lin Teil hat seit mehreren Jahr-hunderten am Gstrande des heute russischenKönigsreichs Polen in der Gegend zwischenBrest Litewsk, Lublin, Zamosc, Lhelm undWlodawa gesessen. Hauptsitz sollSchloßSosnowicaGouv. Siedlce, etwa 200 Werst südöstlich vonWarschau gewesen sein, von wo mehrfache Ver-bindungen mit den (Grasen) Zamojski stattfanden.Der letzte dort lebende IK. war Kastellan (Schloß-Hauptmann), Sohn eines Starostcn und mit einerSosnowska verheiratet, um die vorherKosciusko als Leutnant vergeblich gefreit hatte.Als Letzte des Zweiges lebte auf SchloßSosnowica — nicht zu verwechseln mit dem S.an der sog Dreikaisergrenze — noch anfangs1905 ein 90jähriges Fräulein I». Sie schufreiche Kirch-, Pfarr- und Hospitalstiftungen undverkaufte ihren sonstigen Besitz, vorbehaltlichlebenslänglichen Nießbrauchs an einen Lubicnicki.
Der andre Teil der N. hat sich nach demeigentlichen Rußland hineingewandt. Der Letztedavon war der bei Moskau angesessene Gberstund Flügeladjutant des Zaren M. Artur-Arturovvicz, von dessen Wappen bereits dieRede war. Häufige Sendungen an den BerlinerHof machten ihn dort bekannt und beliebt.Seiner äußeren Erscheinung wie inneren Eigen-art nach war er ein echter U, der an derFamilienlegende hing. Aus seinen großen Be-sitzungen, 100 Werst nordöstlich Moskau, hatteer eine Dampfmühle, Brennerei, große Ziegeleienund großartige Pferdezucht eingerichtet. Er starb1899 kinderlos mitten in eifrigen Bemühungenum Erlangung des Grasentitels. Sein Haus inPetersburg war der Mittelpunkt eines glänzendenVerkehrs. Anscheinend gibt es nun keineNiepokojszicki's mehr.
s. Der Sagan--<ArünöergerStamm.
Nach Kranes Wappenbuch war ein Dans II.in Sprottau 20. 6. 1300 Urkundzeuge. Wäredies der überhaupt erste schlesische U., so könntedarauf die Ableitung aller weiteren schleichenU.'s fußen. Allein die Unsicherheit der Datie-rungen jener Zeit ist noch zu groß und die Angabe„20. 6. 1300" kommt nur bei Krane vor. Grün-Hagen Schles. Regest. V sagt z. B. bei einemUrkundsdatum: 1320. 26. Juni — „könnte auch1326 kal. Julii zu lesen sein" und bei 1324.17. Juli: „könnte auch 1320. 4. Juli sein."
Phil. Hanke, Chron. Winzig u. Sch lofzarch. Nachod
Die Schlesischen Unruhs.