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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
113-114
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Die Neumärker Nnrugher.

geworden, Sebstian und Georg Fridrichscheinen noch beim alten Vater in Buckow gebliebenzu sein. Aber der kleine Besitz bot nicht Raumfür alle drei, Vater Melchior ging zu denVettern nach Kunersdorf und starb dort 1l. 2.1680, Als er 3k, 3, 1680 beigesetzt wurde, verlasman als von ihm selbst aufgezeichnete Ahnen:väterl. Unruh-Klemzig, Braun-Zölling, Troschke-Padelgar und Rechenberg-Gr, Bohra; mütterl,:Dhhr-Strcidelsdorf, Kalkreut-Golzcn, Unruh-NeuTschau. Erst ein Jahr später erhalten die 3 SöhneZusage der Belehuung mit dem kleinen väterlichenBesitz Buckow, aber sie sparen sich alle Kostenund finden in Hans Adolf Sack-Heinersdorf einenKäufer/) dem sie 2, 7, 1683 für 1200 Thl,Auslassung erteilen. Seitdem gehört bis heut dieserTeil von Buckow zu Heiuersdorf, das zu bessererUnterscheidung nun Lang-Heinersdors N, M, heißt.Außer der schönen 1647 geb, Susanne hatteMelchior noch eine Tochter Barbara Tugend-reich, die ihren Mann Wolfs Schlichting-Griesel 20, 1, 1687 verlor und sich den SchwagerWilh, Heinrich Troschke zum Curator-) erbat.Wahrscheinlich stammen die Töchter von der 2.Frau, als welche ohne Daten Ursula Schlich-ting-Guhren genannt wird.

Die Kriegslausbahn Christians führte nurbis zumLieutenant", Im Dorfe Cranz-Posenwohnte er mit seiner Frau Helene Troschke ineiner gemieteten Bauernstube, wo ihnen 18, 7.1602 eine Tochter Barbara Helene und 20,1l. 07 der Sohn Melchior Fridrich geborenwurde. Ihrer aller weitere Geschicke sind nochunermittelt. Nur ein Kammergerichtserkenntnisvom 25, 1, und 21. 6. 1723 spricht von ChristiansTochter Helene/)

Sebastian, dessen ganzes Erbe nun 600 400Thlr. betrug, scheint beim Tode seines Vaters inKunersdorf in dortiger Gegend Anknüpfung ge-funden zu haben, Üeberall saßen dort durch diezahlreichen Unruh-Töchter verwandte Familien, soauch die Knobelsdorfs, denen ein von den Lossow'sgekaufter Anteil Niedewitz geHörle. Vielleicht halfSebastian dort wirtschaften oder er pachtete dasGut, aber nur zum Teil. Bon 1681 ab ist er inden Ständelisten (Glog, VIII, 1. b, o. n.)auf An-teil Lehn N." genannt. Er heiratete (seine Jugend-liebe?) Anna Barbara Sack von Heinersdorfund kaufte 14, 5. 1602 den Teil Von Niedewitz,den Knobelsdorf von seiner Schwiegermutter Lossowübernommen^) hatte, für 2600 Thlr, Leider sehlen,weil in der Neumark so viele Kirchbücher demsiebenjährigen Krieg zum Opfer fielen, wichtigeFamiliendatcn, 32 Jahr später, 2, 5, 1724, kaufteSebastian von Sebastian Stcntsch für 10623Thlr. schles. den andern größeren Teil von Niede-witz zu und wurde 16,11.1725 von Wogaus ausdamit belehnt, während die erste Belehnung 0.7.1602in Küstrin erfolgt war. Obwohl der SchwiebuserKreis schon unter dem Großen Kurfürsten zu

0 Lehnsakten Kammerger. Berlin,°> Slg, Möllern Fürstcnstein,v) A, Berlin, Kg, scntcnzcn,0 St, A, Berlin R. 4, Bd. 4t, S. >47,A, Brcslau-Glog, III, IS, d,

Die Unrughcr,

Brandenburg gekommen war, sind doch nicht alleAkten und Urkunden aus Schlesien mit herüber-gekommen, Erst 1742 ward der Kreis endgültigpreußisch; dennoch gehörte er in manchen Angelegen-heiten noch 1773 zum Kammer-Departement Glogau.Uebrigens stellte Sebastians Sohn und Haupterbe1746 den Antrag, die beiden Anteile Niedewitz inAllod umzuwandeln. Friedrich der Große schrieb10. 5. 1746 an den Rand des Gesuchs:Guht!17r. k.", worauf die freie Verkäuflichkeit 21. 8.bestätigt und 28. 8. 46 eingetragen wurdet).

