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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
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83-84
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Die Neumärker Unrugher.

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setzte exi) seiner Frau Anna Knobelsdorf ausMosau Leibgedinge auf Krausche aus. Heinrichder Mittelste hatte den Klemziger Anteil geerbt. Beidenehmen Dezember 157t) Teil an dem Abkommender Ritterschaft mit der Stadt Zllllichau, daß fortannur Crvßnisch Maß und Gewicht gelten soll. Hansder Älteste, der 155g seiner Frau, einer Kalkreut,Leibgedingc und den Onkel Matthäus zumFürsorger bestellte, war Lehnsherr ans dem einenAnteil Buckow geblieben und wurde 1575 ncu-belehnt. Zunächst erfahren wir von seinen Söhnennichts, aber als Bastian auf Krausche gestorbenwar, treten seine Sohne bei der Lehnssuchnngzugleich mit dem Anspruch auf Buckow hervor,indem sie 18. 6. 1585 anzeigen, Hans von Buckowsei inzwischen?) auch gestorben und seine beidenSöhne Hans und Wolff seien auch tot. Hausder Aeltere sei schon vor 16 Jahren in Frankreichgefallen und Wolfs nun auch in den Niederlanden.Das bestätigt sich und dieser Buckow-Anteil gehtnun auch an die Vettern über.

Noch früher, nämlich 1576, war der mittelsteHeinrichssohn Heinrich gestorben. Seine Kindererster Ehe! Helene, Wenzel und Daniel sindin den neumärkischen Lehnsbüchern kaum erwähnt.Wir kommen später auf sie zurück, da die Söhneeinen Sonderzweig in Schlesien bildeten.

Die andern 3 Söhne zweiter Ehe waren:Heinrich, Conrad und Sigmund DieserJüngste erscheint zwar?) auch 18. 3. 1586, huldigtund wird zur gesamten Hand auf Klemzig undKrausche mitbclehnt, aber ein eignes Lehn scheinter nicht gefunden und deshalb den Weg nach Ostengenommen zu haben. Um 1595 wird er als nichtmehr am Leben erwähnt. Jedenfalls ist er derSigmund U., von dem der Rat der Stadt Stuhm11. 7. 1651 bekundet, daß^) er sich vor etwa70 Jahren dort niedergelassen und verehelicht habe.Weiterhin verpflanzt sich dieses Sigmunds Nach-kommenschaft als ehrbare Bürger über Nicsenburgnach Danzig. Von der Nachbarstadt Nicsenburgwird nämlich 21. 7. 1615 laut Schöffenprotokollvom 18. 7. die eheliche und deutsche Geburtdes nun als Kaufgesellen in Danzig eingezogenenGeorg u., Sohn des -f Bürgers und MalzbrauersGeorg U. und seiner Ehefrau Anna, Enkel desSigmund, bekundet, wobei als Georgs Vetler undBevollmächtigter der Riesenburger AmtsschreiberPaul U. und als Zeuge ein dortiger 53 jährigerBürger und Malzbrauer Johann U. erwähntwerden. Der Kaufgeselle erlangt dann 1651 inDanzig dasBürgerrecht auf einen Kaufmann".Schon 1612 hat aber ein Hans U., Sohn desDanziger Bürgers Baltzer U. dasBürgerrechtauf einen Bötticher" erworben, wie auch 1715 und1763 dort ein Gottfried als Goldschmied undein Gottfried als Schuster Bürger wird. Flaustin seiner Geschichte der polnischen Kronarmeeberichtet von einem mit den polnischen Soldatenin Streit geratenen Gastwirt llnrög . . 1676 . .bei Marienwerder. In der Familiengeschichte derer

9 St. A. Berlin. N. t. Bd. 2d Bl. 2ZS.-) Ebenda Bd. S Bl. S2.9 St. A. Berlin. R. t. Bd. S Bl. LS.9 Schaffend. Danzig.

v. Kortzfleisch wird eine Eva Unruhtn alsGattin des Christburger Bürgers und WeinschenksChristof Micha 16. 5. 1652 erwähnt.

Der älteste der 3 Brüder, Heinrich, bliebLehnsmann auf einem Anteil Klenizig und Gesamt-händer auf Buckow und Krausche, strebte mit allenVettern nach Wiederherstellung des alten Gemein-schaftsbesitzes der ganzen Familie, aber weiter hörenwir nichts mehr von ihm. Es blieb ebeneinWirrnuß" in der Lehnskanzlei.

Bon Conrad aber, der auf dem ander» AnteilKlemzig saß, stammt der ganze Zweig ab, der nachdem späteren Verlust von Klemzig durch das Erbeau Niedewitz wieder aufblühte und in der BomsterFreiherrnlinie nach hohem Aufleuchten erlosch. Wirnehmen daher diesen Faden erst zuletzt wieder auf,nachdem wir die Geschichte der andern Neumärkerli's soweit wie möglich verfolgt haben.

Bastians Onkel Georg, der sich 1529 mitseinem Bruder Heinrich teilte, hatte 2 Söhne:Anton und Valentin. Als Haus Vnrugenn vonBuckow, der Ältere, 26. 8. 1550 mit 2 zugekauftenBuckowern Bauergütern belehnt wird, werden siezuerst erwähnt als zur Gesanilhand mitbelehnt.Sie werden 13. 1. 1554 mit dem von denSchenkendorss gekauften Anteil Buckow belehnt.Am 13. 3. 1586 beteiligen sie sich noch als alteHerren an dem vergeblichen Versuch, Gesamllehnfür die Familie zu erlangen, dann hört man vonAnton nichts mehr, auch nicht von etwaigenNachkommen.

Dem Valentin scheint es jedoch in den engenVerhältnissen der Heimat, in jedem Ort auf kleinenAnteilsgütern eine Menge Vettern und Verwandtedurcheinander sitzend, nicht behagt zu haben.Vorsichtig wahrt er aber seiner Frau KatharinaGersdorff, gelegentlich seiner BelchnungZ mitdem Buckowcr Anteil, ihre chevertraglichen undWitwenrcchte, dann ist er von bannen gezogen.Als Pächter des dem Kloster Paradies gehörigenAnteil des Gutes Rackow, etwa 15 Irin von Buckow,finden?) wir ihn 1563 als Vältin U. wieder.Dann aber zog er weiter, insPolnische" hinein.Als Gutsherr?) zu Grost-Podemorkell, dessen Nameheut in Posemnckel ebenso verhunzt ist wie Bukowiecin Bauchwitz, schickt er dem Zülltchauer Amts-hauptmann Hans Kälkreuter - Buckow unterm7. 7. 1588 Vollmacht, daß er seinen an HansSchenkendorf verkauften Anteil Buckow diesem inseinem Namen auflasse. Er schreibt:Ich ValentinvonVuru- Klemzig und zum großen Podemorkellerbsassen, bekenne . . . nachdem ich als ein alterkranker vnd nunmehr in großer Beschwerung allermeiner Gliedmaßen zu reisen unvermögend, alshabe ich auf meine freundliche bitten den EdlenGestrengen vnd Ehrendesten Hansen von Kalkreuterngräflichen Hauptmann zu Züllichau vermocht . . .von wegen mein vnd meiner leiblichen LehnserbenLehngüttlein zu Buckow vermöge . . . Kaufbriefe,so ich mitsammt meinem lieben Sohn Fridrichmit den Lehnsträgern aufgericht ... so gelangt. . .

0 St. A. Berlin. R. t. Bd. Ld Bl. lög.-1 Ebenda Bl. 2S3.

9 Klostcrarch. Paradies.

9 St. A. Verl. R. t. Bd. S zu Bl. l eo.