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2. Die Buchstaben.
Es ist kein Zweifel, dass die Buchdruckerkunst durch die Ver-wendung beweglicher Typen eine wertvolle Bereicherung erhielt;das einfache Zusammensetzen fertiger Typen ist schneller durchzu-führen, als das Schneiden von Holztafeln selbst bei der ausgebildetenHandfertigkeit, welche darin in China erlangt ist. Denn beim Holz-tafeldruck muss die Schrift auf das Holz gepaust und die Zeichenmüssen dann ausgeschnitten werden; Correcturen, welche bei beweg-lichen Lettern leicht durch Herausziehen eines Buchstabens und Er-setzen durch einen anderen ausgeführt werden können, sind im Holz-schnitt schwer herzustellen, denn man muss den Buchstaben aus demHolze ausschneiden, ein anderes Holzstück einfügen und auf diesemerst den richtigen Buchstaben ausarbeiten; Aenderungen im Druck,wie sie nicht selten vorkommen, wo ganze Zeilen verschoben werden,um einen Satz einzufügen oder wegzulassen, wären bei dem Holz-tafeldruck unmöglich. Ist freilich die Holztafel richtig hergestellt, sobietet sie für häufig gebrauchte Bücher, wie z. B. das Schulbuch desDonatus, den Vortheil, dass sie bei einer späteren Auflage sofort in diePresse gelegt werden kann und der Neusatz, sowie etwaige durch den-selben hervorgerufene Fehler vermieden werden.
Dass der Holztafel buchdruck keine müssige Einbildung ist, be-weisen zwei Holztafeln, welche sich noch gegenwärtig in der National-bibliothek zu Paris befinden, und von denen auf S. 16 und 17 einechemitypische Nachbildung der von Lacroix in seiner Geschichte derBuchdruckerkunst gegebenen Abbildungen folgt.