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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Familie Gänsfleisch, zweite Linie.

III

zur Laden und Dietrich zur Laden (d. i. der Sohn des Peter Schlüssel)1411 Mainz verliess, 1421 als Hausgenosse vorkommt, und dessenGrabstein vom Jahre 1463 nach Schaab noch vorhanden sein soll. Nebendiesen fünf Geschwistern kommt noch ein Capitular des St. Stefans-stiftes, Friele zur Laden, vor, welcher unmöglich eins mit jenemFriele sein kann, welcher Katharinens Bruder genannt wird, denndieser war vermählt. Noch sonderbarer wird dieser Capitular da-durch, dass es in einer Urkunde (einem auf Pergament geschriebenenKalender des Agnesenklosters zu Mainz aus dem Nachlasse Bod-manns) heisst:

XVIII Kaiend. May Anno domini Am 18. Mai im Jahre des Herrn 1466

MCCCCLXVI obiit dominus frilo Gins- starb Herr Friedrich Gänsfleisch zu derfleyss zu der Laden canonicus sancti Laden, Canonicus des St. StefansstiftesStephani magunt. etc. zu Mainz etc.

während die Inschrift auf einem Grabsteine lautet:

Anno domini M . CCCC . LX . XIII.die . mensis . aprilis . obiit . uenerabilisdominus . Frielo Gensfleis, canonicushujus ecclesie. Amen.

Im Jahre des Herrn 1460, am 13. April,starb der hochwürdige Herr FriedrichGänsfleisch, Canonicus dieser Kirche.Amen.

Da der Grabstein den Namen »zur Laden« nicht hat, Urkundenaus Bodmanns Nachlass aber verdächtig sind, so ist dem Grabsteinemehr als der Eintragung im Kalender zu glauben und der CanonicusFriele einer anderen Linie (vielleicht der ersten) zuzuschreiben.

Der weltliche Friele zur Laden hatte eine Ehefrau, Else (Eli-sabeth) zu Gudenberg, welche für die Geschichte der Buchdrucker-kunst wichtig geworden ist. Köhler, welcher zuerst die sie betreffendeUrkunde veröffentlichte, nennt sie Else Wyrichin zu Gutenberg, ohneanzugeben, weshalb sie den Namen Wyrich führe. Schaab gab be-reits seiner Verwunderung darüber Ausdruck. Freiherr Schenk vonSchweinsberg Hess durch van der Linde (S. 944) veröffentlichen: »Meinekleine Studie über die Genealogie des Johann Gutenberg wird ineinigenWochen im XV.Bande desArchivs zur hessischen Geschichts-und Alterthumskunde" erscheinen. Gutenberg war, wie Köhler richtigpubliziert hat, ein Sohn der Else Wyrich, einer Tochter des WernerWyrich zu Mainz. Derselbe ist nichtpatrizischen Ursprungs. Die