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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
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Gutenberg und der Mainzer Stadtschreiber in Strassburg.

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konnten, und die Angaben der Zeitgenossen, welche Gutenberg einenStrassburger nennen, lassen schliessen, dass die Familie 1411 nachStrassburg auswanderte, und dass sich jener Henchin Guten-berg, welcher in der Rachtung von 1430 als »nicht inländig« be-zeichnet ist, in Strassburg befand.

Nun will Prof. j. D. Schöpflin in einem Verzeichnis von Ver-trägen [ex libro contractuum ) des Jahres 1434 eine Urkunde gefundenhaben, welche er 1760 veröffentlichte, wonach »Johann Gensefleischder Junge, genant Gutemberg«, vor dem grossen Rathe zu Strass-burg erklärte, dass er den Mainzer Stadtschreiber Herrn Niclaus habeverhaften lassen, weil die Stadt Mainz die ihm schuldigen Zinseund Gülten nicht bezahle, und er nun diesen Niclaus nicht alleinwieder freigebe, sondern auch auf die 310 gute rheinische Guldenverzichte, welche derselbe ihm gelobt habe, bis kommende Pfingstenzu geben und zu antworten gen Oppenheim in den Hof zum Lam-parten, seines Vetters Artgeld Haus. Datum Sonntag nach St. Gre-gorientag 1434.

Wenn diese Urkunde gefälscht ist, so war sie sehr geschicktangelegt; zwar bezieht sie sich nicht auf den Erfinder, aber siepasst ausgezeichnet auf Johann Gensfleisch den Jungen, welcher 1411mit seinen Söhnen Peter, Jakob und Georg Mainz verlassen hatte,denn dieser bezog in der That grosse Einkünfte von Mainz; er hatte1401 58 Pfund 3 Schilling und 3 Heller vom Erzbischof Johann vonMainz zu fordern, 1402 verlieh dieser Erzbischof ihm und seinenSöhnen Peter und Georg mehrere in der Stadt Mainz gelegene Zins-häuser und Kräme mit den Gefällen als erzstiftisches Mannlehen(Jakob war als Geistlicher nicht lehenfähig), 1405 schuldete ihm derErzbischof 327 Gulden 6 Schilling Heller, womit er ihn auf den Zollvon Lahnstein anwies, um sie allda in vier Zielen zu empfangen,1407 verlieh der Erzbischof ihm und seinen Söhnen wieder mehrereZinshäuser und Zinsgaden in der Stadt Mainz zu Mannlehen, und1411 Hess der Erzbischof durch einige Pröpste, Dechante undSänger bei ihm und mehreren anderen Bürgern ein Darlehen von1260 schweren Gulden aufnehmen. Da sein Sohn Georg nicht indie Rachtung aufgenommen worden war, so konnte der Vater mög-

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