Ursprung und Verbreitung, Namen und Wappen der Unrugher.
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kann behauptet werden, sie stelle das maßgebendeStammwappen dar, soweit nicht die erst neuer-dings „verliehenen" Wappen in Betracht kommen.Nach dem Alter der bisher als erste bekanntenDarstellungen folgen:
z. Das Siegel des Hannos U-Toppers-dorf. Saganer HuldigungsurkundeHvom 2t. 9. sZS7.
2. Das Siegel des Franz U-Elnbogen,(lZuittnngd.d.Egerns ).?.z-)28,nur t mal!z. Wappen der Wahrung genannt U,das l-)Z^ Zuerst^), s^S8 zuletzt inNürnberg vorkommt.
Das Siegel der Egerländcrs U's, dasgegen das ini Sicbmacher Bd. I. S. 89als bayrisches U-Wappen wiederge-gebene nur vereinzelt geringe Variantenzeigt, zuerst unter Mathes U's Schreibenans Duglasgrün Zs. s. Z492, zuletztbei Adam Bernhard auf Aich beiKarlsbad Z705, dazwischen^) häufigund ohne Unterbrechung vorkommt,hier später kurz als fränkischesLilienwappen bezeichnet,s. Gemaltes (Phantasie!) Wappen desStefan Geiger v. U zu Leydcn^)in Holland z. 5. Z575.e. Das in den (6)8 und (666 erschienenenAusgaben Siebmachcr Bd. I S. öS alsdas der Schleßingischen U's darge-stellte.
?. Das ebenda Bd. I S. (66 als das derSächsischen U's dargestellte.
8. Gin in den Reichskammergerichtsaktenzu Wetzlar im (7. Jahrhundert, an-geblich von einigen Halle-Torgauer U'sgeführtes w: Türkenkops und 2 Sterne.
9. Ein zu Fraustadt in Posen vor-kommendes waxpenbild: der U'scheböhmische Löwe mit vier Mühlsteinenbelegt.
(0. Das Wappen der Niepokojszicki's(erloschen).
((. Das böhmische Frciherrnwappen,bestätigtdurchkaiserl.Ediktv. (4.(. (7>9.(2. Das von Sachsen als Reichsvikariat(Z. 9. (?^s verliehene Reichsgrafen-wappen (erloschen).
(Z. Das preuß. Grafenwappen vom
(0. (. (802.
(-(. Das preuß. Fr ei Herrnwappen vom(7. 6. (8l(7 (erloschen).
Zu den U-Wappen rechnet aber F. v. Kamecke-Tratzig noch nach den Siegeln der Pergamente:s.) (zo( Bruno dictns Unruwe, auchBruno Unruweti, ... Volkerode.. .nach rechts (hrld.) ansteigender Sinnen-balken.
b) ZZZ3 Thiczelslat. Tidelo) de Heilingen..r. springender 2 geschwänzter Löwe.
9 A. Breslau, Perg.
2> A- Egcr, Pcrcf.
Niirnbg. Sebald. Kirche u. Wappenb- Germ Mus.Arch. Prag, Einbogen, Eger, Ambcrg, Nürnberg.Stadtbibi. Königsberg.
0) (29z Albert de Heilingen . . . Schildniit Kreuz und abhängenden Schnüren,die oberen Schildecken auf je ( Mühl-stein ruhend,ck) (Z(( Hermannde Glichin (Gleichen)...Helm mit s Euasten.
Das Siegel des Hans-Topp ersdorf ist einsder in gekapseltem Wachs dem Pergament an-gehängten. )n der Veröffentlichung H darübersagt vr. Grünhagen, es sei das siebente. Dasentspricht der Reihenfolge, in der die Urkundedie der Herzogin Agnes huldigenden Edclleuteaufführt: „In Votis rmrasn velr laut-
lnyts Agmöirligllda vnck sunckirlielr allo 20rnulo ckss lanckss vnck ckss vszrc:lldilckos uurVukyn . . üsinriolr vnck Vistllvrioll Asdruclirvon KöollvllbsrA, llsr vsoe: von Volmio-l,l?öv2 von Vsindsrg, Vurxolt von lZsnsolein-ckork, Iseleil Kurcksdurpi, lZgrnIiurck Vysles,Hunnns IInruAö von Toxpllsrsclork" usw.Daß die beiden Gebr. Rechenberg nur ein ge-meinsames Siegel angehängt haben, ergibt sichdaraus, daß zwei gleiche Siegel nicht vorkommen.Also kann nur das siebente für den als 3. auf-geführten Hans U gelten, das nimmt auchvr. Grünhagens Beschreibung an. Darin wirdin treffender Übereinstimmung mit dem (Originalder Inhalt des Wappenschildes der siebenteilSiegclkapsel so wiedergegeben, daß auf dem fastdreispitzigen Schilde „drei mit den Griffen insSchächcrkreuz zusammengestellte Schafschceren"erscheinen. Dell Inhalt des sechsten Wappen-schildes zeigt der Augenschein so: auf einemunten auch stark abgespitzten, oben zwiefach aus-geschweiften Schilde ohnejeglicheSutatrichtetsich ein kraftvoll und schön gezeichneter Löwemit offenem Rachen und geschwungenem Doppel-schweis nach seiner Linken (also des BeschauersRechten) zum Sprunge auf — das Vorbild allerlandläufigen Unrnhwappen. Um es für das desTopxersdorfer Hans U halten zu können, müßteman die Unwahrscheinlichkeit in den Kauf nehmen,daß die Einzelnen bei Anhängung der Siegelnicht dieselbe Reihenfolge inne gehalten hätten,in der die Urkunde selbst sie nennt. Aber diegrößten Zweifel muß der Umstand erwecken, daßtrotz des stark beschädigten Sustandes der Wachs-abdrücke in den Kapseln sich noch Buchstabenaußerhalb der äußeren Schildränder finden. Mitder Lupe besehen, zeigen diese an dem Löwen-schild die Buchstaben . VR.HII ..VI-.., alsodoch wohl Bernhard Lyske's Namen, und andem Schafschecrcnschild erkennt man noch dieBuchstaben . VL.RR ... V . . . ., was keinenanderen der aufgeführten Namen bedeuten kann,als den des Hans oder llolmnnss (böhmisch:Hannos) IInruAö. So befremdend manchemdiese eigenartige Entdeckung sein mag, so mußdoch die Forschung rückhaltlos die wirklichenBefunde darlegen. Auch würde es gar nicht sounbegründet sein, das Schäfereigewerbe in Ver-bindung mit diesem Unruh zu bringen, denn
9 Lehns u. Bes. Urtd. Echlcs. Lpz. Hirtel isgl I. 332Nr. 32.