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Line Urkunde des Malteser GroßprioratsArchivs in Prag nennt Dans U. 12. 11. 1310in Brieg als Zeugen, wie Nichol de Russowedie Neißeinsel Fröbelin bei Löwen den: Grdenschenkt.
Dahingestellt bleibe, ob die im AbschnittBöhmische U.'s erwähnten, in den Matrikel-büchern des Archivs der Karl Ferdinand Univers.Prag entdeckten U.'s hierher zu rechnen sind:Velcr Tlnrozve, der Weihnachten 1371 unterHcinr. von Stade zum Baccalaureus promovierteund der 1379 immatrikulierte Joannes. Elftererkönnte der Altarist an Aegidi Breslau PeterU. sein, der 27. 9. 1380 zur Kollegiatkirche nachGttmachauH versetzt wurde. Es ist die Gegend,wo um 1420 einem Dauns U. und seinemWeibe das Gut Turckaw (Türkwitz) vom Bresl.Bischof als Pfand für ein Darlehn^) von 230Mark übergeben ward. Für fernere 100 Markließ Bischof Jodokus 23. 1. 1462 diese Familieim Besitz, den die Nachkommen noch genossen.
Zu Breslau verreicht 21. 10. 1388 MartinMoschau seiner Frau Agnes 10 Mk. Leibgedingeauf sein Gut Gorzyce, Ar. Ratibor. Dafür find(brüderl. ?) Pfleger der Frau Vetlr u. DannosVnru.^) Dabei heißen sie „die Tochtigen", d. h.von reiner edler Zucht, also ein Vorläufer des„Hochwohlgeboren".
Zu diesen altschlesischen U.'s scheint auch derVeter zu gehören, der ganz für sich allein mitseinen Mannen dem Deutschen Grden Fehde zum19. 7. 1414 vor Marienbnrg'tz ansagt, vielleichtauch der Veter, der Gstern 1429 an der Univers.Erfurt sich einschreiben ließ.5)
1442 führt das Neißer Lagerbuch °) die Äckervon ^kVartln u. aaekarilla U. an.
Zu Breslau fand 7. 1. 1430 eine „Verrichtungzwischen dem tochtigen Hans vnru zu Warten-berg im Lande gesessen" und dem Bresl. BürgerHans Krig, der an Hans U.'s Weib 2 st. Zinsschuldete, statt.
1433—66 im Bundeskriege diente dem DeutschenGrden'') ein Söldnerhauptmann Wicol U., derauch ein Altschlesier scheint.
10. 6. 1438 war Jacob U. in Neiße Zeugeseines Grundstückskaufs.
Bischof Rudolf von Breslau verkauft 2. 6.1472 an Dans U und seine Frau /Vargaretbefür 823 ung. st. das Gut Preichau nebst Gr.Bauschwitz (Ar. Falkenbg. G. S.) bis auf 4 anHeinz Haugwitz verkaufte Hufen. Herzog Eonradvon Gels urkundet 25. 1. 1486, daß Andres U.Gut und Dorf Gimmel von Ehrf. Tader gekaufthat und 10. 9. 1490 nennt eine Urkunde inGimmel Datbarlna als Andres Frau nebenWaltalar u., seinem Vetter, vielleicht saß diesernoch auf Turkau, denn erst 1373 ward dies
0 Beyer Denkw. d. kath. K. Schles. Brsl. 1868 11 800,-> A. Brsl. O. A. Wartnl»!.
-) A. Brsl. Bresl. III. IS b. 6Z.
<1 A. KgSbg. OrdenSarch.
Ztschr. f. Gesch. u. A. Schles. SS. S07.
°I A. Brsl. X iisd.
"> I Vogt D. Ritterorden. Kgsbg. ISIS.
A. Brsl. X 112°.
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zufolge bischöflicher Anrufung des Gbergerichtszurückgenommen.
Unter Herzog Eonrad nennt Sinapius 1486„Wlcol U. zur Gelsse", vielleicht derselbe, der17. 3. 1498 als „Wickel von VlirngH zu Tanne-wald gesesse, Heundeler" (Sachwalter) der Äbtissinvon Trebnitz ist.
Mit Drnlt U. stoßen wir auf einen an derTroppauerGrenze gesessnen geschlossneren Stamm.iSrnlt lieh dem deutschen Grden 600 ungarischeGoldgulden, worüber der Schuldschein^), ein zackigaus dem Buch des Grdens geschnittener Eerter-bricf sagt: Wir Bruder Hanns von TicffenBoemeistcr deutsches Grdens thun kund und be-kennen, .... daß Wir und unser Grden demEhrbar und vesten Ernst vnruhe von wegenauch des Ehrbaren Kaspar Schlichting Dienstsoldund Schaden, so unser Grden ihm pstichtig gcwestund an den genannten E. U. nach Inhalt seinerVollmachtbriefe kommen und übergeben ist,600 ung. G.gülden pstichtig und schuldig ge-blieben . . . Nun folgt die Zusage der Abzahlung,„nämlich auf Martini des Heiligen Bischofs Tagzukünftig über 3 Jahre, so nian schreiben wird1500, vierzehn Tage zuvor oder darnach . . . .30 ung. G.gülden an Gelde und Landeswährungzu geben und zu bezahlen, darauf alle Jahrjährlich auf denselben Tag und Termin 30 ung.G. . . . Deß zu mehcer Sicherheit haben wirunser Insiegel an diesen Briefs lassen drucken,der geben ist zu Königsberg . . im 1497 Jahream Mittwoch nach Ambrosü des heiligen Bischoffs."Anten steht ohne Tag und Unterschrift (Siegelabgeblättert): „Item hierauf hat mich SeineGnaden vorgenüget und gegeben in dato 100 ung.st. und 10 st." Der Rest scheint also gegen Rück-gäbe des Scheins im ganzen bezahlt, vondemselben Ernst Anruw ist 23. 6. 1497 anden Breslauer Stadthauptmann Haunolt einBrief um freies Geleit nach Breslau hinein^)und wieder hinaus gerichtet, da er in Breslau„ettlicher schulden halber von wegen meinesvatersch" zu tun habe. Am 16. 6. 1509 erscheintErnst als Beauftragter des Königs von Polenbeim Rat der Stadt Danzig'f) zur Verhandlungüber Zollerhebungen, ebenso 1316 zur Beitreibungvon Geldern, wobei ihn der Rat „Ernst Unrowvon Hermcnsdorf" nennt und 23. 8. um Fristbittet. Dasselbe wiederholt sich 1518. Der Ratfordert Verschiebung des auf 28. 6. bestimmtenZahltages, wozu Ernst sich nicht für berechtigthält. Endlich berichtet der Rat wieder 17. 6. 1319,dem Ernst vnruw von Hermensdorf" seiennicht nur 800 ung. st. auf die Weihnachten 1312fällig gewesene Rate — also doch abzulieferndeZölle — sondern auch seinetwegen vom Priordes Marienklosters Paradies 660 Mark „preuschgeringes Geld" gezahlt.
Inzwischen war Veter Dervelt vurow°)„Königs Alexandri in Pohlen Kämmerling in
>) Riedel Cod. dipl. Brdbg. II. ii. 117.°) A. KgsSa. OrdenSarch.
°) Stadtarch. Breslau.
0 A. Danzig.
Schütz Prcuß. Chron. A. Fürstcnsteiu.
Die Schlesischen Unruhs.