Der jüngste der 3 Melchior-Söhne, GeorgFridrich, stand 1680 im Regiment Anhalt zuKöln a. Rh., später soll er sich in Nickern aus-gehalten haben.

Sebastian-Niedewitz starb 1741 und hatte0 Kinder, aber nur der 6, Sohn, Kaspar Rudolf,war zur Fortpflanzung des Namens berufen. Derälteste Sohn, Georg Fridrich, fiel 1711 alsGefr, Korporal im Regiment du Troussel vorBouchaine^). Den zweiten, dessen Name unbekannt,streckte das feindliche Blei vor Wesel im RegimentMohel 1723 dahin. Der dritte, Hans Adolf,wird 23. 6. 35 als Zeuge neben BarbaraHelene U. als Gläubigerin genannt, als ChristofSigmund Knobelsdorf und seine Gläubiger dasLehngut Kl,-Heinersdorf an dessen jüngsten SohnDavid Seb. Kn. verpachten (O. A, Schwarnitz und

0, A. Hetdau), 1741 ist Hans Adolf in derVas,-Tabelle bezeichnet:nebst 3 Brüdern im preuß.Dienst." Er fiel kurz vor Beendigung des Schle-sischen Krieges 1742 als Unteroffizier im RegimentKalkstein. Der vierte, Wolff Heinrich, geb. um1700, ward 26. 2. 23 Kadett, 20, 0. 2b Fahnen-junker bei den Wuthenau-Dragonern (6), 10,10. 30Fähnrich, 20. 11. 34 Leutnant in Stallupönen,25. 2. 45 Stabskapitän. Als Stabskapitä» starb erunverheiratet im Regiment Möllendors zu Lands-hut i. Ostpr. 6, 11. 1746, Der fünfte, FridrichWilhelm, geb. 25. 5, 1717, war 1731 in BerlinKadett, 1736 Gefr. Korporal, dann Leutnant imRegiment Zeetze geworden, als ihn 30. 3, 1746 inAnklam ein Fieber dahinraffte. Von den 3 Töchternblieb die älteste, Eleonore Tugcndreich, wohlunvermählt, wenigstens liegen keine anderen Nach-richten vor; die zweite, Beate Helene, geb.

1. 2. 1712, heiratete um 1737 in ZielenzigS) Fri-drich Albrecht Köckeritz auf Hildesheim b, Reppenund starb in Niedewitz 6. 4. 1770; die jüngste,Juliane Erdmnte, geb. 2. 10. 1722, heiratete4. 11. 1751 Ernst Ludwig Gloger, einzigen Sohndes pr. Hofrates Max Gloger, und starb 28.3.1757.

Kaspar Rudolf war als 6. Sohn 18.5.1710geboren und 25. 5, in Griese! bei Frankfurt a, O,getauft. Mit 15 Jahren wurde er Gefr. Korporalim Infanterie-Regiment Prinz Dietrich von Anhalt-Dessau. 5 Jahre dauerte es, ehe eine Fähnrichs-stelle frei wurde und 5 Jahre blieb er bei monat-lich 14 Thlr, 16 Gr. in dieser Charge->), bis er12. 12. 1735 Sec.-Leutnant wurde, 1739 ist erGren.-Leutnant der 1. Kp. Am 25. 6. 1740 kam

0 St. A, Berlin R, 46. Bd, es,') Geh, Kriegs, Kzl. Berlin,

») Kirchv. Zielcnzig,

«1 G, Kr, Kzl, B,

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