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2. 7. 64 Stabshauptmann, 9> 1. 77 wirkt,Kapitän 9. 12. 79 Major und 1. 7. 88(Oberstleutnant geworden, 24. 11. 89 insDrag. Rgt. (7) Borck nach Tilsit versetzt, wurdeer 15. 9. 98 nach 59 jähr. Dienstzeit mit Uni-form und 699 Thlr. Pension verabschiedet.
So mag er auch schon früh von der Damen-welt viel bewundert worden sein, als er aufdie Nachricht vom Tode seines Vttcner Onkels
1762 mit kurzem Urlaub heimkehrte, um dasErbe anzutreten. Doch hatte er auch im Winter1759 zu 69, nachdem sein Vater WolfsChristof auf Wodunkeim plötzlich gestorbenwar, flüchtig in der Heimat alles Nötige zuordnen gesucht und schon bei dieser Gelegenheitdie liebreizende, damals kaum 15 jähr. lSItberFrancoile, (Fanchon oder Francis?«) v. Rütsa. d. H. Berfenicken kennen und lieben gelernt.Ihr Vater, ein alter Soldat, wird dem jungenlorbeergekrönten Streiter deshalb nicht abholdgewesen sein. Bei der Begegnung 1762 flogensich aber die Herzen so unwiderstehlich zu, daßdas junge Liebesglück alle Bedenken und Vor-schriften des Dienstes über den Haufen warf.Der alte Rüts wird sich eine so gute Partiefür seine Tochter auch haben sichern wollen unddeshalb zu dem sonst kaum faßbaren Zugeständnisgelangt sein, die sofortige Trauung ohne denKonsens des Königs zuzulassen. Indessen kehrteder junge (Offizier, der nichts als Kriegsruhmauf den Urlaub mitbrachte, nun zu seiner Truppeals Besitzer einer jungen liebesschönen Frau undeines wertvollen Rittergutes zurück.
Dort muß er auch der verwöhnte Lieblingseiner vorgesetzten gewesen sein; denn er wagtees, seinem General zu beichten. Der soll, wiemündlich überliefert worden, anfangs starrgewesen sein, dann geflucht und gewettert haben.Aber als (Otto Christian ein kleinesBildchen seiner Herzallerliebsten hervorgezogenund dem General gesagt hat, er wisse ja, daßer sich vor Feind und Tod nie gefürchtet undnie besiegt gefühlt habe, aber von diesem zartenLiebreiz sei er völlig unterjocht worden — obdas der General ihm denn nicht nachfühle? Dasoll der alte Graubart lächelnd Hilfe unter derBedingung zugesagt haben, daßKonsenseinholung,sobald an Frieden zu denken sei, und dann noch-malige förmliche Trauung mit Konsens erfolge.So geschah's denn auch. Der Frieden kam, dasRegiment kehrte nach Ostpreußen zurück undschmunzelnd redete bei geselligen Begegnungender alte General das junge schmucke Frauchenals „gnädiges Fräulein" an, bis am 29. 12.
1763 die offizielle Trauung mit Konsensvollzogen war. Bald konnte die junge 18 jähr.Frau auch sich als Frau Major anreden lassen.
Als „Gbristlieutnant" zuletzt im Dragoner-Regiment von Rohr in Gerdauen nahm OttoC h ristian um 1798 seinen Abschied und lebteseitdem auf Gtten, bis er dort am 17. 6. 1693starb. Im Jahr 1776 hatte er noch das GutSonnenstuhl unweit Braunsberg erworben,konnte es aber wegen der damals geringenGutserträge nicht halten. Die ersten Kinder
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wurden noch in Königsberg geboren und zwarCarl Fabian Gtto am 25. 9. 1764, FridricbMltlbelm Cbriltok, dessen Paten u. a. Feld-marschall Lehwald, Präsident Domhardt, Prinzeßvon Holstein-Beck, General von Meier waren,Albertine Sopbte /Idarie Warbara am 39.3. 1768, die den Rittmeister Johann Stefan vonRouquette, später Gen.-Ltnt. heiratete.Sechs Jahr später 14. 9. 1774 wurde dann inBtten noch eine Tochter Henriette FranciscaQbarlotte geboren, die aber als Kind ge-storben ist.
Ts steht bislang nicht fest, was ans CarlFabian Otto geworden ist; nach der einenNachricht soll er als 7 jähr. Knabe, nach derandern als Leutnant, 39 Jahre alt, gestorbensein. Jedenfalls waren, als der Vater 1893starb, nur die Geschwister Fridrich WilhelmChristof und die am 18. 5. 1793 an dendamaligen Major, späteren Generalleutnant CarlJohann Stephan von Rouquette verheirateteSchwester Albertine Soxh. Mar. Barb. amLeben und erbberechtigt. Die Witwe EstherFrancoise zog nach Berlin, wo sie am 21.5. 1811 starb.
Fridrich Wilhelm Christof war14 Jahre alt in Königsberg Pr. als Junker beiden litthauischen Dragonern eingetreten, 19. 6.81 Fähnr. 8. 7. 84 Ltnt. geworden, 5. 7. 87ins Drag. Rgmt. (8) Brausen versetzt, wo er beiWarschau 1792 mit dem Brüneckschen Korps inmehreren Gefechten gewesen und 1. 12. 93 Pr.-Ltnt., 18. 3. 98 in Königsberg „Stabskapitän"geworden, als die Wolken des NapoleonischenGewitters über Deutschland heraufgezogen. Nunheiratete er 1798 aus dem unfern Braunsbergund Gtten liegenden Gute Potlitten, wohindurch die Parcks, Cppingens und Groebens alteFamilienbeziehungen bestanden, Georg HeinrichMelchiors Freih. von B u t t l a r - Brandenfelsaus seiner ersten Che mit einer Groeben-Ponarienam 25. 9. 1776 geb. Tochter CarolineAlbertine.
Seit 39. 19. 1899 wirklicher Kapitän, wurdeFridr. W. Chr. 39. 4. 93 im Drag.-Regiment (6)Auer Major und bekam 39. 6. 94 eine Eskadron.Bekanntlich wurde die preußische Armee 1895während des österreichisch-französischen Kriegesmobil, nach Austerlitz wieder demobil und 1896von neuen« mobilisiert. Aber das Regiment bliebwährend der Unglückstage von Jena-Auerstedtin Ostpreußen beim Korps L'Estocque, welchesvereinigt mit dem russischen Hilfskorps unterBennigsen untätig an der Passarge stehen blieb,während Napoleon Danzig belagerte und einnahm.Dann warf er sich auf L'Estocque und die Russen,es kam zu dem großen Gefecht bei Hcilsbergund der Schlacht bei Ez'lan, in der die Franzosenzum Weichen gebracht wurden, aber Bennigsenverfolgte den Vorteil nicht, trat vielmehr denRückzug auf Tilsit an. Das Dragoner-Regiment,in beiden Schlachten stark mitgenommen, hattenun die Aufgabe, tagsüber durch beständigeNachhutsgefechte den Rückzug zu decken undnachts dem Heere rückwärts zu folgen. Todesmüde,
Die ostpreußischen Unruhs.