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wenige niedrige Obstbäume gekennzeichnetesGärtchen. Ein bescheidenes Idyll.
Hier hatte zuletzt ein Herr von der Albin(Elbe) mit seiner Eheliebsten geb. von Lehndorffgehaust, aber kürzlich war sie Witwe gewordenund das Lehen war „caduc" — fällig. Nunkamen am 11. August 1721 in Woduncken oderWoduhnkeim zusammen: auf der einen SeiteMarie Elisabeth von der Alben geb. v. Lchndorffals Verkäuferin, Otto Wilhelm von Frese undAhasver Ludwig von Auer als Vormünder dieserWitwe, und Karl Erhard v. Taubenheim aufLossen als Vormund ihrer Kinder erster Ehe;auf der andern Seite ganz allein der LeutnantWulff Christoph von Unruh als Käufer.Der so geschlossene Vertrag besagt, daß das zuMagdeburgischem und Beeder Kinder Rechtensd. h. also auch Töchter waren hierin erbfähig)verliehene Gut in seinen Grenzen und Rainenmit allem Zubehör, Gerechtigkeiten, sanit demStand und Gewölbe in der SchönbruchischenKirche, Ernten, Vorräten und Inventar, frei vonallen Schulden und Servituten „außer deni letzt-aufgeschlagnen General Hubenschoß und einemRitterdienste, an erstgemelten Käufer, den Woll-gebornen Herrn Wolff Christoph von Unruhvor und umb 8000 st. jeden zu 30 groschengeraittet" dergestalt verkaufet werde, daß er4000 st. „a dato binnen einer Sächsischen Frist(6 Wochen), die andre Hälfte aber 4 Wochennach erhaltnem Konsens" zu zahlen habe. „Allevorhandenen und ausgetretenen Untertanen außerHanß Stern und Maria Achtzihlin, so die FrauWittib zu ihrer Bedienung xlsria potsstats starditrio behält, bleiben bei dem Gute und werdenaller Pflicht und Dienste, womit sie ihrer vorigenHerrschaft verbunden gewesen, hiermit emancipirt,ledig und los gezehlet und an Herrn Käufern,' dessen Erben und Erbnehmer gewiesen, denselbenals ihren jetzigen rechten Herrn unterthänig,gehorsam und gewärtig zu sein."
Daß die Wittib froh war, einen Käufer zuhaben, geht aus dem Zugeständnis hervor, daßdie Kosten der Konsensbeschaffung halb von ihrselbst, halb von den Vormündern getragen werdensollten. Ganz zeitgemäß klingt die Aufzählungdes Inventars: „8 Stück Kühe, 4 Stück Jungvieh,worunter 2 Ochsen, 2 Stück vom Winter zugelegteKälber, 8 alte, 4 drei- und 2 zweijährige Pferde,3V Stück Schafe, jung und alt, 10 Schweine,2V Gänse, 10 Hühner, 1 Braußel, 1 Braukiwen,
2 Tiencn, 3 Biertonnen, 2 Eimer, 12 hölzerneLöffel, 2 Tische, 1 hölzernes Bette, alle Gesinde-bette, 3 fertige Augst-Wagens mit den benöthigtenSielen, Bracken und Strängen, 5 fertige Lgdenmit eysern Haken und Zinken, 5 Zochen mit
3 paar Eysen, 2 Mistforken, 2 Sensen, 2 Holz-äxte, 1 Sattel, 1 Schleifstein, alle Schlösser vonLysen wo gebraucht wird, so viel irdne Töpfeals vorhanden, 2 beschlagne Schlitten so wie siebefindlich find." Das genügte damals für einGut von über 400 Hektar! Die Übergabe sollmit Ablauf der Sächsischen Frist bei Zahlung derersten 4000 st. geschehen und Käufer dann dieVerkäuferin mit allem ihren Zeug bis Bartenstein
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abführen. Aus dem wüsten Formkram desVertrages verdient nur noch Erwähnung, daß„ein vadium von 100 ungarischen Gulden, inwelche das nicht haltende Theil an die KöniglicheJnvalidenkasse verfallen sein soll", bedungenwurde.
An Überstürzung litt man damals nicht,Formschwierigkeiten mögen auch genug gewesensein, der Konsens wurde 9. 1. 1723 erteilt und24. 3. 1723 ausgefertigt, schließlich muß sichWolff Christof 11. 1. 1723 unmittelbaran den König wenden, um die Belehnung zuerhalten, worin er seinen rechten Bruder HeinrichRudolf und seine beiden Halbbrüder JohannGeorg und Christian Gottlieb einzuschließenbittet, was nach langen Schreibereien 17. 9. 1727bewilligt wird. „Mitbelehnschaft zur gesummtenHand" heißt es auch da noch wie von Allers her.vorher, 1725 wird Christian Gottlieb alsFähnrich des hochgräflich Finkenstein'schenRegiments und Johann George als Unter-offizier unter Markgraf Albrecht'schen Regimentzu Fuß bezeichnet.
Sobald nun Wolff Christof sein eigenGut hatte, gründete er eignen Hausstand undFamilie. Die Beziehungen mit der FamilieEx pingen waren ja nicht erst durch die Heiratseiner Schwester Barbara Margarethe mitLtnt. Fabian L. entstanden. Schon die Parckswaren mit E.'s verschwägert, während andrerseitsdie Mutter des Majors Parck, durch den WulffHeinrich 1674 nach Ostpreußen gekommen war,eine Knobelsdorf, also aus einer auch inSchlesien und der Neumark seit Jahrhundertenmit den U.'s in vielfachen Beziehungen stehendenFamilie war. In Ostpreußen dagegen hatte sichaus den mit dem deutschen Orden heraufgezogenensüddeutschen Edclleuten den Eppingen, Tauben-heims, Portugalls eine Art Sondergruppe ge-bildet und es ist eine unverkennbare Empfindungvon Stammverwandtschaft, daß sich die Ü.'s, alssie in Ostpreußen sich ausbreiteten, sofort mitdiesen zusammenschlössen und nicht mit denandern Familien, wie den Kanitz, Dohna, mitdenen ja auch seit undenklichen Zeiten Beziehungenbestanden.
Jetzt wurde also Milabetb TatbartnaEppingen Unruhsche Hausfrau auf Wodun-keim, dessen Erwerb schon wieder einen Schrittweiter im Vordringen nach Osten bedeutete.Schon 1731 wurde aber die junge Hausfrau undMutter dreier Kinder durch den Tod von desMannes Seite gerissen. Ihm blieb mit diesen3 ganz kleinen Kindern keine Wahl, er mußteeine Stiefmutter ins Haus bringen und nachz jährigem Witwerstande führte er am 22.7.1734Zboxla Theodora v. Derschau a. d. H.Worinkeim in sein Haus, die ihm bis 1743ebenfalls 3 Kinder schenkte. Seine Eltern waren1729 und 1730 gestorben und die Lrbschafts-regelungen zogen sich ziemlich lange hin, auchwar sein Erbe nicht mehr groß.
Wahrscheinlich wird das Haus in Wodunkeimbald recht eng geworden sein, denn im ganzenhatten 4 Söhne sich eingestellt, aber zu Anfang
Die ostpreußischen Unruhs.