Die Niederlausitzer Dnruchs.
findlMg quittiert H, aber nur über 5S0 Thlr.Raxital, den Zinsrückstand behielt sie sich vor.
Schon sSsZ starb Abraham. Der Witwestand Vetter Philipp-Gorb, nun Landesverweservon Sagan, treulich bei, so auch ;2. ?. )S, alsdie Vormünder ihrer Rinder, Frdr. Mühlen undHeinrich-Mednitz, diesen durch einen Raufaktdas Erbe an Mednitz sichern^) wollten. WitweMargarethe sollte ssoo Thlr. dafür zahlen,aber die andern Sorauer Lehnserben erhobenEinspruch. Das zog sich bis tSsS hin"). DasManngericht entscheidet 2S. 9., sie habe das Rauf-geld bar im Amt zu hinterlegen H. Schließlichbehält sie sich ein Restgütchen vor und verkauftan den Sorauer Vetter Hans, Bruder vonEhriftof-Beinsdorf und Baltzer-Wcißig, dieihm Geld vorschießen. )8. l- ss wird er belehnt.So dicht Hausen sie nun nebeneinander, daßStreit unausbleiblich wurde, Hans fand seineRechnung nicht, er half sich gewalttätig, schlugMargarethes Scheunenschlösser ab, nahm ihrdas Bauholz, das ihre Schwester Anna, WitweSigmunds, ihr überlassen u. dgl. m. Zuerststiftete Amtmann Zedlitz 25. )2. )S Friedens,aber endgültige Regelung der Rechte fand erstdurch den Landesverweser Philipp statt.20. )2. ty wird vereinbart: Hans behält dieVbcrgerichte und die Schafwäsche, zahlt 250 Thlr.für die streitigen Scheunen, entsagt aber denllntergerichten, dem Vogelfang und dem Vorrechtauf die Mühle. Auch der Bierschank, über densich Heinrich 2g. 9 ;s mit Georg Wiedebachverglichen 6), spielt dabei mit; denn damals gingalles in kleinen Verhältnissen zu.
Inzwischen hatte der begonnene Rrieg allerleiUnsicherheiten und Aufregungen gebracht. InSagan war Abraham Rackels-Lindcrode Frau,eine geb. Promnitz-Dittersbach festgenommen.Dafür sperrten die Sorauer Heinrich- Mednitz,als er sich einmal dort sehen ließ, ein. 2;. N-20 kam ein Tambour vor das Sorauer Tor inSagan nnd verkündete, die Sorauer wolltenHeinrich freilassen, wenn die Saganer FrauRacket und die anderen Gefangenen vom Adellosließen. So geschah es denn auch.H Handelund Wandel litt bereits empfindlich, minder-wertiges Münzgeld kam in Umlauf — Ripper-und WipperzeitI — das Eigentum ward unsicher.Witwe Promnitz-Dittcrsbach ward von Hein-rich- Mednitz und Joachim Wiedebach alsVormünder der Mathes Promnitzschen Minder-jährigen belangt, weil sie die Pacht von Ditters-bach in unwerten Münzen gezahlt hatte").
Bald hatte der Sorauer Hans abgewirt-schaftet. In Andreas Möllern von Sackern undLossendorff fand er 22. 2. 22. einen Räufer, dernicht nur 22500 Thlr. zu 2-5 Gr. bar zahlte,") son-
9 A. Brsl. Sag. III. It. °.2) Ebenda II. a. 4gz.
2) Ebenda 14 0.
4) Ebenda 1». 0. IIS.9 Ebenda I5S.
°1 Ebenda :i. a. tz.
9 Worbs Gesch. v. Sora», iso.9 A. Verl. Sag. III. S -.9 Ebenda it °.
der» auch kinderlos nnd ohne verwandte war'so daß nach ihm die Lehnsrechte der U.-vetternwieder wirksam wurden. Es muß schlimm umHans gestanden haben, denn bevor Möllerndas Raufgeld belegen durfte, erließ das Amtso. Z. 22 einen öffentlichen Gläubigeraufruf.Er wird also kaum etwas gerettet haben, alser 9. 22. quittierte. Es bedeutet nur die An-erkennung ideeller Anrechte, daß ihm nebenMöllern noch 20. ?. 22 sein Lehnrecht auf Mednitzund Beinsdorf verbrieft wurdeH. Ebenso ließsich Heinrich sein Nachfolgerecht nach Möllern?. 9. 25 bestätigen^) und )). s. 25 war dasselbefür die 4 Sigmundsöhne geschehen.
Inzwischen war des ff Abraham und derMargarethe Schönreich Sohn Dans Detn-rlcb mündig geworden und seine einzige SchwesterMarjobanne hatte Albrecht Seelstrang - Gla -disgorb geheiratet. Witwe Margaretheverkaufte 24. s. 25 für 2000 Thlr. an HansHeinrich das, was ihr an Mednitz noch gehörte.25. 5. 2S hatte er eine Auseinandersetzung mitallen Mitberechligten, wobei ZZ5S Thlr. Schuldengegenüber einem Gutswert von 5ZSV Thlr fest-gestellt wurden, also -s Thlr vermögen und dabeisollte die Wirtschaft doch unterhalten werden,in diesen schweren Zeitenl Ls scheint, daßHeinrich das kleine Restgütchen, von demman nichts mehr hört, mit übernahm. HansHeinrich kommt später noch einmal auf demkleinen Vorwerk Greiß bei Sagan vor, das )S59als im Besitz seiner Erben") genannt wird, viel-leicht war sein Erbe u. a. der Sigmund, deris?o—auf RIcin Selten bei Priebus lebte,ohne Erben, denn es fiel nun an die SaganerRammer zurück. Auch Georg auf dem benach-barten Sindorf, in derselben Zeit dort genannt,könnte dahin gehören.
Hans, Möllerns Vorbesitzer, war auch ver-heiratet. War Nbigk'il Beher, die Zs. 8.tö»3 begraben ward, etwa seine Frau? Erselbst führte ein unstätes Leben. ;s50 verkaufteer den Saganer Jesuiten seine Restforderung anMöllern. ?. ;o. 59 ward er bei Händeln imSaganer Ratstcller erstochenH. 2 Rinder bliebenzurück: Dans Georg Menzel und Ikatba-rtna. Der Sohn war Z2 Jahr Page bei derFürstin Lobkowitz, dann Soldat im kais. Rgt.Worlofsky gewesen, der versuch, in SachsenDienste zu nehmen, scheiterte an ,»angelnderAusrüstung. i2. s. 5i fordert er für sich undseine Schwester Lehnsrecht auf Mednitz, beidewerden 2H. 9. 52 endgültig abgewiesen. Auchder Lobkowitzsche Dienst bleibt ihm nun ver-schlossen^). Man könnte glauben er sei der„milinas prusksotus gvliivursai," der einmalerwähnt wird''), aber der hieß Otcol» Einähnliches Ende wird seine verschollenheit wohlgenommen haben, falls ihn nicht der Rriegverschlang.
9 Herzk. Arch. Sagan.
9 Arch. Lobkowitz. Raudnitz.
»1 Herzog!. Arch. Sagan.
9 Slg. Rat Heinrich, Sagan.
9 Arch. Lobkowitz-Raudnitz.
°) Joh. Pct. Ludevig, Script, rcr. Germ. Franks. LPz. I? 18.