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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
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101-102
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Die Neumärkev Unrugher.

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wird er durch die Vormünder in den Lehnbriefüber halb Klemzig und halb Schmölln mit seinenBrüdern hineingebracht, aber erst am 4. 8. 1656wird er, nun mündig^), zur Huldigung zugelassen,und scheint mit Mühe die väterlichen Gläubiger hin-gehalten zu haben.

Der jüngere, Christof, wird 3 Jahre später^)mündig. Als er 12. 10. 1659 huldigt, bricht derLchnsschreiber wieder in die Klage über dieWirr-nis" der vielen gleichen Namen in den Lehns-akten aus.

Baltasar, der jüngste, macht gar keinen Versuchmehr, ins Lehen zu kommen; er wird zunächstSoldat. Als Besitzer von Risten (Kr. Schwiebus)führt ihn 1668 eine Kreismatrikel auf, 15,7.1669ist er Zeuge auf Conrad Troschkes Seite, als dervon den Lawalder Brüdern Balzcr und Gott-lieb U. das ihnen für Schnldsorderungen zugefalleneHaugwitzsche Anteil von Kutschlau Pachtet. Balzerist dort als Gläubiger mit beteiligt. (O.A.Kntschlan-Glogau.) 16. 7. 1675 ist Baltasar Zeuge inSchwiebus, als Sam. Kalkreut Kl.-Dammer anConrad Nostitz verpachtet.

Christof entwickelt sich, nachdem er studiert,zum kraftvoll hervorragenden Manne, Ein Chronistbewahrt uns die damals Aufsehen erregende Tat-sache auf, daß er sich von Paris eine französischeGrammaire mitgebracht! Am 11, 10. 1660 ver-kauften die väterlichen Gläubiger den U.'schen AnteilKlemzig für nur 5500 Thlr. (nom.)2) an AbrahamDiebschiitz, das halbe Schmölln wird noch für sieweiter verwaltet. Wahrscheinlich hatte ChristofAufschub erlangt und sich anheischig gemacht, alleszu ordnen, sobald er zu Amt und Würden gelangtsein würde. Aber erst 1672, als er schom34Jahralt geworden, gelang ihm das. Am 24. 5. 1672findet er die Gläubiger^) mit S558 Thlr. ab undwird 14. 11. 1672 nebst Bruder Balzet) belehnt,1674 heiratet er die 24,1.1651 geborene BarbaraMargarethe L ö b e n - Palzig, wird zunächstLandesältester, dann Landrat des Züllichaucr Kreises.Rasch wächst eine achtköpfige Kinderschar, heran, erist daher auch auf Besitzvermehrung bedacht, dieihm als tüchtigem Geschäftsmann glänzend gelang.1V. 10.1677 leiht er Adam Oppel-Bronik. 8320 Thlr.hyopth. auf dessen Gut Lessen (Glog. III 21b 76).6. 7. 1680 kauft er°) von den Seefeidts dasNachbargut Oblat, worauf schon sein Vater an-läßlich der Heirat der Sabine nnt einem Seefeldtgesamte Hand vergeblich erstrebt hatte. 16, 12. 1632setzt er sich in Glogan mit der WartenbergschenGutsverwaltung über Solz- und Eichmastrechteauseinander. (Glogan II112, und 307.) 3, 5, 1634kauft er?) von den Löben-Schönfeldtschen Erben dieWaldwiese und eine Hufe in Kay, 9, 9. 1685 für3317 ,Thlr. das Rittergut Kay») von denGläubigern des Gcn.-Wachtmeister GerSdorff, nach-

y St, A, Berlin R, 4, Bd. S01l Bl, 57S.-1 Ebenda Bl. s?«,

-l Ebenda Vd, SS Bl, 22.

9 Ebenda Bd. soll Bl. 575.

Ebenda Bd. so Bl, IS,

Ebenda »d, S7a Bl. 275.y Ebenda Bd. 42 Vl, 1S0 v.

°) Ebenda Bd. soll Bl. S7S,

deml) er mit Exzellenz Andreas Adrian Borck inBerlin, dem Vormund der Gersdorffschen Erben,14. 4. 1684 sich auseinandergesetzt und dabei anBorck eine wertvolle Bekanntschaft gemacht hatte.Auch über gewisse Pachtrcchte Christof Georg Löbensan Kay gelang ihm eine Verständigung

Jmneuen") von Kursürst Friedrich III. 30.5.1689erteilten Lehnbriefe heißt er schon stolz: LandratChristof v. U. auf Schmöllen, Oblat und Kay.Er beteiligt sich auch an einer Eingabe der neu-märkischen Stände, die ihre alten Gerechtsame ansdemSchwiebusser Freibrief von 1539" wiederhergestellt haben wollen, 21, 12, 1699 ist er mitseiner Tochter B arbara Johanne Pate in Biosanbei Knobelsdorfs,

Nun kauft er für 9000 Thlr. Wenzel RudolfStentsch die andre Halste von Schmölln ab und^)wird 16. 8, 1694 damit belehnt, ebenso 9. 7. 1698mit dem von den Brüdern Diebitsch gekauften halbenGuhren4). Den von Stentsch gekauften AnteilSchmölln hatte er aber 19, 6, 1697 an Hans ChristofSchenkendorf für 11000 Thlr. weiter^) verkauftund 4, 5. 1698 aufgelassen. Er plant noch weitereErwerbungen und entleiht dazu 6, 10. 1699 vonExzellenz Borck in^) Berlin 5000 Thlr,, womit erdann aber seinem Schwiegervater Löben aushalf.Als dieser starb, kam sein stark überschuldetesPalzig zur Versteigerung, Christos erstand es28. 10. 1707 für 20000 Thlr,"), besann sich abereines besseren und trat sein Meistgebotrecht anBalzer Stosch ab. Dagegen kaufte er 26. 3. 1709halb Radewisch, wozuch eine große Mahl- undWalkmühle bei Züllichau gehörte. Auf diese hatteder Fiskns sein Auge geworfen, deshalb wird dieBelehnung ungebührlich verzögert. Auch dringendeEingaben, die Christos vom März 1710 bisJanuar 1711 mehrfach wiederholte, blieben ohneErfolg. Er sendet deshalb seinen Eidam Schenken-dorf, kgl, Postkommissarins°) zur Beschleunigungnach Küstrin, schließlich erfolgt 14. 3. 1711 dieBelehnung^), aber doch nur mit halb Radewischund der halben Mühle, Für die andre Hälfte derMühle schlägt der Fiskus 1000 Thlr, von denSacks heraus, die das andere halbe Radewischerworben haben. Christofs Lehnbries vom20, 12, 1713 nennt^) ihn:auf Schmölln, OblatKay, Guhren und halb Radewisch." 1717 kauster von Moritz Baltzer Gersdorf den Nest vonKay für 12000 Thlr.

Alser12,3.1721 sein^) rastloses Leben beschloß,hinterließ er 7 Kinder. Die als erste 20. 4. 1675geborene Barbara Johanne, öfter verwechseltmit der am 29. 5. 1681 als 4. Kind geboreneTochter Eva Margarethe, ward Gattin desOberst Lettow, Der erste Sohn war der 16. 4.

y St, A, Berlin R, 4, Vd, 4Z Bl, 2t2,

Ebenda Bd, 52 Bl, 5l t>.-) N St, Berlin N, 4 Bd. 44. Bl. ISS.-> Ebenda Bl, 225.

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Ebenda Bl, S4S t>,y Ebenda Bd, 04 «l, 17,

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"1 St, A, Berlin R, 4 Bd, 6Sl> Bl, kS 55,>°j Kirchb, Schmölln,