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der späteren römischen Periode noch hier saß, bedarf besonderer Unter-suchungen 4i ).
Von Verkehrswegen aus dem Siegtal durch den Westerwald kom-men außer dem Rheinweg für größere Truppenkörper oder Volksmassenfolgende in Betracht:
1. Auf der Wasserscheide zwischen Sieg, Rhein undWied der Höhenweg vom unteren Siegtal über Notscheid, Hargarten,Noll am Römerich und Mahlberg vorbei: am Jagdhaus Wilhelmsruh-Mars-feld trifft er den Limes, begleitet ihn längere Zeit, schickt mehrere Ab-zweigungen auf den Bergrücken nach dem Rhein und endigt schließlichan der Wiedmündung. Her Umstand, daß er teils auf germanischem,teils auf römischem Gebiet vielfach unmittelbar neben dem Erdwall her-läuft, beweist, daß die Römer bei der Trassierung ihrer Grenze wenigRücksicht auf ihn genommen haben. Entweder war er also, wie auchR. Bodewig annimmt (O. R. L. 1 A, Strecke 1, S. 140), bereits so gut wieaußer Verkehr, oder er wurde von den Römern absichtlich verlegt, dakeine Überwachung durch ein kleines Kastell vorhanden war.
2. Auf der Wasserscheide zwischen Sieg und Hill,Wied und Sayn über Riischeid—Anhausen—Heddesdorf, gesperrtdurch ein kleines Kastellchen am Limes und das Kohortenkastell Hed-desdorf bzw. über Sessenhausen—Jahrsfeld—Rengsdorf an die Wied-miindung (0. R. L. 1 A, Strecke 1, S, 142, Nass. Ann. XL1V, S. 180, Plan-chen S. 196). Es ist eine weit wichtigere Fernstraße als die vorher-gehende aus dem oberen Sieg- ujid Lahngebiet, wie auch die fortwäh-rende Verstärkung des Kastells Niederbieber am Schnittpunkt mit demLimes (trotz der Nähe des Kastells Heddesdorf) beweist.
3. Vielleicht noch bedeutsamer war die uralte V ö 1 k e r s t r a ß cvon Gießen am nördlichen Rand des Lahntals über Monta-baur nach Coblenz, welche am Limesdurchgang zwischen den Kastell-chen von Hillscheid und Arzbach wohl noch durch eine bisher noch nichtgefundene Befestigung bei Neuhäusel wie am Rhein durch das Kohorten-kastell Niederberg gedeckt war (vgl. die Übersichtskarte O. R. L. I A,Strecke 1 und 2, S. 149 f.). Namentlich seit der späten Hallstattzeit warsie von den Galliern bei ihren Zügen vom Moselgebiet über Gießen nachMitteldeutschland viel benutzt; sie bedarf aber im einzelnen noch ge-naueren Nachweises im Gelände.
Wenn im Jahre 58 v. Chr. nach Cäsar (bell. gall. 1, 37) sich die Tre-verer beschwerten: pagos centum Sueborum (selbstverständlich eine Über-treibung bzw. Verwechselung mit den 100 pagi der Sueben, bell. gall.IV, 1!) ad ripas Rheni consedisse, qui Rhenum transire conarentur, so wirdes sich hauptsächlich um Sueben handeln, die von Gießen die Laimstraßeherabgekommen waren und nach Verdrängung der Usipeter und Ubierdas gegenüberliegende Treverergebiet bedrohten. Cäsar marschierteim Jahre 55 nach dem Brückenschlag über den Rhein durch das Gebiet