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Das erklärt ihre verhältnismäßig geringen Er-folge, nicht minder die Zerrissenheit der über sienoch auffindbaren Nachrichten und die unge-wöhnlichen Schwierigkeiten, diese zu sammelnund zum Gesamtbilde zu vereinigen. Bis nachStockholm und Nürnberg hin sind die Schrift-stücke verstreut. Wahrscheinlich birgt das gräfl.Llam Gallassche Archiv auf Schloß Friedland inBöhmen noch manche wichtige Nachricht, aberdie versuche Zutritt zu erhalten, sind bisher ge-scheitert.
So sind denn die bisher entdeckten Nachrichtengrade über die Niederlaufitzer U/s auch nachk200 fast die dürftigsten und lückigsten vonallen.
Die Nachricht, daß Hans oder Johanneslöo-t Kanzler des böhmischen Königs gewesen,wird von einigen Forschern auf einen in Saraueingesetzten U, bezogen, M29 war SigmundZoblMN Kanzler in SorauH. Der U, iZso aufHartmannsdorf bei Priebus ist schon erwähnt.Nach Grosser u, a, m. waren aber Nieder Ullers-dorf bei Sarau und Wellersdorf, an der SaganerGrenze, die alten Haupt- und Stammsitze derNiederlaufitzer U.'s,
iv 9. iZ8s bezeugen lklcolas U, undHeinrich Slegil in Sarau eine Urkunde^) desAug, Klosters von Sagan, 20. k, iöss warNicolas in Sarau beamtet und wird alsZeuge erwähnt»), —iHZ0 Zobann Pfarrerin SorauH, ebenso 2Z, s. l4S4 ein Aobaimesund l»57 ein Deinricb u.
Als Bibersteinscher Kanzler bekundet ein andrerDeinricb Bstern l42S zu Beeskow einen Akp).l42? Zobannes in Sora» alsZenge und Schreibereiner Urkunde, l442 Dans 'lllnruge als Zeuge,t442 vernimmt der Sorauer Hofrichter Hannos U,den Pfarrer von Knnzendorf über Landvcrkäufe.27. 8. l444 bezeugt Hannos — hier vonRosisdorf genannt, dessen Lage auf RosendorfKr. Kalau deutet, — einen vergleich zwischenRanfeld und Seyfried Lrononck).
Schon war ein Niederlaufitzer Dans
im Sagancr Gebiet mit Mednitz, Rückersdorfund Gbergorb belehnt worden»), mitten zwischenden dort schon altcinheimischen Namensvettern,vielleicht hatten durch Heirat erworbene Agnaten-rechte, vielleicht alte Stammesbeziehungen denAnlaß dazu gegeben. Nicht einmal d i e Mög-lichkeit darf bestritten werden, daß der ganzeSagan-Grünberger Stamm nicht auf KönigGttokars Mitkämpfer Hans, sondern auf denUrsprung von den Sorauer U.'s zurückzuführenist. Erst l508 taucht wieder ein Dans diesesStammes in der Saganer Gegend auf, er sitztauf Niedergorb und es wird ihm ein Lehns-anspruch auf Gbergorb zugestanden»). er-folgt die erste wirkliche Belehnung seines Sohnes
9 Magnus, Sorauer Chronik.
9 WorbS Gesch. Sarau Triebet,
Joh, Beyer, Dcnkw. d, kath, Kirche in SchlesienVerl, Ivo«, II, sso.
9 Schirrmacher, Lieg». Urkunden.
Hzgl. Arch, Sagan,
Slg- Rat Heinrich, Sagan,
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oder Enkels Dans mit Gbergorb, Herzog Moritzund Georg von Sachsen bestätigen ihn durchLchnbrief vom 2S. S. sSHZ im Besitz von Med-nitz und GbergorlU), natürlich nur der inne-gehabten Teile, nicht der ganzen Güter diesesNamens, denn gleichzeitig werden andre Teilevon Gbergorb an 5 Brüder Berg verliehen.Hans's Lehnbrief der Sachsenherzöge besagt:„daß wir Unfern lieben Getrewen Dankinvnrubin und seinen rechten . . . Erben. . . die Sietz vnnd dorff Midinitz, dasDorff Gberngurbb Jngleichs mit Zinßin frönenDienstin Gerichtin Gbristin vnd Undristin . . .als ein rechtes Mannlehen ... verliehen haben ...Reichen vnd leihen gemelten Hansin Vn-ruginn . . . abgeschriebne Güter . . ." Auchhier interessiert die Schreibweise, einmal Unruhin,einmal Unrugin, ein Beweis mehr, daß manUnruch sprach, der Schreibweise gar keine Be-deutung beilegte — mit Recht! Wir folgenspäter den Mcdnitzern im Zusammenhange.
Um diese Zeit zweigt sich mit dem BibersteinschenKanzler Sigmund, zweifellos einem Sorauer,trotzdem er„vonGroßenbohrau" wegen vetterlicherLchnsmitrechte genannt wird, der Zweig B r ö d e l -witz ab, der am Schlüsse dieses Abschnittes vor-geführt wird.
Ans dem Dunkel der lückigen Nachrichten trittzur selben Zeit noch ein anderer Sorauer U. her-vor: Dans lfinrbue Molk genannt zurWalewitz liegt vor dem Glogauer Manngerichtcmit dem Ritter Hans Rechcnbcrg in Streit. 2)i s. 2. ssso wird die Sache vertagt, 9. s. so be-vollmächtigt er Melchior Loss von Wolkwitz zuseiner Vertretung. 22. 9. dringt er gegen Rechen-bcrg damit durch, daß der Herzog die Entscheidungsich selbst vorbehalten habe. 2. ö. Zs fordertRechenberg Abweisung des Hans Welf, dergar nicht mehr geantwortet und, da er imLande nicht beerbt sei, daß Sicherheit bestellt werde. Da aber Herzog Karl auf kaiserlichenBefehl Sühnerichter in der Sache ist und nochkeinen Bescheid gab, vertagt das Manngericht dieSache.2) Hier ergibt sich also, daß HansWolf nicht auf dem Walewitz bei Freistadt saß,sondern jenseits der Saganer Grenze, auf Walewitzbei Guben. Der Streit dreht sich um Lehnsrechteim Saganer Gebiet. lZ- l2. Zl klagt Hans Wolfgegen Franz Rechenberg „auf'm Karlat" wegenGewalt und Weigerung des Zuges in den Ge-richten zu Reibenigk. Die das Mannengerichtbildenden Ritter erkennen, daß der StatthalterMacht haben soll, einen Tag in Glogau anzusetzen,dort solle dann erkannt werden. Gleichzeitig wirdHans Wolf und Hans Rechenberg aufgegeben,den Herzog zu beschleunigter Entscheidung ihresStreites zu veranlassen.
l?. s. 42 ist Hans Wolf wieder in Glogau.Gegen Balzer Kittlitz haben er, Nicol Warnsdorf,Moritz Tschammer, Vetter Hans von Herwigs-dorf und Kasp. Promnitz Erben geklagt. DieMagdeburger Schöffen haben ihren Spruch zur
A. Brsl.
-1 A. BrSl. Glog, III. 12. d, 74. «1. Sl,
2) Ebenda Bl. ibs.
Die Niederlaufitzer Unruchs.