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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Der zweite Johann Gänsfleisch.

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ob er die Buchdruckerkunst erfunden hat; auch der Umstand, dasser den Hof zum Jungen miethete und Trithemiüs diesen Hof alsdie Erfindungsstätte bezeichnet, beweist nicht, denn Trithemiüs sagt,dass zu seiner Zeit der Hof zum Jungen noch das Druckhaus ge-nannt werde, und dieser Angabe steht entgegen, dass in dem Bau-amtsbescheid vom Jahre 1524 (also zur Zeit des Trithemiüs) der Hofzum Humbrecht das Druckhaus genannt wurde und in allen folgen-den gerichtlichen Beschreibungen der Häuser zum Humbrecht undzum Korb der Drückhof oder Druckhof hiess. Dieser Hof gehörtedem Peter Schöffer und fiel nach dessen Tode 1502 mit der Buch-druckerei an seinen Sohn Johann Schöffer. Möglich ist auch, dassdieser Johann der Alte, der Miether des Hofes zum Jungen, eins mitdem Sohne Frielens und der Else von Gutenberg war.

Von diesem zweiten Johann Gensfleisch wissen wir be-züglich der Erfindung der Buchdruckerkunst gar nichts,als dass er in einer Urkunde Johann Gutenberg genanntwird. Es ist anzunehmen, dass er zu Strassburg geboren war, wiedies die Nachrichten über den Erfinder behaupten, denn da seineMutter 1430 seine Vermögensverhältnisse mit der Stadt Mainz rechts-giltig regelte, so ist anzunehmen, dass er 1430 noch nicht gross-jährig, also noch nicht 21 Jahre alt war; war er 1434, wo er selbstseine Vermögensangelegenheiten ordnete, grossjährig geworden, sowar er 1413 geboren; im Jahre 1411 war sein Vater Friele zurLaden ausgewandert, und 1414 schloss dieser einen Vergleich mitdem Mainzer Eathe, es war somit möglich, dass sich die Elterndieses Johann Gutenberg von 14x114x4 zu Strassburg aufhielten(vgl. auch S. 65/6). Dafür jedoch, dass sich dieser Johann Guten-berg länger als in seiner frühesten Kindheit, also im erstenLebensjahre, in Strassburg aufgehalten habe, liegt in denMainzer Urkunden gar nichts vor. Selbstverständlich liessendie Eltern ihr einjähriges Kind nicht in Strassburg, als sie nachMainz zurückkehrten, später lag auch keine Veranlassung für ihnvor, aus Mainz auszuwandern. Dagegen konnte er allerdings um1440 die Buchdruckerkunst erfinden, denn er war der Sohn einesHausgenossen, welcher sein Silber in der Münze zu Geld prägen