Gutenbergs angebliche Schulden in Strassburg. 141
Welcher Johann Gensfleisch befand sich 1441 zu Strassburg?Bei Frieles Sohn lag kar kein Grund vor, Mainz zu verlassen, undGeorgs Sohn war seit 1437 in Mainz mit Jostenhofers Tochter ver-heiratet. Möglicherweise war er zu Strassburg auf Besuch und ver-bürgte sich mit seinen Freunden für eine Schuld, welche bezahltworden zu sein scheint, denn man hat nichts mehr von ihr gehört.
Anders verhält es sich aber mit einer Schuldurkunde desselbenThomasstiftes von 1442, wonach Johann, genannt Gensfleisch, auchGutenberg, von Mainz, gemeinsam mit Martin Brechter, Bürger zuStrassburg, bekennt, dass beide solidarisch dem Stifte St. Thomaszu Kauf geben und auch für einen Kaufpreis von 80 Pfund Strass-burger Pfennig zu Kauf gegeben haben einen jährlichen Zins von4 Pfund gleicher Währung. Gutenberg bekennt sich insbesondereals Empfänger des Geldes, und dass er es gänzlich zu seinem Nutzenverwendet habe. Zur Sicherstellung gibt er dem Stifte mit demWiederverkaufsrechte eine Gülte auf die Stadt Mainz von 10 rhei-nischen Gulden, welche er von seinem Grossvater Johann Leheimer,weltlichen Richter zu Mainz, ererbt habe, und beschwört mit einemkörperlichen Eide, dass sie ihm frei und unverpfändet zugehöre.Diese Urkunde soll sich gegenwärtig in der Bibliothek des protestan-tischen Seminars befinden, an ihr soll das Siegel Gutenbergs (sieheS. xoi) hängen.
Ein Herr C. Schmid {Nouveaux details sur la vie de Gutenberg)fand, dass die Zinsen dieses Darlehens bis 1458 gezahlt wurden.Die Rechnungen der Jahre 1443, 1444, 1447, 1448, 1449, 1451, 1452,1454, 1456 fehlen, in den Rechnungen von 1445, 1446, 1450, 1453,1457 wird zu jeder Zeit gesagt: 3* cm 3°fy an ©Ittenberg 5* iiij Üb.,oder: 3* em 3°^ ann ©uAenbcrg unb ZRartin Bredjtcr b f iiij üb., ferner1461: bis ift ber coftcu uff ZRartin Bretter unb 3°f? a nn ©uflemberg.xiiii ß beut Zvohniler hotten uon ber £abung gen Blentj. xiiii ß nor beiunerbietj brieff gen ZRentj. ij ß vi § bem procurator. ij ß vi 8 in ba$od)t bud] 3U fefp-iben. ij ß umb beu ocfjt brieff. iij ß umb ij nerbieij brieffe.iiij 8 bem fyeren Zfitedjt troftung ZRartin Breitet oflt 511 fagon. Von1468 steht neben der Aufführung: nacat, und im Jahre 1474: 3°'? ami©uttemberg unb ZRartin Bretter tu iiij lib. abeganef.