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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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Die Neumärker Unrugher.

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mitvollzogen ist (Sag. III S. g> 32). Als Sabinenach wenigen Jahren ohne Kinder starb, heirateteer 1664 ihre Schwester Rebecca, hatte aber anchmit ihr keine Kinder. Auch sie starb schon etwa1695, aber 9 sie hatte mit ihm ein wechselseitigesTestament 20. II. 1676 errichtet. Er war nunin mehr als sorgenfreier Lage und ein gern gesehenerhäufiger Patenonkel bei den damals recht zahlreichenTaufen der Vetterfamilien dieser Gegend. DieseGeselligkeit scheint recht groß gewesen zu sein.Trotzdem muß er sich als Witwer zu einsam gefühlthaben, denn als 73jähriger ward er in Willersdorfzum9 drittenmal mit Marjanne Tschechau-Dobrilsch 8. 8. 1701 getraut. Am 12. 11. 1707schloß ihm Marjanne die Augen, am 4. 1. 1703ward er in dereigens für 106 Thlr. ausgebauten"Gruft in Wellersdorf beigesetzt^). Zur Testaments-Eröffnung ladet die Saganer Regierung, wohl aufAntrag erblustiger Verwandten, zum 7. 1. 1769ein (Sag. III. 86). Der Witwe verblieb derNießbrauch des Besitzes. Die Wohlhabenheitgestattete ihr, 6. 7.1768 au Otto Abraham Diebitsch6660 Thlr. auf sein Gut Schweinitz zu leihen(A. Brsl. Glog. III 21 u. 144). 10. 12. 1726verwehrt ihr die Saganer Fleischcrinnung mit Erfolgdas bisherige freie Schlachten und Fleischverkausenin ihrem Dorf (sag. III III. 516).

Erst als sie anfangs 1740 gestorben war, zeigtesich, daß Georg Sebastian den NachkommenWendel Abrahams alles vermacht hatte.Barbara Helene Bornstedt war inzwischen ver-witwet, Ursula Beate Stößel war samt ihremGatten gestorben, dafür trat der junge SigmundAbraham Stößel mit einer Schwester ein. Diesedrei^) und Anna Elisab eth Schlichting verkauften28. 7. 1740 Bergisdorf an Johann Georg Dyherrn,der 28. 12. 1746 Konsens zur Eintragung von1666 Thlr. für Gebrüder Gladis erbittet (Sag.III 9g 125). Auch hier wird weder WendelAbrahams verw. Schwiegertochter noch ihr SohnHans Carl erwähnt. Beide waren wohl schon tot.

Nun zu den Nachkommen des obenerwähnten/ Heinersdorfer Heinrich. Er besaß auch halb Rackow,das seine Tochter Helene dem Samuel Kalkreutvon Walmersdorf 1586 in die Ehe brachte^). Erverkaufte es 26. 3. 1612 an Joachim Kalkreuth.Ihre Mutter war eine Nisemeuschel, Tochtereiner B r a u n - Fölling, Enkelin einer Schlichting.Diese schlesische Herkunft erklärt die Seßhaftmachungihrer Brüder in Schlesien. Auf Lieb schütz beiNeusalz hatte schon 1649 zeitweise ein NiederlausitzerNicol U. gesessen^). Heinrichs Söhne Danielund Wenzel kauften 2. 3. 1572 von Hans Braun-Oltendorf dessen Anteil Liebschlltz?), den Nicol'schenAnteilhalte 1563 der aus Großenbohrau-Herwigsdorfstammende Adam U. erworben.

