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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
173-174
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Die Schlesischen Nnruhs.

schaltet man Kranes Angabe als nicht ganzzweifelsfrei aus, so kommt der erste 11. dieserGegend 21. 12. 1313 in Glogau vorH, wo DansZeuge ist, wie die Herzöge Heinrich und Joannesihrem Marschall Conrad Hako um treuer Dienstewillen gegen Zahlung von 79 Mk. seine Gütervilla Lampcrti (Lampersdorf) Gurtz (Zürtsch)Endnahm (Raüdchen?) und Shenhegsche (Schön-eiche) von Lasten und Diensten befreien usw.brat Lurä^) recht, daß Lawalde bei Griinberg dasStammhaus aller niedcrschlcfischen U.'s sei, sodürfte man alle 14 bis 1324 einen Hans 11.nennenden Urkunden auf diesen selben beziehen.Aber die 3 Söhne des Herzogs Heinrich desEisernen (133369) hießen alle drei wiederHeinrich. Weisen also sonstige Merkmale aufUnterscheidung, so darf man getrost annehmen,daß mehrere Hans U. damals neben einanderlebten. Wir unterscheiden deshalb diesen Hanssowohl von dem 1319 in Brieg, als dem 1313in Glogau genannten.

Zu Grünberg 12. 8. 1317 ist Hans 11.,")rnilss des Herzogs, Zeuge 0er Schenkung desKaplan Wolfger an das Iisterzienserklostcr Neu-zclle, Diöz. Meißen. Da eine Monographie derLawalder Kirche Dans U. 1315 als ihren Stifternennt, beziehen wir die Angaben von 1313/15/17auf diesen als ersten Lawalder U. Ebenso dieUrkunden vom 3. u. 9.6. 1319, wonach Hans^)in Sprottau bezeugt, wie die Ww. Goldner demHospital dort Land schenkt und Zinsfreiheiterhält, und vom 26. 6. 1329:5) Hans ist inFreistadt Zeuge, als Gtto Nostiz das Gut Kotyn(Kothau) kauft. Damit verschwindet dieser Hans,um einem Henrich genannt Anruge zuweichen. Dieser ist 4. 3. 1326 zu vrienstadt(Freistadt) Zeuge der Verleihung des dortigenDittersbachs) es gibt deren 6 in Schlesienan Joh. Kelbich. 23. 4. 1326 Heinrich devnruge, des Herzogs Getreuer, Zeuge in SaganF)als dieser seinen Saganer Bürgern Eckersdorffrei von allen Lasten und Hebungen, sxasxtozurs eollatlonis nostro, dazu die Bober-fischerei 1 Meile aus- und abwärts, Bau- undBrennholz im hzgl. Forst st rudstunr gniKaz?v2 est ckietns, Ubers, serner 59 Hufenund die Hälfte des hzgl. Zinses, gni vuIZaritsrdieDurchvaert" sst ckivtusschenkt.29 7.1326ist er wieder in Glogau") alsHenrich vnruge"Zeuge bei Bestätigung der Glogauer Zoll- undStapelfreiheit, 9.9.1326 in Sagau alsHeinrichgen. vnruge" Zeuge-') der Verleihung von Zins-freiheit für Grundstücke, die das Kloster vonKelbich kaufte. 1. 2. 1329 Heinrich gen. Unrue

Grnny. Schief. Regest. III. ZZS6.

2) Schles. Curios. 1040.

2) Grünbg. Schles. Regest. V. 3632a Nachtrag (s. a.Theuncr Urkd. Neuzelle 3. 20).

') Ebenda V. 3918.

") Ebenda V. 4050.

6. Ebenda V. 4515.

7) Ebenda V. 4525 (vgl. auch Jos). G. Ester Schriften.3. 697.)

8) Ebenda 4558.

Ebenda 4566.

ZeugeH in Sprottau bei der Patronatsvcrleihungan das Augustinerinnenkloster.

Nun tritt daneben ein anderer Heinrich alsllrkundzcuge") bei Herzog Heinrich IV. vonGlogau auf:

Jung Heinrich gen. vnru 31. 3. 1329 zuFreistadt.

Delnrlcb Dnru der Jüngling 23. 7. 1339zu Sprottau.

Heinrich vnru der Junge 28. 5. 1331zu Glogau.

Heinrich vnruh der Junge 1. 9. 1333zu Glogau.

Der unterscheidende Zusatz beweist, daß derältere Heinrich zur Zeit noch lebte, obwohl erin keiner Urkunde mehr vorkommt. Man gehtnicht fehl, Jung Heinrich als Sohn desHeinrich, diesen als Sohn des Lawalder Hansanzusehen und anzunehmen, daß der ältereHeinrich, während sein Vater Dans in Lawaldeblieb, sich zwischen Freistadt und Sagan iricderließ,also etwa in Großenbohrau, Herwigsdorf,Walwitz oder Küpper, denn alle diese Sitze spielenfortan ihre Rolle für die U.'s.

Daniel, der ein Bruder des älteren Heinrichsein mag, kommt aus Küppers angesessen alsAmtshauptmann und Zandenrichter von Glogau1337 und 1342 vor, gleichzeitig Jungheinrichauf dem Saganer Buschvorwerk (rnböturn Koz-e?icklstns) Heinrich vnru de RubetoH,Daneben tauchen dann noch ein Mcelas, 6 2.1344Zeuge in Glogau bei Bestätigung der Stadt-gerechtsame, und Deter vnrw gen. Swyn18. 4. 1342 in Sprottau ans. Saß dieser auf demnahen Schweinitz oder führte er einen Spott-namen? So scheint es, denn um dieselbe Zeitkommt ein Zedlitz gen. Asse5) vor und ein andererBeiname:mit dem krommen Halse."

Heinrich vom Buschvorwcrk wird nur nocheinmal 26. 6. 1352 zu Sagan als Besitzer einesAnteils von Neluba (?) genannt, wovon") er diehalbe Scholtisei und 4 Hufen dem GlogauerKanonikus Janke, Propst von Ägidien, zur Ältar-dotation übereignet. Zu Freistadt ist 27. 5. 1359Peter Zeuge und zugleich ein dritter Deinricban einer Verhandlung beteiligt, wobei erHein zolin vnrw gen. vingir (Finger)ans Lindau bei Neustädte! heißt.

Zweifellos liegt hier die schon vollendete ersteGabelung der Aste des Lawalder Stammes vor,die sich, etwas vorgreifend, etwa so darstellt, ohnevollständig und beweisend zu sein, zumal alleTöchter fehlen:

Ebenda VI. 4S0Z.

Ebenda VI. «SSI. 4SVS. S0I9. S2I7.3) Slg. Rat Heinrich, Sagan.i) A. Brsl. Augustiner Sagan.») Sinav. I. 1003.a) A. Brsl. Vnschingmp.