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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Gutenbergs Lebensabend.

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tritt die obige Frage noch verstärkt auf: Warum verwendete ernicht fleissig Dr. Homerys Typen, um sich Geld zu ver-dienen? Faul kann doch nicht der Mann gewesen sein, der solcheine mühsame Erfindung ausführte. Dr. Homery war gelehrt genüg,um seinem Schuldner Bücher zu bezeichnen, mit deren Druck erviel Geld verdienen konnte. Das Strassburger Märchen, dass der Er-finder im Alter blind geworden sei, ist nicht zu beachten, denn wennGutenberg 1413 geboren war und 1467 starb, so war er nur 54 Jahrealt geworden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Gutenberg nichtnothwendig hatte, sich für Geld abzumühen; der Verkauf derersten Bibel musste ihm allein schon ein Vermögen einbringen, vonwelchem er reichlich leben konnte, und möglicherweise war ihm dieAusübung der Buchdruckerkunst durch den Streit mit Fust so ver-hasst geworden, dass er seine Buchdruckerei seinen Verwandten über-liess. Er hatte für seineUnsterblichkeit genug gethan, dasser die grösste Erfindung aller Zeiten durchgeführt hatte,die Ausbeutung derselben mochten Andere besorgen.

Ob Gutenberg verheiratet war und Kinder hatte, wissen wirnicht, weil wir nicht wissen, ob er der Sohn Frieles oder der Johannvon Sorgenloch war; dass seine Kinder, wenn solche vorhanden waren,die Buchdruckerei fortsetzten, war nicht nothwendig; der Sohn desFust, Namens Johann, soll Geistlicher geworden sein. Zudem mochtendie Umstände, welche den Vater veranlassten, die Buchdruckerei nichtfortzusetzen,, die Kinder noch mehr darin bestärken.

In einem Helmaspergerschen Notariatsact vom Jahre 1457, inwelchem Dyelnhenne, Einwohner zu Bodenheim, das SchlüsseischeGut allda an Johann Gensfleisch den Jungen verkauft, kommt JohannGutenberg als Zeuge vor. Würdtwein, welcher den Act zuerst ver-öffentlichte, las zwar den Vornamen Petro, Schaab schrieb Johe;Herr Dr. Arthur Wyss war so freundlich, mir zu bestätigen, dass derName »Johanne Gudenberg« lautet. Klarheit in die Erfinderfrage bringtjedoch diese Urkunde nicht, es ist sogar unerfindlich, wer dieser Jo-hann Gensfleisch der Junge, dem Johann Gutenberg als Zeuge zurSeite steht, war.