Der Vater scheint früh verstorben, seine Witwedann Gattin des Hans Schlichting-Gr.-Obischgeworden zu sein, denn Daniel wird in einem

9 Arch. Sagau.

9 Kirchbuch Wollersdorf.

9 A. Breslau F. Sagau III 12. o.

9 A. Mirstenstein SIg. Möllern.

0 A. Brsl. Glog. III 15 Ir Z8l.

9 Ebenda VIII i. c. c.

9 Ebenda III 15« 12ö.

Vergleich mit Bastian und Wolff Zedlitz-Reinshainsein Stiefsohn genannt^)- Auch Beziehungen mitden Niederlausitzer Vettern zeigen sich hier: Wenzelläßt 21. 2. 1576 sich und seinem Bruder Danielbescheinigen, daß sie s. Z. des Haus Welf U.Nachlaß sich nicht als Erbe angeeignet, sondern nurdas ohne Not veralienierte Familicngut an sichgebracht Habens- Wenzel, wie schon erwähnt,1. 7. 1586 mit Kl.-Dammcr in der alten Heimatbelehnt, blieb auch für Rackow mitbelehnt unddanacki benannt. Außer Helene tvar noch einejüngere Schwester vorhanden, deren Gatte HansBrause 1584 Daniel um versprochene Mitgiftverklagte, 1606 Thlr. Ehegeld und 160 Thlr. füreine goldene Kette. Daniel will nur 666 Thlr.und 56 Thlr. zugestehen^). 12. 1. 1588 wirdDaniel auch von Ursula, Christof Johnes Witweum 88 Thlr. Kaufgeldanteil für Liebschütz verklagt^),12. 6. 1596 von Sigmund Liedlaus Vormündernum 266 Thlr., die sich aber vom Stiefvater HansSchlichting gezahlt erweisen^). 2. 7. 1599 wirdzu Krossen Daniel mit ganz Guhlow belehnt^),1666 nennt eine Liste ihn ausdrücklich einenKlemziger Ii.

Liebschütz, das Sinapius den feistesten Acker inSchlesien nennt, machte beide Brüder wohlhabend.Wenzel trat für Georg Schönaich von Beuthen,Carolath und Milkau als Bürge iiber 16 006 Thlr.zusammen mit Promnitz, Braun, Knobelsdorf,Tschammer, Rcchenberg und Zedlitz, wohl aufKaiser Rudolfs Wunsch ein. Denn dieser verbrieftihm eigenhändig zu Prag 23. 4. 1599 (er zeichnet:Nuedolsf) Nückdeckung und Schadloshaltung, auchden Erben 9. Leider hatte Wenzel keinen Sohn.Als er 1662 starb, sucht sein Bruder Daniel alsVormund der Töchter zunächst nur für die älteste,.Marjanne" Lehn auf Rackow und Kl -Dammer.15. 3. 1662 nur mit Bescheinigung über die An-meldung abgespeist, versucht er 16. 9. 1602, daKaiser Rudolf nähere Untersuchung 31. 8. an-ordnete^), zugunsten der Nichten sich selbst ein-zuschieben, erzielt aber wieder nur Bescheinigungder Mutung9- Erst 8. 12. 1663 erreichen er unddie Mitvormündcr Adam Nisemeuschel und KasparSchlichting für 6566 Thlr. ans kaiserliche RentamtBelehnung für Helene und Maria mit halbRackow allein. Dammer scheint MarjannesMitgift geworden zu sein. Ungeklärt ist, woherdiesmal kais. Lehnshoheit im Züllichauer Gebietgalt. Von Helene verlautet nichts weiter.Maria heiratete 1669 Johachim Kalkreut, demsie 6 Kinder schenkte. 1629 starb sie. Ihr Sohnwar der Karl Magnus Kalkreut, der Eva U.-Schweinert heiratete.

Daniel starb im Frühjahr 1667, nachdemer Anteilsbesitz in Alt und Neu Tschau, wo schonmehrere andre U.'s saßen, erworben hatte. 13.7.67.

9 A. Brsl. Glog. III IS >- Z77.

9 Ebenda 179 Ebenda IS. c. öS ff.

9 Ebenda Z94.

9 Ebenda 7io.

9 Ebenda III IS p.

9 A. Brsl. R. 12s. Trebnitz Zistcrz. S25 017.9 Ebenda O. A. Schwanitz.

9 Ebenda Glog. III 16 a 20z.