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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
135-136
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Margarethe Hedwig als Witwe

Knobelsdorf ?. Z. t70ö in Topper, das BuckowerKirchbnch vermerkt dies, weil sie dort als heimischgalt, mit dem Zusatz, der Leichenschmaus sei beiGeorge in AI,-Dammer gehalten.

Wohin Frl. Weate U. zu rechnen, die das-selbe Lirchbuch t?2Z als Patin aufführt, ist nochunklar.

Wir greifen nun zurück auf die Mednitzerllnruhs.

Der ^weig Mednih.

Die Beleihungen mit Mednitz lgos, zso8,tS-tc> und tZilZ sind schon erwähnt. Da dieSachsenherzöge das Saganer Land wieder ein-tauschten, erhält Dans tZ. lv. einen neuenLehnbrief über Mednitz, ohne Erwähnung vonGorbH. Aber lssq war Hans schon tot, seinerWitwe Anna Toubadel (Taupadel) wird ihrAnrecht auf den Freihof in Sagan (vgl. Abschn.X)verbrieft 2). Ihren Söhnen Dans, Walzer undunmündigen Brüdern, deren Namen nichtangegeben sind, wird 28. s. tS68 ein neuer Lehn-brief über Mednitz ausgestellt.

Balz er war 7. 9. in Mednitz selbst vonGottfrid Mielcn und Kaspar Gersdorf ermordet.27. 9. ergeht Ladung an sie vom LandhauptmannPeter Haugwitz zum peinlichen Gericht vor Hansin Mednitz^). 2. 7. 72 mutet Hans Lehn, da ersich mit seinen Brüdern geteilt Habels. DieTeilung wird aber erst?. zo. 72 beurkundet unddabei vollständig angegeben: Hans und Detn-ricb haben ihre mündigen Jahre erreicht, Sig-mund ist zu seinen vollkommen kurmündischenJahren gekommen, d. i. nach dem Sachsenspiegeldas vollendete l8. Jahr. Geteilt ist, was ihnender Vater an Mednitz und Gorb hinterließ, wiesie teilten, ist nicht angegeben. Augenscheinlichbehielt Hans den oberen Anteil Mednitz mitdemRittersitz". Der Vertrag findet 2. z. ?2amtliche Bestätigung. Z2. 82 fand neue Be-lohnung an Hans, Heinrich und Sigmundmit Mednitz und Gbergorb statt5). SeyfridPromnitz war nun pfandhcrr von Sagan. Erbekennt leider ohne jede Zeitangabe Hans-Mednitz habe ihm berichtet, seine Frau habe vonHeinrich Stößel als Vormund eine Zahlung aufvatererbe vorweg erhalten, er wolle nun seinMednitz dafür zum Pfand bestellen, falls etwaH. Stößel zu viel zahlte, aber die Urkunde mögenicht auf dessen Namen, sondern für Hans'Frau DKarie ausgestellt werden 6).

?. t.3S wird Hans angehalten, auf MarkGroschen von Hans Hummel eingeklagten Lohn-verdienst ihm 20 Mark zu zahlen?), vier Tagespäter verschafft er sich Stundung von GeorgMerten, dem er 200 Mark schuldet, 20. 5. 8? ver-

9 Hzgl. Arch. Sagan.

'-) Slg. Rat Heinrich, Sagan.

-> A. BrSl. Sag. III. 11. d. 40.

9 Ebenda SS. IIS.

9 Arch. Lobkowitz-Raudnitz.

°> A. BrSl. Sag. III. g a.

Ebenda il. d. 2SS. s.

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rechnet er gegenseitige Forderungen mit FrauAnna Loss, Witwe von Sgmd. StößelH. 20. 8. 9sleiht ihm seine Frau Marie, hiergeb. Sack",Tochter von Aaspar Z., genannt, HSV Thlr., dieihr Hnr. Stößel noch an Vatererbeansgefochten"hat2). 23. zo. 97 war er zur Huldigung geladen,aber nicht erschienen^). von den z Brüdernstarb Heinrich schon tZIS. Hans verkauftedem durch Heirat zu Geld gekommenen BruderSigmund sein Anteilserbe und versuchte t599durch Lehnsmutung in Nd.-Gorb anzukommen,wo er die Lehnsmitrechte der Brüder erworbenhatte^), aber anfangs tK<N starb er. Seine SöhneAbraham, Deinricb und Waltalar trafens. q. tsc»t (bestätigt ?. 5.) mit der Mutter einenErbvergleich i>), Abraham hatte inzwischen/Udargaretbe Schönaich-Tschecheln geheiratet,aus welchem Hause bereits sein Gnkel Sigmundsich Anna, Margarethes ältere Schwester zurFrau geholt hatte. Abraham übernahm alsältester Bber-Mednitz, Heinrich Nicder-Mednitzund Baltasar scheint in den NiederlandenKriegsdienste genommen zu haben. 27. 7. 07und dann nochmals t- ?- l2 wurden den dreiBrüdern neue Belohnungen ausgefertigt 6).

Als Sigmund tS07 starb, hinterließ erAnna Schönaich mit s Aindern: Deinricb,Walzer, Dans, Cbriltok und Ikatbarina, diespäter einen Tschirnwitz heiratete. Vormundwurde Heinrich-Nd.-Meduitz mit Hans Gladis-Gladisgorb. Dieser hatte als Vormund der Erbenvon Melch. Gladis-Doberitsch an Abrahami6 ii.vt hyp. auf sein Mednitz too Thlr. ge-liehen?), die t60S gelöscht wurden, t<z. 9. 07nahm Heinrich den von Sigmund hintcr-lassenen Anteil Mednitz in Pacht^). t2- iv. 09heiratete er Zolle Lest-Wiesau, Schwester deran Philipp-Gorb, den Großenbohrauer Vetter,verheirateten Salome Lest'-"). Sofie quittiertet-l- l2. tl den Vormündern Ernst Rotkirch-Sebcnitzund Laslaw Nottenhoff gen. Krummenau überZ500 Thlr. ErbabstattnngM). Heinrich mutete,zugleich für seine Brüder Abraham und Bal-tasar Lehn auf Wellersdorf, wo damals einWiedebach saß. Die Verwandtschaft läßt sichnicht genau ermitteln. Georg W.-Liebussen hatteals Vormund 2(. s. tZtl mit Abraham ver-handelt, um die Mitgift von Anna U., Witwevon Philipp Wiedebach-Puditzsch, auf Gbergorbsicher stellen zu lassen. Diese Anna ist alsowohl eine Schwester der Brüder Abraham,Heinrich und Baltasar. Ebenso zeigt sichs. 8. t7 iDarla, Gattin des Ioh. Baptist Engel-Hard-Kroschke, als deren Schwester, da sie denErben ihres ff Bruders Abraham über Ab-

-) N. Brsl. Glog. III. is. °. sis.2) A. BrSl. Sag. III. 14. a.-> Ebenda 11. s. 79.

9 Arch. Lobkowitz-Raudnitz.°> A. Brsl. Sag. III. 14. a.°> Hzgl. Arch. Sagan.

') A. Brsl. Sag. III. 9. g.9 Ebenda s. soe.9 A. Lobkowitz-Raudnitz.1°) A. Brsl. Glog. III. IS. Ii. 340.

Die Niedsrlausitzer Unruchs.