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Warum druckte Gutenberg nicht?
nur darauf beziehen, dass er von Fust in der Buchdruckerei unter-richtet worden war. Vergleichen wir nun die Arbeiten der beidenMainzer Druckereien, so finden wir einen auffallenden Unterschied
wie
in der Leistungsfähigkeit derselbenStellung hervorgeht:
Gutenberg (?).1457 Lateinischer Kalender. Einblatt.
aus folgender Gegenüber-
1460 Katholikon.
1461 Ablassbrief.
? St. Thomas de A., Summa de ort.fidei.
? Tractatus racionis.
ßechtermünze.
1467 Vocabularium ex quo.
1469 Vocabularium , 2. Aufl.
Fust-Schöffer.1457 Psalter.
145g Durandi Nationale.
145g Psalter, 2. Aufl.
1460 Clemens, Constitutiones.
1461 Mehrere Manifeste und Bullen.
1462 Biblia latina.
1462 Manifeste.
1464 Btdla cruciata.
1465 Bonifacius VIII. Lib VI. Beeret.
1465 Cicero, de offieiis.
1466 Gramm, vet. rhyt.
1466 Cicero, de offieiis, 2. Aufl.
1467 Clemens, Constitutiones, 2. Aufl.
1467 St. Thomas de A., Secunda sec. f.r468 Gramm, vet. ryth., 2. Aufl.
1468 Justiniani Institutiones.
146g St. Thomas de A,, Exfositio.
Den Bechtermünze kann nur ein einziges Werk mit Bestimmt-heit zugeschrieben werden: das Vocabularium , möglicherweise drucktensie auch die beiden undatierten Schriften, aber warum nicht mehr,da doch die ganze scholastische und classische Literatur der Ver-vielfältigung harrte und in Strassburg, Cöln und Rom ununterbrochengedruckt wurde? Mangel an Arbeit konnte also nicht die Schuld ander schwachen Leistungsfähigkeit sein, Mangel an Geld bei diesenwohlhabenden Bürgern auch nicht, es gibt nur die eine Erklärung:dass die Bechtermünze nicht gewerbsmässig, sondern ausLiebhaberei sich mit der Buchdruckerkunst beschäftigten.Dasselbe dürfte der Fall bei Jakob von Sorgenloch gewesen sein,welcher der wahrscheinliche Drucker des Katholikon ist.
Fasst man aber den Erfinder der Buchdruckerkunst als geld-armen und geldbedürftigen Mann auf, welcher genöthigt war, sichmit mechanischen Arbeiten seinen Lebensunterhalt zu verdienen, so