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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
Seite
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I 20 D er erste Johann Gänsfleisch.

Bruder; also gleichzeitig vier Ort zur Eiche, zwei Jäckel zurEiche, zwei Henne zur Eiche, zwei Rudolf zur Eiche.

Dr. Schaab hat, in der Meinung, einen Irrthum zu beseitigen,grosse Verwirrung hervorgerufen, indem er behauptete, der NameGutenberg komme nur der zweiten Linie zu, die Sprossen derdritten Linie hätten um die Mitte des XV. Jahrhunderts nur denNamen zum Sorgenloch geführt. Dr. van der Linde und andere habenihm gedankenlos nachgebetet, nur der hessische Archivar FreiherrSchenk von Schweinsberg hat sich nicht beirren lassen und zuge-standen, dass auch in der dritten Linie der Name Gutenbergim Gebrauch war; er ist der Meinung, dass beide Linien den Namennach dem Hause führten.

Welcher dieser drei Johann Gänsfleisch war der Erfinder derBuchdruckerkunst?

Von dem ersten Johann Gänsfleisch dem Alten wissenwir gar nichts, als dass er 1443 den Hof zum Jungen miethete.Der Johann der Alte der ersten Linie kann er nicht gewesen sein,da dieser um 1420 gestorben ist. 1 )

War dieser Johann ein Sohn des Vorigen, insbesondere derKatharina Berwolf? Das wissen wir nicht; wir wissen auch nicht,

') Im Anniversarium der Dominikanerkirche zu Mainz ist zwar EndeFebruar 1468 eingetragen: Obiit Dominus Johannes zum Ginscfleis, cum duabuscandelis et quatuor luminibus, de cujus ex parte com-entus debet habere i marcham }adhuc non habemus , und am 27. September: Domina Kettergin, filia Johannis Ber-"wolffi, tixor Johannis Ginssfleisch, cum quatuor luminibus et duabus candelis, queiacet sub lapide jaccnti sub pedibus lapidis Kuppeis czum Cleman, et primus lapistangit cum pedibus sedes sub ymagine virginis gloriose et habet eciam duas ymaginessculptas et duos clippeos, scilicet cortiua et Schotten , woraus die Meinung ent-standen ist, dass dieser Johann Gänsfleisch, der Gemahl der Katharina Berwolfder Erfinder und 1468 in der Dominicanerkirche begraben sei (obgleich dieseroffenbar der Johann der Alte der ersten Linie [siehe S. 109] ist), aber Freiherrvon Schenk fand nach der letzterwähnten Eintragung die Worte: Require numero IXsub litera e, und diesem Winke folgend, fand er unter E die Originaleintragung,welche zum Theil ausgelöscht war und von einer Hand herrührte, welche die Ein-tragungen bis 1418 oder 1421 und vielleicht bis 1423 geführt hatte, in welchemJahre eine andere Handschrift begann; sonach musste dieser Johann Gänsefleischin einem der genannten Jahre gestorben sein, sicherlich lebte er nicht mehr 1443,als Johann Gänsfleisch der Alte das Haus zum Jungen miethete.