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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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Zwistigkeiten kam, deren erste Opfer naturgemäß die Führereiner unterliegenden Partei sein mußten. Die siegende Parteimag, um von der anderen Partei Mitglieder zu sich herüber-zuziehen, so sich den Sieg zu erleichtern, gerade ein Mitgliedder bisherigen Herrschaftsgesellschaft an ihre Spitze gerufenhaben, deshalb erscheint an Stelle des alten Amtmanns Frickund seines Sohnes Hans der jüngere Frick IV. als Führer derOpposition und Nachfolger in der Stadtamtmannschaft. Dadieser, wie gesagt, von 1367—1398 Stadtamtmann war, somuß der nur bei Hegner S. 17 ganz vereinzelt auftauchende»Stadtammann Jacob Holbein 1373« auf einem Irrtum Heg-ners beruhen.

1370 wird der halbe Zoll von Ravensburg verkauft an die Stadt.

1371 siegelt Frick Holbein, also Frick IV., als Stadtamtmann eineUrkunde, deren Kopie auf Papier, deshalb vermodert, noch imSpitalarchive zu Ravensburg liegt.

1390 geht aus einem Urteilsbriefe über einen Mühlenbau hervor, daßFrick Plolbein der Altere (III.) in der vorn erwähnten VorstadtOlschwang »an der oberen Gassen« gewohnt hat. SeineWohnung wird etwas abweichend hiervon in der Pergament-urkunde Nr. 2423 dahin beschrieben, daß derselbe in Olschwang»uff dem bach« gewohnt hat.

J 397 werden unter den 71 Gründern der vorgenannten Patrizier-vereinigung von Ravensburg genannt: Frick der Ältere (IV.),Frick der Jüngere (V.) und Hans Holbein. An dieser Stellemuß Frick der Ältere derjenige sein, welcher bisher als Frickder Jüngere immer bezeichnet worden war. Denn der bis-herige Frick der Ältere war ja 1359, fast 40 Jahre vorher,schon als Älterer bezeichnet und gestorben oder verzogen.Den 1397 a ^ s der Ältere bezeichneten Frick wollen wir zurYermeidung von Verwechselungen als Frick IV. bezeichnen.Frick der Junge (V.) von 1397 ist also mit dem früherenFrick dem Jüngeren (IV.) nicht zu verwechseln, und beide nichtmit dem Fritel jun. der Zeittafel von Kapitel III a. E. Wirkönnen demnach — und meist geschah es bereits — die fünfverschiedenen Fricks, Friedrichs oder Fritels mit den Nummern1 — S bezeichnen, nämlich: