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Vor- und Frühgeschichte des Stadtgebietes Köln
Entstehung
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vom Verfasser bei Wahn im Scheuerbuseh am Linderbruch, also un-weit des Kölner Stadtgebietes, entdeckt.

Ob diese Untergrombacherleute auch im Kölner Stadtgebiet schongesiedelt haben, erscheint fraglich. Auch ein zweites Volk des Neo-lithikums, die Bandkeramiker, haben das Stadtgebiet von Köln an-scheinend nicht betreten. Dieses Volk schob sich nachweisbar aus demDonaugebiet zum Rheine vor und legte seine Wohnplätze auf fruchtbarenLößhöhen an, die sich vom Mittelrhein auf den Höhen bis nach Belgienhinziehen. Der Name Bandkeramiker rührt von der besonderen Artihrer Gefäßverzierung her. Diese laufen in Bändern, und zwar zu-nächst in Winkeln, dann in Spiralen oder Mäandern um die Gefäße. DieBandkeramiker waren hauptsächlich Ackerbauer. Wir finden sie imNeuwieder Becken, aber auch auf dem Vorgebirge bis Köln, wo Wohn-gruben und Einzelfunde entdeckt worden sind. Bemerkenswert unterden Funden sind zwei große durchbohrte, spitz zulaufende Steinbeile,im Kölner Museum aus der Gegend von Pingsdorf im Vorgebirge, die alsPflugscharen gedient haben. Auf einem dieser Geräte konnte die Artdes Steinschnittes durch eine Art Kreissäge (ein Kreisanschnitt ausHolz), festgestellt werden. Gerade so wie bei der Durchbohrung geschahdas eigentliche Schneiden mit Hilfe von klein gestoßenem Quarz oderSand, der andauernd auf die Schnittfläche geworfen wurde. Diese ganzeArt des Sägens setzt gewerbsmäßige Herstellung voraus.

Aus einer Mischung der Bandkeramiker und einer im Elbgebiet über-aus häufigen Keramik, der Stichkeramik, als Rössener Kultur bekannt,entsteht in Süddeutschland eine besondere Mischung, die sich durchgefällige Formen und charakteristische Typen auszeichnet. Besondersim Hessenland ist diese Kultur ausgeprägt bis zum Rhein. Auch dieseBevölkerung treffen wir in unmittelbarer Nähe des Kölner Stadtgebietesauf dem Vorgebirge und im Kreise Bergheim. Ein einziger Scherbendieser Kultur angehörig aus dem Stadtgebiet Köln, linksrheinisch be-weist, daß diese Leute Beziehungen oder auch schon Siedlungen hiergehabt haben müssen, die allerdings bis jetzt noch nicht aufgefunden sind.

In der späteren jüngeren Steinzeit erscheinen diese Kulturen bei unsausgestorben oder aufgesogen durch eine neue Bevölkerung, die auseiner Mischung von Glocken- und Schnurkeramiker entstanden ist.Mitteldeutschland, das eigentliche Gebiet des Schnurbechers, ist derAusgangspunkt dieser Bevölkerung, die wegen der mit einer Schnurin die weichen Gefäße eingedrückten Verzierungen Schnurkeramik ge-nannt wird. Allerdings in etwas anderer Form wie in Thüringen gibtes Schnurbecher zu beiden Seiten des Kölner Gebietes, auf dem Vor-gebirge, wo sich zahlreiche Grabanlagen der Zeit bis zur Gegenwarterhalten haben. Durch den Braunkohlenbetrieb sind leider jetzt allediese Grabhügel der Vernichtung preisgegeben.

Während im linksrheinischen Stadtgebiet die Anlage der Grabbautendieser Zeit nicht wissenschaftlich beobachtet werden konnte (Abbag-gerung in Fühlingen, Kriegsarbeiten vor der Marienburg), ist eineHügelanlage in dem rechten Stadtgebiet auf der Iddelsfelder Hardt durchdie genau geführten Untersuchungen bemerkenswert. Es wurde da-selbst in einem als der Steinzeit angehörigen, sich schon äußerlich alssolcher darbietendem Hügel ein 3 m langer Eingang vom gewachsenen

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