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Die Karolinger Knruocl/s.
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genannt werden. Den Wortlaut haben unsEiuhard's Karali NaZni vita wie seine Annalenaufbewahrt. Beides haben die, Norl. tlsim,lrist. Lcriptorss II und Abels Übersetzung derBiographie Karls wiedergegeben. Neben ttBischöfen und H lilbtcn sind 55 Grafen (eonritss)genannt, nämlich Walacho, Meginherns, Btulfus,Stephanns, Illnruocbus, Lurchardus, Megin-hardns, Hatto, Rihwinns, Ldo, Lrcangcrius,Geroldus, Bero, Hildigerus und Roceulfus.Hierbei stellen die Anmerkungen der Narr 6l. Ir.folgende Schreibweisen des uns hauptsächlichinteressierenden Namens zusammen: unrnoens,nnruoo, nnronLus, rrrrdrorlous, unroous, uir-rnolru?, dunrocms, ja sogar (vielleicht falschgelesen infolge eines Spinnenflecks des Perga-ments) rnirocus und ririiocdus, endlich auchvrrdroclr und Nunrood, zweifellos alle non den-selben Personen, Vater und Sohn oder Enkel.Das dürfte allen Rechtschreibungsmäkelcien vor-beugen.
Der schwere Ivinter hatte, wie Abel ausEinhard wiedergibt, den förmlichen Abschluß desFriedens mit dem Dänenkönig Hemmiug ver-hindert. Es war einstweilen beim Waffenstillstandgeblieben. Als aber das Frühjahr die Wegewieder brauchbar werden ließ, kamen von Seitender Franken wie der Dänen je 52 vornehmeBevollmächtigte an der Eider auf der schleswig-holstcinschen Grenze sAxril 355) zusammen undbekräftigten den Friedensschluß, indem sie nachihres Landes Sitte sich gegenseitig den Eid daraufabnahmen. Ausführlicheres lningeu über denHergang auch Jaffs, Epistolä Earoli. IV. -55?und das anonym in Nürnberg 5S85 erschieneneBuch: Beschreibung der Könige von Dänemark,Leben und Regierung usw. Die fränkischenGroßen waren Graf Wallach oder Walah, derSohn von König Pippins Bruder Bernhard, dannGraf Burckhardt, ferner Grnk Illlirocd usw.
Daß dieser Unroch der einzige Sohn des 7gqbei Finme gefallenen Heinrich gewesen sei, istkaum anzunehmen, vielleicht bezieht sich abereine Urkunde des elsässischcn Klosters Wcißeuburgvm 852 nicht auf diesen Unroch, sondern aufeinen Bruder oder Vetter; sie sagU) nur: 6sUlis vlsricis st I-rieis, czui illorurrr propristatssdonavsruirt ad rnoirastsriniri, lznod voeaturVUmrirburelr st s contrario rssspsrnnt adnsurn krustuarrnin: Anrob trabst in ipsopaZo s>Vorinacsnss) sinrilitsr in prasvariarnin villa iila süsssibaiin) inansnin vsstitutnnr I,sorvilss adsos 2, ds vinsa piotnra l, dg prataad earrndas 20, disbus vitas suas. Es wardies eine schon seit Jahrzehnten seitens derKlöster eingeführie Form der Eigentnmsübcr-tragung unter Vorbehalt des Nießbrauchs. Wo-her aber dieser Unroh solch kleinen Besitz inHcssenheim hatte, wird wohl Geheimnis bleiben;es war eben alter Heimatsbesitz der Familie. —
Die noch anderweit vor und in dieser fruitauftretenden Ms vorläufig bei Seite lassend,
klou. dsrra. tiist : liSZum tooi. I. x>. 177.
lernen wir aus einer UrkundeH von 8 5? einenNeffen des Grafen Unroh namens Albciar —in einer andern auch Albker") geschrieben —kennen. Karl d. Große war 8(-s Ende Februargestorben und sein Sohn Ludwig der FrommeKaiser geworden. Er empfing Ende 55s inAachen einen Gesandten des griechischen KaisersLeo V., des Armeniers, genannt Nikiforos zurVerhandlung über die Verhältnisse derLevölkerungDalmatiens. Aber auch nach Eintreffen desMarkgrafen Eadolah von Friaul gelang keineVerständigung, man überzeugte sich vielmehr,es müsse an Grt und Stelle die Sachlage ge-würdigt und darüber verhandelt werden. Sowurde denn vom Kaiser Ludwig Graf AlbgarsUnroch), der ausdrücklich als Neffe des GrafenUnroch bezeichnet wird, zusammen mit Eadolahund dem griechischen Gesandten gegen EndeJanuar 857 nach Dalmatien entsendet. Zufälligläßt sich eine Station des Weges, den er genommen,noch feststellen, die ebengedachte zweite Urkundevon 857 besteht nämlich in der Eintragung, diedie Mönche des Klosters in Brixen in Tyrol inihre sFremdcn-) Listen gemacht haben und dortstehen verzeichnet dicht hintereinander: GrafUnfrid, Graf Mahtfried, Folcher Richninus,Eundrud, Graf Lrchanker, Thectgnnd, GrafAlbker — daneben steht klein: „Keila", wohlsein Begleiter — dann folgen Graf cotafrid(Gottfried) Graf Theotricns n. a. m. schließlich„Eccilie". Die Anwesenheit dieser Dame imKloster beweist, daß es sich um Reisegästc, nichtKleriker handelt. Da aber hierunter Eadolahnicht genannt ist, betrifft diese Eintragung vielleichtAlbgar's Rückweg aus Dalmatien über dieBrennerstraße. Wichtig ist, daß er hier Grafgenannt wird, also ebenfalls schon in Amt undWürden gewesen sein muß, jedenfalls aber nichtetwa im Friaul, dessen nunmehriger MarkgrafEadolah auch nicht ganz außer Verwandtschaftmit den Unrochs gestanden haben kann, da dicsAmt sogleich wieder an einen solchen übergeht.
Es ist dem fmstbischöfl. Geheimbdcn RathJoh. Georg ad Kelrardb — wie er sich nennt —zu danken, daß aus seinen 572g zu Wnrzburgerschienenen Oomrrröntariis do rodns vranciasorivntalis usw. manches den ältesten AnnalenEntnommene, sorgfältig zusammengestellt, hervor-geht, was in die Noir. (Zsrirr. Irist. noch nichtAufnahme gefunden. Im II. Bd. S. 505 zeigter, wie i. I. 857 der Bischof Lcrowelp vonWürzburg sich hinter des Kaisers brüderlichenErzbischof und Hauserzkaplan Drogo gesteckthatte, um ein gutes Geschäft zu machen; gegenÜberlassung der St. Martinskirche im Grapseltgau,die einst Karlomann der Würzburger Diözesegeschenkt hatte, gedachte er eine Reihe nutz-bringender Landgüter vom Kaiser zu erhandeln.Der Kaiser ging aber nicht ohne Weiteres darausein, sondern schickte den Grafen IlltiroclZ— hier wird er nun „Nunrogus cornss" ge-schrieben — dorthin. Dessen Befund muß nicht
g Abel-Einhard Leben Karl d. Gr. S. » a. Qn.>) Mou. 6. K. Imdri vouIia,tsrQitas 3t. dalli. II. 287. 12.